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Schwielowsee Ausstellung „Geltow gestern und heute“ startet
Lokales Potsdam-Mittelmark Schwielowsee Ausstellung „Geltow gestern und heute“ startet
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02:20 27.05.2018
Die Vereinsvorsitzenden Lisa Stoof und Hartmut Wiegemann.
Die Vereinsvorsitzenden Lisa Stoof und Hartmut Wiegemann. Quelle: A. Knappe
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Geltow

Wie sah es damals in Geltow aus – und wie heute? Dieser Frage können Besucher in der Ausstellung „Geltow gestern und heute“, die ab diesem Sonntag im Geltower Heimathaus öffnet, nachgehen.

Anlässlich des 1025-jährigen Bestehens zeigt der Heimatverein bedeutende Entwicklungen und Ereignisse aus der Ortsgeschichte. „Wir fangen im Urschleim an – also mit der ersten urkundlichen Erwähnung“, berichtet Lisa Stoof (70), Vereinsvorsitzende des Heimatvereins. 993 wurde „Geliti“ in der Schenkungsurkunde von König Otto III. an seine Tante Mathilde, Äbtissin zu Quedlinburg, erstmalig erwähnt. „Wir mussten uns bei der Auswahl natürlich auch beschränken“, erklärt Hartmut Wiegemann (73), der sich den Vorsitz mit Lisa Stoof teilt. Präsentiert wird unter anderem Interessantes zur Handweberei Geltow mit den zum Teil dreihundert Jahre alten Webstühlen, der Carlsturm am Havelübergang, oder die Baumgartenbrück. Auch berühmte Persönlichkeiten wie der Freiherr von Meusebach, Ferdinand von Schill oder Theodor Fontane fehlen in der Ausstellung nicht.

Das meiste Material würde aus dem privaten Fundus der 17 Vereinsmitglieder stammen. „Man erinnert sich vor allem an die Zeit, die man erlebt hat,“ sagt Hartmut Wiegemann. So stand am Westhang des Schäfereiberges in Wildpark West noch bis 1970 eine Sprungschanze mit einem elf Meter hohen Anlaufturm. Insgesamt betrug der Höhenunterschied 45 Meter. Die Kreismeisterschaften sorgten damals in der Region für große Begeisterung. „Wir haben so viele Zugezogene – das weiß kaum mehr einer“, sagt Hartmut Wiegmann. Auch das Eiswerk in Geltow sei bei vielen Geltowern in Vergessenheit geraten. Mit Hilfe eines Eishobels wurde das Wasser auf der Havel geebnet, von der Eisdecke losgelöst und in Tafeln geteilt.

In Vitrinen können Besucher die alten Fotos betrachten und daneben sehen, wie es heute aussieht. Die Feuerwehr, die Meusebach-Grundschule, die Volkssolidarität – viele Geltower hätten Schautafeln zu der Ausstellung beigertragen. Auf einem Fernseher werden auch wieder Dias und Filmschleifen laufen.

Die Ausstellungseröffnung ist am 27. Mai um 11 Uhr im Heimathaus Geltow (Am Wasser 2). Sie läuft bis Oktober und ist jeweils sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Eintritt ist frei.

Von Anne Knappe