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Schwielowsee Sonderschau zum Wirken Lennés im Norden
Lokales Potsdam-Mittelmark Schwielowsee Sonderschau zum Wirken Lennés im Norden
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14:09 18.09.2018
Im Caputher Schloss ist derzeit die Ausstellung zum Wirken Peter Joseph Lennés in Mecklenburg-Vorpommern zu sehen. Quelle: Luise Fröhlich
Caputh

Vor fast 190 Jahren ist der Caputher Schlossgarten umgestaltet worden, und zwar angelehnt an den Verschönerungsplan von Peter Joseph Lenné (1789-1866). Seitdem schließt der Garten im Süden am Ufer der Havel ab, locker gestellte Bäume charakterisieren ihn unter anderem. Wer sich nach einem Spaziergang durch den Park fragt, wo der Gartenarchitekt Lenné, abgesehen von den bekannten Orten in Potsdam, noch Spuren hinterlassen hat, wird in der aktuellen Ausstellung im westlichen Erweiterungsflügel des Schlosses fündig.

Der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten in Mecklenburg-Vorpommern und die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten zeigen dort noch bis zum 30. September die Sonderschau zum Wirken Lennés in Mecklenburg-Vorpommern. „Nichts gedeiht ohne Pflege, und die vortrefflichsten Dinge verlieren durch unzweckmäßige Behandlung ihren Wert“, lauten die Worte des Potsdamer Ehrenbürgers, mit denen der Besucher in die Ausstellung geleitet wird. Auf der ersten Schautafel wird auf die Besonderheit der Park- und Gutsanlagen in Mecklenburg-Vorpommern eingegangen. Geringe Industrialisierung und wenig Siedlungsdruck begünstigen die Bewahrung der Park- und Gutslandschaft, heißt es. Dennoch: Beim Lesen der Begleittexte wird deutlich, dass einige Herrenhäuser, die einst Bezugspunkt der Parks waren, wie auch hierzulande verfallen sind oder abgerissen wurden.

Aufträge für vier Großherzogliche Anlagen

Zu den bekanntesten von Lenné gestalteten Anlagen im nördlichen Nachbarbundesland gehört sicher der Schlosspark von Schwerin (1840). Er zeichnet sich durch geschwungene Wege, feine Bodenprofilierungen, große Rasenflächen, einzelne Baumgruppen sowie ein großes Teppichbeet aus. Kartenausschnitte und Bleistiftzeichnungen des Gartenarchitekten zeigen sein Handwerk und seine Ideen. In den 1820er Jahren wirkte er in Neustrelitz, in den 1830ern in Basedow und schuf beispielsweise 1840 aus einer kargen Landschaft ohne Bäume in Broock eine Oase mit abwechslungsreichen Wegen, einem Teichsystem und einem Blumengarten.

Ausgangspunkt seiner Planungen waren oft Herrenhäuser wie in Kartlow oder Kruckow, von dem heute allerdings nur noch Trümmer übrig sind. Auch Dorfkirchen bildeten einen solchen Mittelpunkt. In Sarow gestaltete Lenné ebenfalls 1840 den Park um das Gutshaus, das 1968 abgerissen wurde. Ein Teil des Parks wird immerhin noch gepflegt. Park und Gutanlage in Tentzerow (1829) befinden sich heute zum Beispiel in Privatbesitz.

Für Großherzogliche Anlagen in Mecklenburg-Vorpommern gestaltete Lenné Parks in Ludwigslust, Neustrelitz, Remplin und Schwerin. Zudem war er in die Gestaltung etlicher weiterer Gutsanlagen, hauptsächlich im Gebiet der Mecklenburgischen Seenplatte, involviert. Peter Joseph Lennés Werke stehen oft für optische Vielfalt, abwechslungsreiche Wegeführung und die Schaffung weitreichender Sichtachsen.

Info: Geöffnet ist die Ausstellung dienstags bis sonntags von 10 bis 17.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Von Luise Fröhlich

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