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Potsdam-Mittelmark Senioren heiß auf Wandern und Singen
Lokales Potsdam-Mittelmark Senioren heiß auf Wandern und Singen
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18:34 03.01.2017
Ob Wandern oder Nordic Walking, viele Senioren in Werder wünschen sich zusätzlich einen Bewegungsparcours. Quelle: Foto: dpa
Werder

Wandern, Spazierengehen, Singen und Tanzen steht bei Senioren in Werder hoch im Kurs. Das hat jetzt eine aktuelle Umfrage des Seniorenbeirats in der Stadt Werder ergeben. Mehr als 100 Frauen und Männer zwischen 60 und 90 Jahren haben sich daran beteiligt. „Wir hatten viele Fragebögen unter anderem im Awo-Treff und in Apotheken verteilt“, sagt Dorothea Slodowy. Die 69-Jährige wirkt aktiv im Seniorenbeirat mit und hat die Aktion zum Jahresende ausgewertet. „Ich hatte mir eine größere Resonanz versprochen. Es hat sich gezeigt, wenn wir die Senioren persönlich angesprochen haben, dann haben sie uns gerne über ihre Vorstellungen zur Freizeitgestaltung in Werder erzählt.“

Doch nicht nur Wandern und Musizieren ist bei der älteren Generation beliebt. Auch Treffs mit Gesellschaftsspielen, Sportkurse, Gedächtnistraining und Radtouren haben viele der Umfrageteilnehmer als liebste Beschäftigung angekreuzt. Erst nach diesen Aktivitäten interessieren sich Senioren zweitrangig für Computerkurse, kreative Angebote und Gesprächskreise. „Natürlich wollten wir nicht nur wissen, was unsere Generation tut, sondern auch erfahren, was sie sich wünscht und die Antwort hat uns die Umfrage gegeben“, sagt Slodowy.

Und so steht ganz oben auf der Wunschliste von Rentnern, dass die Stadt unbedingt mehr Sitzbänke zum Ausruhen und Verweilen braucht. Die Orte wie unter anderem im Stadtwald, Werderpark und am Gesundheitszentrum werden auch gleich genannt. Als große Bereicherung für die Stadt und den Erholungsort bewerten Senioren einen Bewegungsparcours. „Doch gerade solche Angebote fehlen in der Stadt leider noch“, betont Slodowy. „So ein Parcours wäre zum Beispiel auf der Insel, im Stadtwald und am Ende der Regattastrecke ideal.“ Die Strecken in Potsdam, Teltow, Kleinmachnow, Michendorf und Seddiner See indes haben sich längst unter den Aktiven in den jeweiligen Orten herumgesprochen.

Die Senioren sparen bei der Umfrage auch nicht mit Anregungen und Verbesserungsvorschlägen im Hinblick auf die Mobilität und die Sauberkeit in Werder und den Ortsteilen. „Beklagt werden vor allem die Bedingungen für Radfahrer in der Potsdamer Straße und in der Eisenbahnstraße“, sagt Slodowy. Vermisst werden auch Überdachungen an Bushaltestellen wie Am Finkenberg. Sinnvoll wären bessere Busverbindungen unter anderem nach Derwitz und Töplitz. „Für Senioren sind Handläufe an Treppen und Steigungen oft sehr wichtig. Das hat die Umfrage einmal mehr deutlich gemacht“, sagt Slodowy. Angeregt wird ein Gehweg auf der einen Seite der Moosfennstraße und eine bessere Ausschilderung der Bismarckhöhe. Für mehr Sauberkeit in der Stadt sollten die Abfallbehälter auf der Insel freitags geleert werden, heißt es in den Empfehlungen im Rahmen der Umfrage.

Die Auswertung der Aktion will Dorothea Slodowy in den nächsten Tagen dem Seniorenbeirat vorstellen, bevor dann auch die Stadt informiert und um Unterstützung gebeten wird. Slodowy, vor acht Jahren von Oberursel wegen der schönen Lage am Wasser nach Werder gezogen, und die anderen Mitglieder im Seniorenbeirat hoffen, dass die Stadtväter ihre Mitwirkung signalisieren. Ziel sei, das gesellschaftliche Leben in der Stadt für die älterer Generation noch abwechslungsreicher und ansprechender zu gestalten.

„Die Ergebnisse der Seniorenumfrage liegen der Stadt noch nicht vor und ich bin sehr gespannt darauf“, sagt Werders Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) auf Nachfrage der MAZ. „Die Stadt hat die Umfrage unterstützt und auf ihrer Homepage bekannt gemacht. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass wir die Aktivitäten des Seniorenbeirates mit großem Interesse verfolgen und natürlich auch die Ergebnisse der Umfrage gründlich auswerten werden. Zunächst werde ich den Seniorenbeirat zu einem Gespräch zu dem Thema einladen.“ Die MAZ wird die Wünsche der Senioren und deren Erfüllung mit der Stadt weiter verfolgen.

Von Regine Greiner

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