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Schwielowsee Nachpflanzung: Verwaltung trifft auf Widerstand
Lokales Potsdam-Mittelmark Schwielowsee Nachpflanzung: Verwaltung trifft auf Widerstand
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00:33 13.05.2018
Lücken: In der Waldsiedlung in Wildpark-West ist in den zurückliegenden Jahren viel abgeholzt worden. Quelle: Luise Fröhlich
Wildpark-West

In dieser Woche hat die Gemeindeverwaltung mit der Nachpflanzung von 15 Bäumen in Wildpark-West begonnen, wie Bauamtsleiterin Kerstin Murin am Mittwochabend mitteilte. Dabei seien ihre Mitarbeiterin und die beauftragte Firma teilweise von Grundstückseigentümern beschimpft und attackiert worden. „Es gab Leute die gesagt haben, dass gerne Bäume gepflanzt werden können, aber nicht vor ihrem Grundstück. Es war eine Katastrophe“, so Kerstin Murin. Bei der Sitzung der Gemeindevertreter bat sie die Bürgerinitiative „Waldsiedlung Wildpark-West“, die sich für den Erhalt der Bäume und Nachpflanzungen einsetzt (MAZ berichtete), um Unterstützung.

Die Verwaltung habe die betreffenden Eigentümer informiert und sei trotzdem auf Widerstand gestoßen, sagte Kerstin Murin. Die Standorte seien sogar im Vorfeld mit der Bürgerinitiative abgestimmt worden. Carsten Sicora von der Bürgerinitiative behauptete das Gegenteil: Die Bürger seien weder informiert worden, noch gab es eine Abstimmung.

Verwaltung weist die Vorwürfe weiter zurück

Indes beschloss der Gemeinderat mehrheitlich mit zwei Nein-Stimmen einen fraktionsübergreifenden Antrag über Ersatzpflanzungen im ganzen Gemeindegebiet und die Aufklärung von Verstößen gegen die Gesetze oder die Baumschutzsatzung. „Die Baumschutzsatzung regelt genau das seit Jahren“, sagte Horst Bothe (CDU/FDP/UBS). Winnie Berlin (Grüne) stellte klar, dass dieser Beschluss als Erinnerung an die Pflicht der Gemeinde zu verstehen ist.

Die Bürgerinitiative hatte der Verwaltung vorgeworfen, die Baumschutzsatzung nicht konsequent zu verfolgen. Dadurch seien große Teile der Waldsiedlung zerstört worden. Die Initiative schickte der Verwaltung einen Katalog mit 17 Fragen. In den Antworten ist erneut zu lesen, dass sich die Verwaltung gegen die Vorwürfe wehrt. Die erteilten Baumfällgenehmigungen beispielsweise seien nicht fehlerhaft. Der Nabu Brandenburg hatte bei einer Akteneinsicht Lücken in den Protokollen festgestellt.

Von Luise Fröhlich

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