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Schwielowsee Initiative kritisiert Kahlschlag in der Ortsmitte
Lokales Potsdam-Mittelmark Schwielowsee Initiative kritisiert Kahlschlag in der Ortsmitte
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17:12 25.01.2019
An der Kreuzung Schweizer Straße/Schulweg in Wildpark-West liegen die Überreste der Robinien, Eichen und Kiefern. Quelle: Bürgerinitiative
Wildpark-West

Kahlschlag in der Ortsmitte: Auf zwei Grundstücken an der Schweizer Straße in Wildpark-West sind kürzlich insgesamt 91 Bäume gefällt worden. Das teilte die Bürgerinitiative Wildpark-West mit und sieht diese drastische Rodung als Rückschlag in ihren Bemühungen, die Bäume in der Waldsiedlung zu erhalten. „Die Bürger sind geschockt und fassungslos“, erklärte der Vorsitzende Frank Witte. Als Grund für den Kahlschlag sieht die Bürgerinitiative das Versagen von Behörden. Forstamt und Gemeindeverwaltung würden sich die Verantwortung gegenseitig zuschieben, lautet der Vorwurf. Schon Anfang Januar hätte die Bürgerinitiative die Gemeinde auf die drohende Rohdung für den Bau von Wohnhäusern auf den Grundstücken hingewiesen. Nach Ansicht der Initiative gilt auf dem Areal die Baumschutzsatzung der Kommune.

Dem widersprach Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) am Freitag auf MAZ-Nachfrage und erklärte, dass es sich um Wald handelt. Die Forstbehörde habe die betreffenden Grundstücke umgewandelt und zur Bebauung freigegeben. „Dieses Verfahren ermächtigt die Grundstückseigentümer alle Bäume auf ihren Grundstücken gegen eine Ausgleichszahlung oder vertraglich geregelte Ausgleichsmaßnahmen zu fällen“, erklärte die Bürgermeisterin. Die Baumschutzsatzung der Gemeinde gelte daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Sie werde dort erst wieder wirksam, wenn die Waldumwandlung abgeschlossen ist. „Das ist nach Fertigstellung der Bodenplatte der Fall, so die Aussage der Forstbehörde“, sagte Kerstin Hoppe.

Initiative: Bürger sollen sich nicht entmutigen lassen

Von einem „Desinteresse der Gemeindeverwaltung“, das die Initiative dem Rathaus ebenfalls vorwirft, könne keine Rede sein. „In diesem Fall hat die Gemeinde sogar an die Grundstückseigentümer appelliert, nicht alle Bäume fällen zu lassen“, so die Verwaltungschefin weiter. Auch die Gemeinde verfolge das Ziel, den Waldcharakter trotz Neubau von Häusern zu erhalten.

Die Bürgerinitiative ruft alle Bewohner von Wildpark-West auf, sich nicht entmutigen zu lassen und die Nachpflanzaktion zu unterstützen. Unter den 91 gefällten Bäumen waren 35 etwa 80 bis 100 Jahre alte Kiefern und Eichen sowie 56 überwiegend jüngere zehn- bis dreißigjährige Robinien und Eichen.

Von Luise Fröhlich

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