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Schwielowsee Jetzt testen Gymnasiasten den Berufsparcours „Job Navi PM“
Lokales Potsdam-Mittelmark Schwielowsee Jetzt testen Gymnasiasten den Berufsparcours „Job Navi PM“
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16:45 25.06.2018
Schüler testen die Virtual-Reality-Brillen am Stand der Deutschen Bahn in der Geltower Mehrzweckhalle. Quelle: Luise Fröhlich
Geltow

Jetzt dürfen ihn auch Mittelmarks Gymnasiasten testen: Am Montag hat der Probelauf des Parcours zur Berufs- und Studienorientierung „Job Navi PM“ in der Mehrzweckhalle Geltow begonnen. Drei Tage lang probieren sich die 9. Klassen von vier Gymnasien im Landkreis aus und liefern den Entwicklern des Rundkurses vom Technologie- und Gründerzentrum Potsdam-Mittelmark wichtiges Feedback für das kommende Jahr. Dann soll der Parcours allen Gymnasien im Landkreis offen stehen. Den Anfang haben am Montag die Schüler des Vicco-von-Bülow-Gymnasiums in Stahnsdorf gemacht. In den nächsten Tagen sind Jugendliche aus Beelitz, Treuenbrietzen und Kleinmachnow zu Gast.

An sieben Stationen entdecken die Jugendlichen die in der Region vertretenden Branchen, vertreten durch Unternehmen oder Institutionen, angefangen bei Tourismus über Elektronik und Medien bis hin zu Gesundheit und Soziales sowie Landwirtschaft. Bislang gab es das Angebot nur für Gesamt- und Oberschüler, die den Parcours schon seit zwei Jahren kennen. Thomas Drescher, Staatssekretär im Bildungsministerium, gab im vorigen Jahr den Anstoß, das Angebot für alle Schüler zu öffnen. „In Gesprächen mit Elft- oder Zwölftklässlern erlebe ich immer noch, dass sie oft nicht wissen, was sie später mal machen wollen und was auf sie zukommt. Das muss sich ändern. Wir wollen den Jugendlichen aber auch zeigen, dass wir sie hier in Brandenburg und im Landkreis halten wollen“, sagte er.

Deutsche Bahn bringt VR-Brillen mit

25 Unternehmen stellen den Schülern in Geltow das Berufsfeld und den Alltag vor. Wer studieren will, erfährt von der TH Brandenburg oder SRH Hochschule Berlin, welche Studiengänge es gibt. Auf reinen Frontalunterricht wird verzichtet. Bei der Deutschen Bahn etwa konnten sich die Jugendlichen durch eine Virtual-Reality-Brille drei verschiedene Arbeitsorte ansehen. In kleinen Erklärvideos werkeln sie zum Beispiel am Stellwerk oder stehen in schwindelerregender Höhe auf einem Baustellenkran. „Für die Schüler ist das natürlich anschaulicher. Für uns ist es sonst manchmal schwierig zu erklären, was die Mitarbeiter in dem Berufsfeld genau machen“, erklärte Josefine Loewe von der Deutschen Bahn. Der Schulabschluss sei bei den Neuntklässlern zwar noch etwas hin, dennoch seien die Schüler sehr interessiert gewesen.

Rasant ging es bei der Barmer zu. Vertriebsbeauftragter Nico Huber und sein Team haben sich extra für den Probelauf von „Job Navi PM“ ein Quiz-Taxi ausgedacht, angelehnt an die von 2006 bis 2008 ausgestrahlte Sendung bei „Kabel 1.“ Nico Huber fuhr je zwei Schüler auf dem Rücksitz für fünf Minuten durch Geltow und stellte ihnen dabei Fragen zur Ausbildung bei der Barma, etwa wie viele Stunden ein Mitarbeiter in der Woche leisten muss oder wie viel ein Azubi im ersten Lehrjahr verdient. „Das kommt gut an bei den Schülern und für uns zählt, dass sie sich fürs Erste zumindest unseren Namen gemerkt haben“, so Nico Huber.

Lehrer tauschen sich aus

Finanziert wird „Job Navi PM“ vom Landkreis Potsdam-Mittelmark. Wie viel dafür jährlich ausgegeben wird, konnte Landrat Wolfgang Blasig (SPD) auf Nachfrage der MAZ nicht sagen. Er stellte lediglich klar, dass sich das Budget aus verschiedenen Töpfen zusammensetzt. „Der Parcours hat sich zu einer Marke entwickelt. Die Jugendlichen sind unsere Zukunft, sie sind Goldstaub und wir müssen uns um jeden einzelnen kümmern“, sagte Wolfgang Blasig.

„Job Navi PM“ ist nur ein Baustein der Berufs- und Studienorientierung im Land Brandenburg. Die Lehrer haben während die Schüler in die Arbeitswelt schnuppern die Möglichkeit sich auszutauschen, zum Beispiel darüber, wie sie künftig mit dem „Berufswahlpass“, einem anderen Baustein, digital arbeiten können.

Von Luise Fröhlich

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