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Seddiner See Flüchtlingskinder malen ihre neue Heimat
Lokales Potsdam-Mittelmark Seddiner See Flüchtlingskinder malen ihre neue Heimat
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12:59 23.04.2019
In einem Malprojekt zeichneten zehn Flüchtlingskinder im Übergangswohnheim in Neuseddin ihre Vorstellungen von ihrer Zukunft in Deutschland. Quelle: Privat
Neuseddin

Etwa 20 bunte Zeichnungen bringen seit einigen Wochen etwas Farbe in die eintönigen Flure des Übergangswohnheimes in Neuseddin. Flüchtlingskinder aus Afghanistan, dem Iran, aus Syrien, Tschetschenien, dem Libanon und aus Kenia haben sie in einem Malprojekt unter dem Motto „Farbenreise“ gezeichnet. Die Acht- bis Zwölfjährigen sollten aufs Papier bringen, was sie später einmal werden wollen und wie sie sich ihre Zukunft in ihrer neuen Heimat Deutschland vorstellen. Das vierwöchige Projekt hatte die Sozialstudentin Caroline Tews für ihr dreimonatiges Praktikum im Übergangswohnheim initiiert. Ihre Aufgabe war es, ein Nachmittagsprojekt mit Kindern und Familien zu entwickeln.

„Farbenreise“ lautete das Motto des Malprojektes mit Flüchtlingskindern im Übergangswohnheim in Neuseddin. Quelle: Heinz Helwig

Auf der Wunschliste der Kinder stünden Berufe wie Pilot oder Ärztin ganz oben. Sie wollen in einem eigenen Haus leben, sagt Heimkoordinatorin Anne-Rebecca Düsterhoft-Wallner vom Internationalen Bund. Er betreut die Flüchtlingsfamilien im Auftrag des Landkreises Potsdam-Mittelmark. Zweimal in der Woche kam Tews jeweils montags und mittwochs für rund zwei Stunden nach Neuseddin, um mit den zehn Kindern des Projektes zu arbeiten. Unterstützt wurde es von der mittelmärkischen Gleichstellungsbeauftragten und der Kreisverwaltung, die das notwendige Material bereitstellten.

Malkurs soll fortgesetzt werden

Caroline Tews soll nicht ausgeschlossen haben, ihr Projekt später in etwas kleinerer Form ehrenamtlich fortzusetzen. Dann könnte sie einmal in der Woche an einem Nachmittag mit den Flüchtlingskindern zeichnen. Inzwischen ist die Leitung des Übergangswohnheimes auf die Künstlerin Dura Yousif Gumaa aus dem Sudan aufmerksam geworden und will sie ebenfalls für Malkurse mit den Kindern gewinnen.

So stellen sich Neuseddiner Flüchtlingskinder ihr Leben in ihrer neuen Heimat Deutschland vor. Quelle: Heinz Helwig

Für Düsterhoft-Wallner steht jetzt schon fest, dass die jüngste Aktion nicht die letzte war, in der sich die Flüchtlingsfamilien mit ihrer neuen Heimat vertraut machen und deren Menschen kennen lernen. Gemeinsam mit ihrem Team plant sie für spätestens nächstes Jahr ein Begegnungsprojekt zwischen Neuseddinern und Asylbewerbern über die Geschichte des Übergangswohnheimes, das früher unter anderem ein Ambulatorium war. Die Koordinatorin hofft, dafür ältere Neuseddiner gewinnen zu können, die das Haus von früher kennen und etwas darüber zu erzählen haben.

Von Heinz Helwig

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