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Potsdam-Mittelmark Skaterbahn wartet auf neue Baugenehmigung
Lokales Potsdam-Mittelmark Skaterbahn wartet auf neue Baugenehmigung
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13:47 02.03.2018
Im Wiesenburger Flämingstadion schon realisiert: Skaterparcours. Quelle: Dirk Fröhlich
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Brück

Die Jugendlichen, die sich als erste für die Errichtung einer Skaterbahn im Planestädtchen eingesetzt haben, haben inzwischen Abitur. Einige von ihnen wohnen längst nicht mehr dort, sondern in ihren neuen Studienorten. Der Parcours kann ja schon auf eine fast fünfjährige Geschichte verweisen – die jetzt aber wohl kurz vor einem glücklichen Ende zu stehen scheint.

Der Start verlief zunächst positiv: Eine Baugenehmigung lag bereits nach einem halben Jahr vor. Die Förderung aus dem Kreisentwicklungsbudget und aus dem Leader-Programm ist jetzt ebenfalls zugesichert. Der Landkreis will 72 000 Euro zum Bau beisteuern, die etwas größere Hälfte kommt aus dem Fonds der Europäischen Union. Die Lokale Aktionsgruppe Fläming-Havel hatte die Herausgabe von 77 000 Euro empfohlen. „Damit hätten wir eine hundertprozentige Finanzierung“, erklärt der stellvertretende Amtsdirektor Lars Nissen.

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Planungsbüro aus Köln am Werk

Inzwischen sind freilich die ursprünglichen Pläne geändert worden. „Wir konnten ein Büro aus Köln, das sich auf die Planung von Skaterbahnen spezialisiert hat, für unser Vorhaben gewinnen“, berichtet Claudia Hobohm. Sie verantwortet in der Amtsverwaltung den Bereich Förderung. Das Büro „Lndskt“ – gesprochen „Landskate“ – hat einen im Finanzierungsrahmen liegenden Plan ausgearbeitet.

Das Oval wird sogenannten Ortbeton als Grundlage haben und über Skate-Elemente wie „Speed Bump“, „Bank“, „Flat Rail“ oder „Taco Quarter“ verfügen. Und auch auf „Curb“ und „Manny Pad“ muss nicht verzichtet werden. Was damit alles möglich ist, das können sich Interessierte dann von ambitionierten Skateboardern zeigen lassen. „Die ersten Ideen sind in einer Werkstatt der Jugend entstanden, die von Jugendkoordinatorin Wenke Hanack geleitet wurde – und alles in allem war alles etwas einfacher, als zuvor gedacht“, erinnert sich Lars Nissen.

Nächste Generation schöpft Hoffnung

Kevin Janthur war einer der Jugendlichen, die damals engagiert bei der Sache waren. Jetzt will der junge Mann das Projekt weiter begleiten, damit es seinen kleineren Geschwistern zugute kommt. Mit den neuen Plänen muss jedoch auch eine neue Baugenehmigung beantragt werden. „Wir hoffen, dass diese jetzt zügiger erteilt wird“, sagt Claudia Hobohm.

Denn die Förderungen sind an Fristen gebunden. Der Startschuss für den Bau soll daher sofort mit Eintreffen der Baugenehmigung fallen. „Wenn wir Glück haben, könnte es dieses Jahr noch etwas werden“, hofft Lars Nissen.

Die Bahn soll hinter dem Mehrgenerationenhaus „Alte Korbmacherei“ entstehen.

Von Andreas Koska