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Schwielowsee Die Jüngsten wollen mehr Freizeitangebote
Lokales Potsdam-Mittelmark Schwielowsee Die Jüngsten wollen mehr Freizeitangebote
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21:10 06.06.2018
Die Leiterin des Familienzentrums, Anna Töpfer, mit der Regionalkoordinatorin Katja Haferkorn und Jugendkoordinatorin Petra Borowski (v.l.). Quelle: Luise Fröhlich
Schwielowsee

Kletterwand, Café, Werkstatt oder Trampolinhalle: Wenn es nach den Kindern und Jugendlichen in der Gemeinde Schwielowsee ginge, könnte das Freizeitangebot abwechslungsreicher sein. Eine Umfrage des Teams der Gemeindesozialarbeit hat dennoch ergeben, dass sich die meisten in ihrem Wohnort wohlfühlen. Befragt wurden insgesamt 281 junge Schwielowseer im Alter von 6 bis 18 Jahren. Jugendkoordinatorin Petra Borowski und die Leiterin des Familienzentrums, Anna Töpfer, stellten die Ergebnisse am Montagabend den Mitgliedern des Sozialausschusses vor. In einer kurzen Diskussion im Anschluss ergaben sich erste Ideen für die Zukunft.

Gefragt wurden die jüngsten Einwohner der Gemeinde zum Beispiel nach ihren Aktivitäten nach der Schule. Die Sechs -bis Zehn-Jährigen (182 Teilnehmer) gehen den Umfrageergebnissen zufolge oft gleich nach Hause. Manchmal sind sie mit Freunden zusammen, fast genauso viele geben aber auch an, nach der Schule keine Zeit zu haben. „Wenige sind bei der Feuerwehr, im Sportverein oder im Schülercafé“, berichtete Anna Töpfer. 61 Kinder gehen regelmäßig ihren Hobbys innerhalb der Gemeinde nach. Bei den Elf- bis 18-Jährigen (99 Teilnehmer) ergab sich ein ähnliches Bild. Nach der Schule sind die meisten ebenfalls zu Hause. Rund die Hälfte gab an, manchmal in Potsdam unterwegs zu sein oder Zeit mit Freunden zu verbringen. Ebenfalls wenige sind Mitglied in einem Sportverein, bei der Feuerwehr oder gehen ihren Hobbys innerhalb oder außerhalb der Gemeinde nach.

Skateanlage und Parcours-Park stehen hoch im Kurs

Bei Sorgen und Problemen wenden sich die meisten an die Familie oder an Freunde. 53 Jugendliche wählten die Antwort „ganz ok hier“ in Bezug auf ihre Zufriedenheit mit ihrem Umfeld. In ihrer Freizeit bewegen sie sich vor allem auf der Skaterstrecke in Caputh, im Wald, auf den Sportplätzen, auf dem Krähenberg, bei Rewe, im Kino, am Gemünde oder beim neuen Fitnessstudio. Für die jüngeren ist die Skaterbahn ebenfalls wichtig, aber auch Freunde, die Großeltern, der Fußballplatz, das Wasser oder Spielplätze. 106 von ihnen bewerteten ihr Umfeld ebenfalls mit „ganz ok hier“. 50 finden sogar, dass es nicht besser sein könnte.

Viele von ihnen wünschen sich einen Ort, an dem sie sich mit Freunden treffen können, mehr Spielplätze, einen Jugendclub und einen Parcours-Park in Caputh, eine Trampolinhalle, einen Kletterpark oder eine Werkstatt für Kinder. Einen Parcours-Park wünschen sich auch die Jugendlichen, den Ferchern liegt etwas an einem eigenen Skaterpark und auch ein Basketballplatz oder Klettermöglichkeiten wären bei den Elf- bis 18-Jährigen gern gesehen. 44 Prozent wollen „einen Ort, wo mal keine Erwachsenen sind“ und 39 Prozent stimmten für eine Fläche draußen, die von Jugendlichen gestaltet werden kann. Mehr als 40 Prozent gaben an, bei der Gestaltung einer Skate-Anlage mitentscheiden zu wollen.

Nächster Schritt ist ein Partizipationstag

„Besonders gefragt sind Treffpunkte und Aktivitäten draußen“, resümierte Petra Borowski. Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) sagte, dass es schwierig sei, mehr Flächen zu finden. „Wir brauchen gar nicht so viel mehr Platz“, entgegnete Anna Töpfer. Passend wäre aus Sicht des Sozialarbeitsteams ein mobiler Jugendarbeiter, der die Kinder und Jugendlichen dort trifft, wo sie sich nach der Schule aufhalten und sie motiviert, Angebote anzunehmen; oder der Touren durch die Ortsteile zu verschiedenen Themen mit ihnen unternimmt.

Geplant ist nun zunächst ein Partizipationstag mit den jungen Schwielowseern, an dem gemeinsam Möglichkeiten ausgelotet werden können. Am Dienstag gab es zur Planung bereits ein Treffen mit einem Beteiligungsbüro. Tamara Fahry-Seelig (Bürgerbündnis) lobte zunächst die Umfrage und auch die erreichte Beteiligung. Sie schlug vor, die Präsidenten der Sportvereine anzusprechen. Dirk Hünerson (Bündnis 90/Die Grünen) zufolge könnte eine Erweiterung des Skaterparks in Caputh hilfreich sein.

Neun- bis Zwölfjährige am häufigsten vertreten

1620 Kinder zwischen sechs und 18 Jahren leben in der Gemeinde Schwielowsee (Stand September 2017).

Die Online-Umfrage „Deine Stimme! Deine Meinung!“ lief in Kooperation mit der Medienwerkstatt Potsdam und dem Dorfwerkstadt e.V. vom 19. Februar bis 11. März. Sieben der 281 Teilnehmer konnten sich über Preise freuen, die sie bei einer Veranstaltung bekamen.

Die meisten Teilnehmer waren zwischen neun und zwölf Jahren alt und männlich.

Caputher waren, was die Verteilung der Ortsteile angeht, am häufigsten vertreten.

Von Luise Fröhlich

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