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Schwielowsee Dafür stehen die Direktkandidaten in „Potsdam MittelmarkIII/Potsdam III“
Lokales Potsdam-Mittelmark Schwielowsee Dafür stehen die Direktkandidaten in „Potsdam MittelmarkIII/Potsdam III“
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15:23 20.08.2019
Das Bornstedter Feld ist Teil des Wahlkreises 19. Quelle: Friedrich Bungert
Potsdam

Acht Direktkandidaten treten bei der Landtagswahl im Wahlkreis 22 „Potsdam MittelmarkIII/Potsdam III“ an. Sie kämpfen um die Wählerstimmen in Bornim, Bornstedt/Nedlitz, Sacrow, Eiche, Grube, Golm, Uetz-Paaren, Marquardt, Satzkorn, Fahrland, Groß Glienicke sowie in der Stadt Werder und der Gemeinde Schwielowsee. Wofür sie stehen? Die MAZ hat nachgefragt.

>>> Analyse: Wer gewinnt den Wahlkreis?

Uwe Adler (SPD)

Uwe Adler, geboren im Juni 1974, Verwaltungswirt Quelle: privat

Wenn Sie es in den Landtag schaffen, was wollen Sie am Ende Ihrer Amtszeit für Ihren Wahlkreis erreicht haben?

Die Themen aller Menschen in meinem Wahlkreis gehören angesprochen und angepackt. Ich werde eine starke Stimme im Landtag sein und verloren gegangenes Vertrauen wieder herstellen. Meine politische Philosophie: Die Ärmel hochkrempeln, mit dem Gesicht zu den Menschen. Politik braucht Visionen! Ich werde eine Straßenbahnverbindung zwischen Werder und Potsdam prüfen lassen – kurz getaktet, kostengünstig und staufrei!

Was wären als Landtagsabgeordneter Ihre drei politischen Prioritäten?

Erstens: Entlastung von Straßen und Umwelt durch moderne Mobilität – pünktlich, barrierefrei, schadstoffarm und kostengünstig. Zweitens: Ein sicheres Zuhause für alle Menschen – gut ausgestattete, bürgernahe und in der Fläche des Landes präsente Polizei. Drittens: Beitragsfreie Bildung von Kita bis Hochschule und Steigerung der Sportförderung – Kitas und Grundschulen in Wohnortnähe, sichere Schulwege und Wertschätzung für das Ehrenamt.

Warum sollte der Wähler gezielt Ihnen seine Stimme geben?

Für mich ist Politik Dienstleistung am Menschen. Ich will die Menschen erreichen, wo sie leben, wo Probleme unmittelbar auftreten. Deshalb mache ich seit mehreren Wochen meine Wahlkreistour. Ich stelle mich den Menschen vor und Erwartungen und Anregungen nehme ich auf meinem Weg mit. Meine Qualifikation für das Mandat ist die Nähe zu den Menschen! Dort gehöre ich und dort gehört Politik hin.

Saskia Ludwig (CDU)

Saskia Ludwig, 51, Diplomkauffrau Quelle: privat

Wenn Sie es in den Landtag schaffen, was wollen Sie am Ende Ihrer Amtszeit für Ihren Wahlkreis erreicht haben?

Eine Internationale Schule, neue Mobilitätslösungen und eine offenere Diskussionskultur.

Was wären als Landtagsabgeordneter Ihre drei politischen Prioritäten?

Jedes Bürgeranliegen hat für mich erste Priorität.

Warum sollte der Wähler gezielt Ihnen seine Stimme geben?

Damit den Worten auch Taten folgen.

Tina Lange (Linke)

Tina Lange, 31, Lehrerin Quelle: Tina Lange

Wenn Sie es in den Landtag schaffen, was wollen Sie am Ende Ihrer Amtszeit für Ihren Wahlkreis erreicht haben?

Mir liegt am Herzen, dass Menschen in Stadt und Land gut und nachhaltig im Einklang mit der Natur leben können und auch ohne Auto mobil sind. Deshalb engagiere ich mich für die Stärkung von Bus, Bahn und Radwegen. Außerdem möchte ich überall möglichst kurze Wege - zur Schule, zur Kita, zum Einkaufen, zum Verein o.ä. Ich kann sehr hartnäckig sein und habe damit vor Ort schon viel erreicht, etwa die Aufstockung von Kita- und Schulplätzen in Fahrland.

Was wären als Landtagsabgeordneter Ihre drei politischen Prioritäten?

Zuallererst ist mir eine umweltfreundliche und leistungsfähige Verkehrsgestaltung mit einem gut vernetzten ÖPNV, dem kostenlosen Schüler*innenticket und sicheren Radwegen wichtig. 2. setze ich mich für eine personelle und finanzielle Stärkung sowie den Ausbau der Gemeinschaftsschule ein, damit alle Kinder gute Entwicklungschancen und individuelle Förderung bekommen. 3. braucht es dafür handlungsfähige, vom Land ausreichend finanzierte Kommunen.

Warum sollte der Wähler gezielt Ihnen seine Stimme geben?

Weil auf mich Verlass ist. Meine Maxime ist: „Nicht nur meckern, sondern anpacken.“ Als junge Mutter zweier Kinder kümmere ich mich und interessiere mich ehrlich für die Menschen um mich herum, bin aufmerksam für ihre Sorgen und ihre Träume. Mit meiner Energie und guten Vernetzung verändere ich gern gemeinsam Dinge – immer mit dem Ziel die Welt in unserem Umfeld etwas gerechter, friedlicher, nachhaltiger und sozialer zu machen.

Marlon Deter (AfD)

Marlon Deter, 46, Bankangestellter Quelle: privat

Wenn Sie es in den Landtag schaffen, was wollen Sie am Ende Ihrer Amtszeit für Ihren Wahlkreis erreicht haben?

Es gibt in meinem Wahlkreis einen großen Bedarf an Entwicklung der Infrastruktur. Wir brauchen Kitas, Schulen, moderne Verkehrslösungen usw. Die Menschen erwarten, das ihre Probleme gelöst und sie ernst genommen werden. Dafür trete ich an. Ich möchte erreichen, dass die Menschen am Ende meiner Amtszeit Folgendes sagen können: Marlon Deter hat das Richtige für uns getan, war für uns da und hätte es verdient, seine Arbeit fortzusetzen.

Was wären als Landtagsabgeordneter Ihre drei politischen Prioritäten?

Neben der Infrastrukturpolitik halte ich innere Sicherheit/ Identität für besonders wichtig. Die Polizei muss gestärkt werden und die Politik muss auch hinter ihr stehen. Unsere Menschen müssen sich hier wohl und sicher fühlen. Das unter rot-rot heruntergekommene Bildungswesen muss verbessert werden. Brandenburg braucht eine bessere Kinder- und Familienpolitik. Wir haben ein Programm mit konkreten Lösungen und Verbesserungen für Brandenburg.

Warum sollte der Wähler gezielt Ihnen seine Stimme geben?

Weil ich als AfD-Politiker die Positionen vertrete, die von anderen Parteien aufgegeben wurden. Die Menschen fühlen sich von den Altparteien nicht mehr vertreten und wollen eine neue Politik. Ich stehe dafür ein, dass Gesetze eingehalten werden, das Eigentum der Bürger geschützt und die Familie als Grundpfeiler unserer Gesellschaft gefördert wird. Ich fordere eine offene Meinungs- und Streitkultur und bringe frischen Wind in den Landtag.

Robert Funke (Grüne)

Robert Funke (Grüne), 19, Student Quelle: privat

Wenn Sie es in den Landtag schaffen, was wollen Sie am Ende Ihrer Amtszeit für Ihren Wahlkreis erreicht haben?

Mein Ziel ist es, ökologische Landwirtschaft sowie den Nah- und Radverkehr in schnellen und großen Schritten zu stärken. Potsdam und Werder sollen mit einem Radschnellweg enger zusammenwachsen, der zu 90 % vom Land finanziert wird. Der Obstanbau in der Region soll auf Pestizide verzichten, um die Artenvielfalt zu bewahren. Bäuerinnen und Bauern, die auf bio umstellen wollen, sollen daher mit einer höheren Prämie unterstützt werden.

Was wären als Landtagsabgeordneter Ihre drei politischen Prioritäten?

Mir gefällt der Dreiklang meiner Partei: „ökologisch – sozial – weltoffen“. Das heißt: Raus aus der Braunkohle – Brandenburg darf nicht länger die höchsten Pro-Kopf-Emissionen haben. Jedes 5te Kind im Land lebt arm oder ist von Armut bedroht – daher soll eine „Bildungskarte gegen Kinderarmut“ kostenlosen Zugang zu Bildung und Freizeitaktivitäten bieten. Und schließlich möchte ich, dass Brandenburg Geflüchtete aus Seenotrettung aufnimmt.

Warum sollte der Wähler gezielt Ihnen seine Stimme geben?

Am 1. September entscheidet sich, ob wir das Land jenen überlassen, deren Politik auf Hass und Ausgrenzung basiert. Und dann gibt es noch diejenigen, die der AfD nach dem Mund reden, obwohl sie in einer christlichen Partei sind. Ich hingegen stehe für eine offene und tolerante Gesellschaft, in der es völlig normal ist, wenn sich zwei Frauen am Bahnhof Werder küssen oder der Azubi bei der Tischlerei in Fahrland einen syrischen Pass hat.

Roland Büchner (BVB/Freie Wähler)

Roland, Büchner, 58, Feuerwehrmann Quelle: privat

Wenn Sie es in den Landtag schaffen, was wollen Sie am Ende Ihrer Amtszeit für Ihren Wahlkreis erreicht haben?

Mein Wahlkreis umfasst Schwielowsee, Werder und Teile von Potsdam. Wenn ich für jeweils ein Projekt sprechen könnte, würde ich für Schwielowsee Verbesserungen im ÖPNV und Bahnverkehr erreicht haben. In Werder den Bahntunnel zu den Havelauen fertig haben und im Potsdamer Norden ein vernünftiges Verkehrskonzept umgesetzt haben. Die Digitalisierung in den Schulen erheblich verbessert und in Neu -und Umbau von Schulen investiert haben.

Was wären als Landtagsabgeordneter Ihre drei politischen Prioritäten?

Meine erste Priorität: die kostenlose Kita. Meine zweite Priorität sind neue Verhandlungen mit Berlin, um den ländlichen Raum nicht zu vernachlässigen und nur eine Region mit Milliarden zu versorgen, um ein Alibi für den schnellen Kohleausstieg zu haben. Meine dritte Priorität: Das Ehrenamt muss gestärkt und mehr Mitspracherecht in der politischen Diskussion gefördert werden. Vereine, Feuerwehr und Hilfsorganisationen dürfen nicht zu kurz kommen.

Warum sollte der Wähler gezielt Ihnen seine Stimme geben?

Meine Kandidatur verstehe ich als Alternative zu den Parteien, die zur Wahl stehen. Die Freien Wähler haben mit der Abschaffung der Straßenausbaubeiträge bewiesen, dass sie etwas bewirken können. Ich erhebe nicht den Anspruch, alles im Land zu verändern. Ich will die lokalen Probleme in den Landtag bringen. Dort fehlt die Stimme der Bürger . Mehr Mitbestimmung ist das Gebot der Stunde, um einer Zunahme von Politikverdrossenheit entgegenzuwirken.

Kay Martin (FDP)

Kay Martin, 24, Student. Quelle: Kathleen Friedrich

Wenn Sie es in den Landtag schaffen, was wollen Sie am Ende Ihrer Amtszeit für Ihren Wahlkreis erreicht haben?

Ich werde mich im Landtag dafür einsetzen, dass die Infrastruktur mit dem Wachstum unserer Region mithält und die Attraktivität des ÖPNVs verbessert wird. WLAN in unseren Zügen ist längst überfällig. Bauen und Wohnen muss bezahlbar bleiben z.B. durch die Senkung der Grunderwerbsteuer oder die Lockerung von Bauvorschriften. Ich werde für digitale Schulen und die Beibehaltung des mehrgliedrigen Schulsystems kämpfen.

Was wären als Landtagsabgeordneter Ihre drei politischen Prioritäten?

Zu den obersten Prioritäten gehört eine Bildungspolitik, die tatsächlich fördert und nicht ständig verhindert. Sowohl Mittelstand als auch Handwerk brauchen wieder einen zuverlässigen Partner, der sie stärkt und von Bürokratie befreit. Eine dritte Priorität liegt darin, dass Themen aktiv, zukunftsorientiert und nachhaltig angegangen werden, anstatt Probleme nur zu verwalten. Stichworte sind hier Umwelt, Infrastruktur und sozialer Zusammenhalt.

Warum sollte der Wähler gezielt Ihnen seine Stimme geben?

Im Parlament fehlt ein frischer Wind. Ich bin ein junger Kandidat, was mich bereits von anderen abhebt, der allerdings schon mitten im Leben steht. Es reicht heute nicht mehr aus, Probleme nur mit Geld zu lösen. Neue Ideen wie ein duales Lehramtsstudium gegen den Lehrermangel, eine Politik, die die Zukunft aktiv gestaltet und auch die Bewahrung unserer Freiheiten sind jetzt gefragt. Ich biete beides: ein neues Gesicht und neue Ideen.

Edmund Müller (Einzelbewerber)

Edmund Müller, 49, Diplom-Ingenieur Maschinenbau . Quelle: privat

Wenn Sie es in den Landtag schaffen, was wollen Sie am Ende Ihrer Amtszeit für Ihren Wahlkreis erreicht haben?

Einen bleibenden Eindruck wirklich direkter Demokratie ohne Parteibrille sowohl bei den Bürgern als auch den Parteien hinterlassen, die Politikverdrossenheit abgebaut, die politische Beteiligung vermehrt, und den Parteien ein Feedback gegeben zu haben, wie ihre Ideen zwischen den Wahlen ankamen.

Was wären als Landtagsabgeordneter Ihre drei politischen Prioritäten?

Diese wären vor allem direkte Demokratie durch Ermittlung des Willens der 70 000 Wahlberechtigten, wie ich im Landtag abstimmen soll. Spezieller sind dann meine Themen, um die Justiz demokratischer, bürgernäher und weniger abgehoben zu machen, sowie Gerechtigkeitslücken im Scheidungsrecht anzugehen.

Warum sollte der Wähler gezielt Ihnen seine Stimme geben?

Gewinnt ein Parteikandidat, haben alle, die nicht für ihn und damit seine Partei gestimmt haben, die Direktwahl verloren. Gewinne ich diese Wahl, hat niemand verloren und alle gewonnen. Jeder kann versuchen, seine Meinung über mich einzubringen.

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Von MAZonline

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