Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Schwielowsee So will Schwielowsee ein Raumproblem lösen
Lokales Potsdam-Mittelmark Schwielowsee So will Schwielowsee ein Raumproblem lösen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
07:14 11.02.2020
Die Grundschule „Albert Einstein“ in Caputh platzt aus allen Nähten. Nun liegt ein Konzept zur Erweiterung der Kapazitäten vor. Quelle: Varvara Smirnova
Anzeige
Caputh

Die Enge für die Schüler soll ein Ende haben. Ein Anbau an das Mehrzweckgebäude auf dem Hof der GrundschuleAlbert Einstein“ in Caputh soll deren Raumproblem in den nächsten zwei bis drei Jahren lösen. Dazu hat die Gemeindeverwaltung mit den Fraktionen der Gemeindevertretung und der Schul- beziehungsweise der Elternkonferenz eine Variante erarbeitet, die Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) am Montag im Kultur- und Sozialausschuss vorstellte.

Gemeinde sucht seit Jahren eine Lösung

Die Grundschule mit integrierter Kindertagesbetreuung stößt schon lange an die Grenzen ihrer Kapazität. Vor allem die Nachmittagsangebote sind sehr stark nachgefragt. Seit Jahren arbeitet Schwielowsee an einer Entschärfung der Situation. Ein Architekturbüro hatte im Auftrag der Gemeinde im Sommer des vergangenen Jahres eine Machbarkeitsstudie mit mehreren Alternativen vorgelegt. Doch die bislang erarbeiteten Lösungen erwiesen sich letztendlich als zu langfristig und zu teuer. So war beispielsweise ein komplett neuer Campus an der Michendorfer Chaussee vorgeschlagen worden. Auch um den Schulstandort Caputh zu halten, hätten Gemeindeverwaltung und -vertretung gemeinsam nach einer kurzfristigen, aber nachhaltigen Lösung gesucht, sagt die Bürgermeisterin.

Anzeige
Die Caputher Schule trägt seit 70 Jahren den Namen des berühmten Physikers. Quelle: varvara Smirnova

„Wir haben alle bisherigen Überlegungen verworfen, sämtliche Bedingungen und Nutzungen noch einmal auf den Prüfstand gestellt und daraus ein vollkommen neues Konzept entwickelt“, erklärt Hoppe. Wichtig sei dabei gewesen, dass mit den Bauarbeiten kaum in den laufenden Schulbetrieb eingegriffen wird, damit die Schüler weiterhin im Schulhaus unterrichtet werden und auch das Gelände nutzen können.

An der Schule lernen 375 Schülerinnen und Schüler

Die GrundschuleAlbert EinsteinCaputh ist seit 14 Jahren eine Ganztagsschule.

An der Schule lernen 375 Schüler in den Klassen 1 bis 6. Davon sind insgesamt 186 Mädchen und 189 Jungen. Sie lernen in 16 Klassen.

Rund 260 Schüler nutzen die integrierte Kindertagesbetreuung.

In die 1. Klasse kamen in diesem Schuljahr etwa 50 Kinder.

Unterrichtet werden die Schüler von 31 Lehrkräften. An der Schule arbeiten zwei Sozialarbeiter.

Nachdem die Schulkonferenz im vorigen Dezember auf eine rasche Verbesserung der Raumsituation in der Schule gedrängt hatte, traf sich die Verwaltung zu Beginn dieses Jahres mit den Fraktionsvorsitzenden der Gemeindevertretung, um das genannte Konzept zu erarbeiten. Der Entwurf wurde anschließend Ende Januar mit der Schule abgestimmt. Sie hatte zuvor ihrerseits einige Wünsche äußern können, die in das Konzept aufgenommen wurden, berichtet Hoppe.

Stockwerk überm Mehrzweckraum

So einigten sich alle Beteiligten zunächst einmal auf einen zweigeschossigen Anbau an das Mehrzweckgebäude, der mit dem vorhandenen Haus eine Einheit bilden wird. Der vorhandene Mehrzweckraum soll später nicht mehr als Mensa mitgenutzt werden, sondern ausschließlich für den Ganztags-Schulbetrieb zur Verfügung stehen. In dem Konzept ist von einem Fachraum, beispielsweise einer Werkstatt für den Kunstunterricht der Klassen 3 bis 6 die Rede. Dafür wird über dem Mehrzweckraum ein weiteres Stockwerk errichtet, in dem ein Speiseraum mit einer angrenzenden Essenausgabe und einem Spülbereich untergebracht werden, wobei die beiden Bereiche Ausgabe und Abwasch voneinander getrennt werden.

Blick auf den Schulhof: Ans Mehrzweckgebäude (r.) soll angebaut werden. Quelle: Varvara Smirnova

In den beiden Geschossen sollen jeweils mindestens zwei bis drei Räume für den Unterricht sowie für die Angebote am Nachmittag eingerichtet werden. Das sollen keine großen Multifunktionsräume werden, sondern normale Klassenzimmer mit jeweils angrenzenden kleinen Teilräumen für die Unterrichtsvorbereitung des Lehrers oder der Lehrerin.

Schulhof muss neu gestaltet werden

Das benachbarte Kleinspielfeld soll nicht abgerissen werden, wie vielleicht ursprünglich vorgesehen, sondern für die Pausengestaltung, den Unterricht oder die Nachmittagsbetreuung erhalten bleiben. Umgesetzt wird dafür die Kletterspinne. Sie kommt auf den Sportplatz. Welches Spielgerät statt dessen an ihrem Platz aufgebaut werden kann, will die Gemeinde noch prüfen. Überhaupt wird sie sich aufgrund dieses Eingriffs in die Freianlage überlegen müssen, wie der künftige Schulhof aussehen soll.

Parallel modernisieren und instandhalten

Auf der Grundlage dieses Konzeptes hat die Gemeinde Baukosten in Höhe von insgesamt zweieinhalb Millionen Euro kalkuliert. Für die Planungsarbeiten sollen für dieses Jahr 160.000 Euro bereitgestellt werden, sofern die Gemeindevertreter dem Haushaltsentwurf so zustimmen. Die Baukosten sollen über zwei Jahre verteilt werden. Schwielowsee will prüfen, inwieweit Fördermittel abgerufen werden können. Im günstigsten Fall ließe sich die Schulerweiterung zum Schuljahr 2022/2023 abschließen, hofft Bürgermeisterin Hoppe.

Sie würde gern die Schulerweiterung auch dazu nutzen, bislang zurückgestellte Modernisierungs- und Instandsetzungsarbeiten vornehmen zu lassen. Für die Erneuerung der Eingangstreppen, von Fenstern und Türen oder für Lichtschutzrollos und andere Maßnahmen sollen grob geschätzt noch einmal rund 500.000 Euro ausgegeben werden.

Von Heinz Helwig

Das IT-System der Verwaltung Schwielowsee ist ohne Probleme. Nach der mutmaßlichen Cyber-Attacke auf die Potsdamer Verwaltung sind die umliegenden Städte und Gemeinden in Unruhe. Das IT-System in Schwielowsee werde aber ohnehin täglich mit großer Priorität geprüft, so die Bürgermeisterin.

23.01.2020

Gymnasium, Oberschule oder doch lieber Gesamtschule? Sechstklässler und ihre Eltern müssen sich im Februar für eine weiterführende Schule entscheiden. Die Optionen für das Potsdamer Umland im Überblick.

23.01.2020

Geltows Grundschulleiterin Monika Nebel geht in den Ruhestand. In den 15 Jahren, die sie die Schule leitete, ist viel passiert. Es gelang ihr, den Ruf der Schule deutlich zu verbessern und die Anmelde-Zahlen steigen zu lassen. Doch alleine hätte sie das nie geschafft, sagt sie.

20.01.2020