Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Schwielowsee Hochbau im Blütenviertel beginnt im März 2019
Lokales Potsdam-Mittelmark Schwielowsee Hochbau im Blütenviertel beginnt im März 2019
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:11 24.10.2018
Seit Ende August steht das Bauschild am Rande des künftigen Blütenviertels in Caputh. Quelle: Luise Fröhlich
Caputh

Mit einem Jahr Verzug soll im März 2019 der Bau der ersten drei Gebäude des künftigen Blütenviertels beginnen. Hinter den Bauzäunen an der Caputher Mitte laufen derzeit die Vorbereitungen, teilte Carsten Hagenau auf MAZ-Nachfrage mit. Er begleitet mit seiner Firma „Projektkommunikation“ die Bauherren Lothar Hardt und Hans Wolfgang Pausch und koordiniert die Öffentlichkeitsarbeit. „In den nächsten Wochen werden die ersten Straßen und Wege des Viertels angelegt“, berichtete er weiter. Leitungen für Wasser und Abwasser sind größtenteils in der Erde, die für Strom, Wärme und Telefon folgen noch in diesem Jahr. Damit halten die Investoren das ein, was sie dem Ortsbeirat im März zugesagt hatten.

Wie geplant, startet die Hochbauphase mit den Wohn- und Geschäftshäusern. Sie befinden sich später links und rechts der Zufahrt zum Rewe-Markt, der bislang der einzig fertig gestellte Baustein der Caputher Mitte ist. Die Gebäude markieren künftig den Eingang des Blütenviertels, erklärte Carsten Hagenau. In die Gewerberäume sollen neben einer Apotheke unter anderem eine Bank, ein Café und ein Restaurant ziehen. Im Bauablauf stehen anschließend die Reihenhäuser westlich vom Supermarkt auf dem Plan. Bis Jahresende wollen die Investoren die Bauanträge für die ersten sieben Häuser einreichen. Voraussichtlich könnten sie dann ab Frühjahr zum Kauf angeboten werden.

Eigener Energieversorger gegründet

Bevor das Energienetz in der Erde verlegt werden konnte, musste das Versorgungskonzept zu Ende geplant werden. „Das Blütenviertel wird sich im Wesentlichen aus eigener Kraft mit Strom und Wärme versorgen können“, erklärte Carsten Hagenau. Im Kern kommen dabei ein Nahwärmenetz, betrieben mit niedrigen Temperaturen, Erdwärmepumpen und Solarfelder zum Einsatz. Das Zusammenspiel der Komponenten wird über eine digitale Steuerung geregelt. Sie reagiert flexibel auf Wetterbedingungen und sensibel auf den individuellen Bedarf im Haushalt.

Mit diesem Konzept, das in den vergangenen zwei Jahren entwickelt wurde, komme das Blütenviertel hinsichtlich der Energieversorgung überwiegend ohne CO2 aus. Die Bauherren mussten für das Vorhaben gemeinsam mit Experten einen eigenen Energieversorger gründen, da es die bestehenden Betriebe am Markt nicht umsetzen konnten, so Carsten Hagenau.

Probleme mit Altlasten auf dem Gelände

Für die Bewohner der neuen Siedlung bedeute es vor allem weniger Kosten im Vergleich zur herkömmlichen Energieversorgung. Im Jahr 2020 folgen laut Bauablauf die altersgerechten Wohnungen, 2021 die Mietwohnungen am Park und 2022 die Bebauung der Reservefläche am Asternweg.

Mit dem Hochbau wird das Blütenviertel nach langer Zeit endlich sichtbar. Wie berichtet, hatte es Probleme mit dem zuletzt landwirtschaftlich genutzten Bauuntergrund gegeben. Nach Angaben von Lothar Hardt war das Gelände zwischen Caputher See und Friedrich-Ebert-Straße bis Frühjahr 2017 gesperrt, weil Altlasten größeren Ausmaßes gefunden wurden. Das wiederum zog lange Diskussionen mit der Umweltbehörde nach sich. Der kontaminierte Boden musste letztlich abgetragen und entsorgt werden. Ursprünglich sollte der Hochbau im März 2018 beginnen.

Seit vier Jahren warten die Caputher auf die etwa hundert Wohnungen für Familien, Singles und Senioren. 50 bis 55 Millionen Euro sollen mit Stand August 2017 in das Blütenviertel fließen. Zu diesem Zeitpunkt hatte Lothar Hardt seinen Projektpartner Hans Wolfgang Pausch öffentlich vorgestellt. Beide gründeten die Firma „Caputh Mitte Blütenviertel“ (CMB).

70 Wohnungen und zwölf Gewerbeflächen

Im ersten Bauabschnitt der Miet- und Ferienwohnungen sowie Gewerbeeinheiten im Bereich des „Blütenviertels am Schloss“ entstehen 70 Wohn- und zwölf Gewerbeeinheiten. Im Reihenhaus-Bereich sind insgesamt 27 Wohneinheiten geplant, die zum Kauf angeboten werden.

Für die Reservefläche wurde im Capther Ortsbeirat ein Kindergarten vorgeschlagen. Davon waren die Investoren nicht abgeneigt.

Von Luise Fröhlich

Unter dem Titel „Fontane am Schwielow“ haben die Stadt Werder, die Gemeinde Schwielowsee, der Landkreis und Vereine ein buntes Programm für das Themenjahr 2019 zusammengestellt. Es erinnert an den 200.Geburtstag des Schriftstellers.

23.10.2018

Als Patenschiff kam das blau gestrichene Hausboot einst an das Geltower Ufer des Schwielowsees. Heute nutzt es die Evangelische Jugendhilfe wieder vorrangig für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die auf dem Franzensberg leben.

17.10.2018

Ab Montag ist der Parkplatz an der Baumgartenbrücke voll gesperrt. Grund ist der lange geplante Ausbau zu einem Park&Ride-Platz, der nun beginnen soll.

17.10.2018