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Schwielowsee Heimathaus rückt Sportverein in den Fokus
Lokales Potsdam-Mittelmark Schwielowsee Heimathaus rückt Sportverein in den Fokus
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13:08 19.04.2019
Heidi Schner vom Heimatverein und der Sportvereinschef Ronny Ufer in der neuen Ausstellung im Heimathaus. Quelle: Luise Fröhlich
Caputh

Der Fußball kam in Caputh schwer ins Rollen. Turnen, Kunstradfahren oder Radball bestimmten zunächst das Treiben im Sportverein nach seiner Gründung vor 138 Jahren. Erst 1966 bildete sich die Sektion Fußball, weitere zwölf Jahre vergingen, bis der erste Fußballplatz an der Michendorfer Chaussee eingeweiht wurde. Inzwischen ist der Fußball im Caputher Sportverein mit etwa 230 Mitgliedern die stärkste Kraft. Vom Turnen und Kunstradfahren blieben indes nur Pokale und Erinnerungen. Sie sind Teil der Ausstellung im Heimathaus zum Sportverein Caputh, die am Ostersamstag eröffnet wird. „Der Sportverein ist der größte in unserem Ort und wir wollen die Leistung der Menschen würdigen, die Zeichen gesetzt haben“, sagt der Vorsitzende des Heimatvereins, Klaus Holtzheimer.

Die neue Ausstellung zum Sportverein wird am Ostersamstag eröffnet. Quelle: Luise Fröhlich

138 Jahre und alle Sektionen abzubilden, die es seither im Sportverein gegeben hatte, ist ein schweres Unterfangen. „Der Caputher Sport selbst ist noch viel mehr, wenn man beispielsweise den Wasserskiclub oder die Angler dazu nimmt“, erklärt der Sportvereinschef Ronny Ufer (56). Gemeinsam mit vier langjährigen Mitgliedern, unter anderem dem Ex-Vorsitzenden Manfred Winski, hat er wichtige Eckpunkte zu einem Streifzug durch die Geschichte zusammengetragen.

Das Rätsel um die Jahreszahl 1884

Zu den ausgestellten Schätzen des Vereins zählt ein Reigenrad zum Kunstfahren von der Firma Brennerbor, gebaut im Jahr 1929. Auch die Gründungsfahne, die den Ursprung im Männer-Turn-Verein zeigt, ist im Heimathaus zu sehen. „Wir haben lange gerätselt, warum die Jahreszahl 1884 auf der Fahne steht. Der Verein wurde Ostern 1881 gegründet. Hatte man sich geirrt oder es falsch geschrieben? Inzwischen wissen wir, dass 1884 die Fahnenweihe stattgefunden hatte“, erzählt Ronny Ufer. Pokale, Medaillen, Urkunden, Fotos und Unikate wie eine handgeschriebene Chronik werden ergänzt durch große Infotafeln im Hof und im Heimathaus, die einzelne Abteilungen näher beleuchten.

Wer will, kann einen Blick in die Chronik des Seglervereins von 1927 werfen. Quelle: Luise Fröhlich

Derzeit bietet der Verein zehn Sportarten an, zuletzt kam vor zwei Jahren das Schwimmen dazu. Die Geschichte mancher Sektionen blieb kurz, etwa beim Radpolo, Gewichtheben, Schach, Rugby oder Skisport. Letzteres setzte der Verein zusammen mit Geltow um, wo 1959 die Skisprungschanze im Wildpark eingeweiht wurde. In Caputh nutzte man für Wintersport den Krähenberg. Eine Sportart, die hingegen eine sehr lange Historie aufweist, ist der Radball. Verkörpert wird sie unter anderem durch Rolf Pockrandt und Wolfgang Thurley, die seit 60 Jahren zusammen in einem Team spielen – der Verein versucht sogar, die beiden ins Guinness-Buch der Rekorde eintragen zu lassen, was aber mit viel Bürokratie verbunden ist.

In den letzten Jahren enorm gewachsen

Neben den Radballern haben auch die Segler und Kegler eine lange Tradition in Caputh. Seit 50 Jahren existiert die Leichtathletik-Abteilung, die einige andere Sportvereine inzwischen nicht mehr haben, wie Ronny Ufer berichtet. Die Tischtennis-Gruppe besteht ebenfalls schon seit 70 Jahren.

Insgesamt zählt der Verein etwa 600 Mitglieder und ist in zehn Jahren um ein Drittel gewachsen. „Das ist schon enorm. In den nächsten Jahren werden wir uns stärker den Senioren zuwenden und sehen, welche Sportarten wir ihnen anbieten können", sagt Ronny Ufer. Ältestes Vereinsmitglied ist Hilde Ebel (89), die noch immer Gymnastik macht.

Info: Eröffnet wird die Ausstellung am Samstag, 20. April, um 15 Uhr und ist bis zum 16. Juni im Heimathaus, Krughof 28, immer am Wochenende zu sehen.

Von Luise Fröhlich

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