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Seddiner See Bürgerladen hält sich gegen Supermarkt
Lokales Potsdam-Mittelmark Seddiner See Bürgerladen hält sich gegen Supermarkt
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06:46 28.03.2019
Geschäftsführer Karl-Heinz Brügmann (l.) und Marktleiter Andreas Ulrich halten zum Jahrestag kleine Überraschungen für ihre Gäste bereit. Quelle: Heinz Helwig
Seddin

Auf den kleinen Dorv-Laden in der Hauptstraße 17 können und wollen die Seddiner nicht mehr verzichten. Längst kaufen sie dort nicht nur ein, weil sie in den benachbarten Supermärkten etwas vergessen haben. In Zeiten des demografischen Wandels sind vor allem die älteren Dorfbewohner froh, nicht jedes Mal zum Einkauf in den nächstgrößeren Ort fahren oder vielleicht einen Angehörigen darum bitten zu müssen. Die etwas eigenwillige Schreibweise des Dorv-Ladens ist jetzt bei den Seddinern als Aushängeschild angekommen: Dienstleistungen und ortsnahe Rundum-Versorgung. Ein Einkaufsmarkt mit angeschlossenem Café, einer Bücher-Ecke und einem Saal für Tagungen, Seminare oder private Familienfeiern – das Dorv-Zentrum hat sich in Seddin etabliert und feiert heute sein fünfjähriges Bestehen.

In der Bücher-Ecke des Cafés können sich die Seddiner nach dem Prinzip „Nimm eins – Bring eins“ Bücher kostenlos ausleihen und auch eigene Literatur anderen zur Verfügung stellen. Quelle: H. Helwig

Dass sich der Markt schon so lange halten kann, ist nicht selbstverständlich. Er gehört den Seddinern. Mit privatem Kapitel brachten Einwohner und Gewerbetreibende mit Hilfe der Gemeinde Seddiner See den seinerzeit ersten Bürgerladen im Land Brandenburg auf den Weg. Er hat bislang niemanden reich gemacht und wird es auch in Zukunft wohl nicht tun. Doch seit es ihn gibt, ist der alte Dorfkern zum Ort der Begegnung in Seddin geworden, an dem man sich versammelt, gemeinsam feiert, bastelt und singt oder Sport treibt.

„In den ersten Jahren haben wir Verluste einstecken, viel Lehrgeld zahlen und unsere Vorstellungen von einer vollkommenen Rundumversorgung auf das Sinnvolle und Machbare reduzieren müssen“, gibt Karl-Heinz Brügmann unumwunden zu. Er ist neben dem Seddiner Bauamtsleiter Detlef Kloos und dem Marktleiter Andreas Ulrich einer der drei Geschäftsführer der Dorv Zentrum Seddin GmbH & Co. KG, die für den Betrieb des Ladens gegründet werden musste.

Für die Bewirtschaftung des Lebensmittelmarktes und des Cafés gründeten die Seddiner die Dorv Zentrum Seddin GmbH & Co. KG. Quelle: Heinz Helwig

Das Café jeden Tag – also auch an den Wochenenden – mit voller Bedienung öffnen zu können, ließ sich bald wirtschaftlich nicht mehr durchhalten. Jetzt ist es während der Ladenöffnungszeiten an den Werktagen für seine Gäste da, unter anderem für die Handwerker, die einen Frühstücksimbiss oder seit anderthalb Jahren auch ein Mittagsmahl neben dem Markt einnehmen. Dem ersten Ansturm nach der Eröffnung des Dorv-Zentrums folgte schnell der ernüchternde normale Alltag, der die Betreiber zwang, das rechte Maß für die Bewirtschaftung zu finden. „Anfangs hatten wir eine hohe Personalfluktuation. Es war schwierig, eine Kernmannschaft aufzubauen“, sagt Marktleiter Ulrich. Seine heute vier Teilzeitangestellten kommen alle aus Seddin oder dem benachbarten Kähnsdorf.

Dorv Club Seddin ermöglichte den Laden

Geschäftlicher Dorv-Laden und kulturelles Dorv-Zentrum leben in enger Symbiose miteinander. Einer allein kann ohne den anderen nicht überleben, erklärt Brügmann. Darum gibt es eine enge Zusammenarbeit mit dem Dorv-Club Seddin (DCS), der regelmäßig seine Veranstaltungen im Café oder im Mehrzwecksaal durchführt. Marktleiter Ulrich gehört dem Vorstand des Vereins an. Das hartnäckige Drängen des DCS und das maßgebliche Engagement seines inzwischen verstorbenen Vorsitzenden Michael F. G. Schmidt haben das Dorv-Zentrum erst ermöglicht.

Von Heinz Helwig

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