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Schwielowsee Petition zur Flottstelle gestartet
Lokales Potsdam-Mittelmark Schwielowsee Petition zur Flottstelle gestartet
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14:44 13.08.2018
Die Petition zielt auf eine sichere Zukunft der Flottstelle ab. Quelle: Luise Fröhlich
Caputh

Mit einer Petition wollen Bewohner der Flottstelle in Caputh auf Probleme in ihrer Siedlung aufmerksam machen. Die Flottstelle gebe derzeit ein „jämmerliches und verkommenes äußeres Bild“ ab, weil die Verwaltungsbehörden den ehemaligen Ortsteil der Gemeinde Caputh vernachlässigen, heißt es in dem Brief, der an die Gemeinde- und Kreisverwaltung sowie an den Ministerpräsidenten und den Nabu ging. Die Petition hat bereits 51 Unterstützer. Der 1. Vorsitzende des neu gegründeten Vereins „Pro Flottstelle Schwielowsee“, Norbert Wilczek, kündigte an, im ganzen Gemeindegebiet weiter Unterschriften sammeln zu wollen. Konkret geht es den Initiatoren um Verbesserungen in sechs Punkten. Sie fordern zuerst, dass die Flottstelle Caputh wieder ein verwaltungsrechtlich selbstständiger Ortsteil mit eigenem politischem Gremium wird. Zweitens wollen sie sichere planungsrechtliche Grundlagen und die Ausweisung von Wohn- und Gewerbeflächen. Weil die Grundlagen aktuell fehlen, würden die Verwaltungen willkürlich entscheiden, lautet der Vorwurf.

Tempo 30 auf der Kreisstraße

Zuletzt hatte es immer wieder Streit um Baurecht gegeben. Jetzt soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden. „Ich bin nach wie vor optimistisch, dass wir auf konstruktiver Basis ein B-Plan-Verfahren hinbekommen. Dazu müssen aber beide Seiten ihre Bedingungen erfüllen“, sagte Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) der MAZ. Weiterhin fordern sie eine funktionsfähige Infrastruktur in der Flottstelle und eine sichere Anbindung zur Kreisstraße zwischen Caputh und Ferch. Sie schlagen eine Temporeduzierung auf 30 Stundenkilometer und einen Fußgängerüberweg vor.

Außerdem geht es ihnen um die Beseitigung der Mülldeponien an der Roten Brücke und dem Rohrweg. Dort sollen vor der Wende giftige Abfälle entsorgt worden sein, die noch heute das Trinkwasser aus den Brunnen verschmutzen könnten. Diese Vermutung weist Kerstin Hoppe zurück: „Die Mülldeponien sind gesichert, gelistet und abgedeckt und natürlich werden sie auch regelmäßig kontrolliert.“ Zuletzt will sich der Verein gegen massive Abholzung im angrenzenden Landschaftsschutzgebiet wehren.

Die Flottstelle besteht aus Einfamilienhäusern, in denen 30 Familien leben, und rund 60 Wochenendhäusern, die teilweise auch dauerhaft bewohnt sind. Auf dem Campingplatz sind circa 40 Menschen teils ganzjährig ansässig.

Von Luise Fröhlich

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