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Schwielowsee Schwielowsee setzt auf Familie und Bildung
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21:19 08.05.2019
Auf dem Wietkiekenberg in Ferch können die Schwielowseer weit in die Landschaft hinausschauen. Quelle: Bernd Gartenschläger
Schwielowsee

Nur knapp ein Dreivierteljahr nach der jüngsten Bürgermeisterwahl Ende September 2018 werden derzeit 9009 wahlberechtigte Schwielowseer erneut in die Stimmlokale gerufen. Diesmal sollen sie am 26. Mai unter anderem über die eigenen neuen Gemeindevertreter und Ortsbeiräte in Caputh, Ferch und Geltow entscheiden, die Schwielowsee weiter voranbringen sollen. Sechs Parteien und Wählerbündnisse sowie die Listenvereinigung von CDU, FDP und Unabhängiger Bürgervereinigung schicken insgesamt 170 Bewerber für die jeweiligen Gremien in den laufenden Wahlkampf.

Gemeinde muss Titel verteidigen

Die nächsten Herausforderungen warten auch schon auf die künftigen Gemeindevertreter. Der „Staatlich anerkannte Erholungsort“ am Schwielowsee muss seinen Titel im nächsten Jahr erneut verteidigen. Das Qualitätsprädikat tragen Caputh und Ferch bereits seit 2010. Geltow musste es sich in einem zweijährigen hartnäckigen Ringen bis 2012 nachträglich erkämpfen. Die viel befahrene Bundesstraße 1 durch den Ort hatte die Anerkennung des Titels für diesen Ortsteil Schwielowsees erschwert. „Es ist natürlich unser großer Wunsch, den Titel zu behalten“, sagt Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU). Die Aussichten sind gut, dass die Gemeinde den Namenszusatz auch künftig weiterführen darf.

Familienzentrum stößt an Grenzen

„Wiet kieken“ können die Schwielowseer und ihre Gäste auf dem gleichnamigen Berg in Ferch. Die Besucherplattform am Turm wurde gleich zu Beginn der auslaufenden Wahlperiode im April 2015 eröffnet. Mit fast 70 000 Euro hatte sich Schwielowsee am Bau beteiligt. Seinerzeit war das die bislang höchste Ausgabe für den Tourismus in der Gemeinde. Bei guter Sicht reicht der Blick bis nach Potsdam, den Berliner Fernsehturm oder die Gegend um Kloster Lehnin.

Weitblick bewiesen die Schwielowseer in den zurückliegenden fünf Jahren auch in der Familien- und Bildungspolitik. Das Familienzentrum in Caputh, das ebenfalls 2015 eröffnet wurde, ist längst zu einem Treffpunkt aller Generationen geworden und stößt mittlerweile mit seinen vielfältigen Angeboten an seine Kapazitätsgrenzen. Verständlich, dass sich die Leiterin Anna Töpfer ein eigenes Haus wünscht, um mehr Platz für weitere Möglichkeiten zu haben.

Schwielowsee steht zu Schule und Kita

Schwielowsees Gemeindevertreter stehen zum Aus- und Umbau der Meusebach-Grundschule in Geltow, auch wenn die Kosten steigen. Der Anbau ist mittlerweile fast fertig. In der Caputher Grundschule wird es ebenfalls eng, so dass sich die künftigen Gemeindevertreter zwischen einer Erweiterung oder einem Neubau entscheiden müssen. Ein Ausbau reicht nach Meinung einiger nicht aus und lässt sich auf dem dicht bebauten Campus auch nicht ermöglichen. Die Alternative wäre ein Neubau an der Michendorfer Chaussee. Eine provisorische Arbeitsgruppe, die noch zu bilden ist, soll die Lösung finden.

Auch in der Grundschule „Albert Einstein“ in Caputh wird es eng. Die neuen Gemeindevertreter müssen sich zwischen einer Erweiterung oder einem Neubau an einem anderen Standort entscheiden. Quelle: Archiv/Martin Müller

Ebenfalls knapp sind Kitaplätze, und es fehlt an Alternativlösungen, sagen die Eltern. Zur Entlastung dieser Situation sollen in den nächsten Jahren in Geltow gegenüber der Bundeswehrkaserne sowie in Caputh je eine neue Kita gebaut und von zwei freien Trägern übernommen werden.

Flottstelle bleibt eine Siedlung

Mit einem neuen Ortsteil Flottstelle muss sich Schwielowsees neuer Gemeinderat nach seiner Wahl nicht beschäftigen. Die Einwohner der Siedlung, die zu Caputh gehört, hatten im vorigen Herbst in Zusammenhang mit anderen Problemen eine Petition dafür gestartet und den Verein „Pro Flottstelle Schwielowsee“ gegründet. Doch Landrat Wolfgang Blasig (SPD) musste mit Bezug auf die Kommunalverfassung dem Vereinsvorsitzenden Norbert Wilczek eine Absage erteilen. Bei mindestens 200 Einwohnern hätten Land und Landkreis ernsthaft über einen eigenen Ortsteil Flottstelle in der Gemeinde Schwielowsee nachdenken können. Doch die Siedlung mit ihren rund 30 Familien kommt selbst mit ihren Wochenendgästen höchsten auf rund 90 Familien.

Norbert Wilczek ist Vorsitzender des Vereins „Pro Flottstelle Schwielowsee“. Quelle: Luise Fröhlich

Von Heinz Helwig

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