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Potsdam-Mittelmark Schritt für Schritt zum Siegel
Lokales Potsdam-Mittelmark Schritt für Schritt zum Siegel
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10:08 16.01.2015
Entdeckung im Sommer: Der von Hartmut Renner geschaffene Findling, der seinen Platz an der Schlamauer Rummel hat, lässt sich sogar begehen. Quelle: MAZ/Archiv
Bad Belzig

Das Zertifikat wird für die Dauer von drei Jahren verliehen und kann nach erneuter Überprüfung verlängert werden. Im Hohen Fläming hat der Burgenwanderweg seit 2010 das Prädikat. „Die Route von Bad Belzig via Raben, Wiesenburg, Ziesar wieder nach Bad Belzig steht 2016 zur nächsten Bestätigung an“, wie Jens Kuhr berichtet. Nach Angaben des Bundesverbandssprechers müssten erst die Ortstermine in diesem Jahr abgewartet werden, ehe die Perspektiven für den Erhalt auf dem Niveau klar sind.

„Um das begehrte Siegel zu erlangen, waren mehr Hürden als gedacht zu nehmen“, erzählt Stefan Ratering. Seit fast zehn Jahren gehört er zu einer Hand voll Protagonisten, die ihre Idee über Trassierung, Ausgestaltung und Vermarktung verwirklicht haben. Der Aufwand, sich die Qualität dessen bescheinigen zu lassen, war erheblich. „Zunächst musste das insgesamt etwa 35 Kilometer lange Wegenetz an Hand eines umfangreichen Kriterienkatalogs von eigens dafür geschulten Datenerfassern analysiert werden“, erklärt Stefan Ratering.

Dabei wird der Weg in 4-Kilometer-Abschnitte eingeteilt und nach einem komplizierten Punktesystem bewertet, so der Geschäftsführer des federführenden Naturparkvereins „Fläming“. Pluspunkte gibt es dabei für naturnahe Wege, abwechslungsreiche Landschaft, Sehenswürdigkeiten am Rande und vieles mehr. Minuspunkte sind beispielsweise fehlende Rastplätze, monotone Wegeabschnitte, fehlende Schilder oder asphaltierte Wege.

Mehr als 20 Skulpturen

Der Kunstwanderweg Hoher Fläming verbindet die Bahnhöfe Wiesenburg und Bad Belzig auf rund 35 Kilometern. Durch eine Querverbindung kann er auf unterschiedlichen Routen begangen werden.
Seinen Ursprung hat das Angebot in der 2006 von Einheimischen gelegten „Kunstspur“. Es folgten Wettbewerbe zur Ausgestaltung der Nordroute über Hagelberg (2007) und der Südroute über Borne (2010). Heutzutage sind fast zwei Dutzend Skulpturen am Rande zu entdecken.
Finanziert wurden die Vorhaben vor allem aus dem Leader-Programm der Europäischen Union. Nicht zuletzt deshalb waren an der Gestaltung der zweiten Etappe einige Künstler aus Flandern beteiligt.
Eine etwa fünfköpfige Projektgruppe um Stefan Ratering vom Naturparkverein „Fläming“ ist damit befasst, die Instandhaltung der Objekte zu sichern und Audioguides oder Rastplätze nachzurüsten sowie Aktivitäten rund um die Routen wie zuletzt das Fläming-Farben-Fest zu organisieren.
Mehr Informationen im Internet: www.wandern-im-flaeming.de

„Bei dieser ersten Vorprüfung hat der Kunstwanderweg leider zwei Kriterien nicht erfüllt“, so Ratering. Ein Qualitätswanderweg darf nämlich nicht mehr als drei Prozent auf befahrenen Straßen verlaufen und nicht mehr als 20 Prozent auf Verbunddecken, wie etwa Asphalt. Bei Schmerwitz und Klein Glien konnte nach Verhandlungen mit Grundstückseigentümern der Weg von der Straße auf Wald- und Feldwege verlegt werden. Die Kriterien waren damit erfüllt.

„Indes war einige Überzeugungsarbeit notwendig, bei der Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark, die Gemeinde Wiesenburg/Mark und die Stadt Bad Belzig tatkräftig unterstützt haben“, erklärt Stefan Ratering, denn nicht jeder Waldeigentümer freue sich auf Anhieb über Wanderer in seinem Forst.

Nachdem die neue Wegführung ausgeschildert war, konnte der Weg zur Zertifizierung beim Wanderverband angemeldet werden und musste als letzte Stufe noch die Vor-Ort-Kontrolle von dessen Experten überstehen. Sowohl der Weg als solcher mit den Attraktionen am Rande, als auch die Ausschilderung und Markierung des Weges waren tadellos. Das ist gerade bei deren geübt kritischem Blick nicht selbstverständlich. „Hier hat sich die professionelle Ausschilderung durch den Landkreis Potsdam-Mittelmark bezahlt gemacht“, ist sich Stefan Ratering gewiss.

Von René Gaffron

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