Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Spendenkonto für Brandopfer in Groß Marzehns eröffnet
Lokales Potsdam-Mittelmark Spendenkonto für Brandopfer in Groß Marzehns eröffnet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:21 23.11.2018
Für die Familie, die Opfer des Brandes geworden ist, werden jetzt Spenden gesammelt.
Für die Familie, die Opfer des Brandes geworden ist, werden jetzt Spenden gesammelt. Quelle: Feuerwehr Cobbelsdorf
Anzeige
Groß Marzehns

Die Gemeinde Rabenstein/Fläming hat einen Spendenaufruf für die vom Brand in Groß Marzehns betroffene Familie veröffentlicht und ein Spendenkonto eingerichtet.

„Die Familie benötigt jetzt dringend, für die ersten Wochen nach der Katastrophe, materielle und finanzielle Unterstützung“, schreibt Ralf Rafelt, ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde, in dem Spendenaufruf. „Im Namen der Familie danken wir für jeden kleinen Beitrag, der ihnen den Neustart erleichtern wird.“

Spende für Kinderzimmer eingegangen

Derzeit befänden sich Cherry Roesch und ihre beiden Kinder noch im Krankenhaus in Treuenbrietzen, würden aber vermutlich in den nächsten Tagen nach Berlin verlegt und dort weiter behandelt, sagte Ralf Rafelt am Freitag gegenüber der MAZ.

„Es haben sich bereits Eltern gemeldet, die ein Kinderzimmer spenden wollen“, sagt Rafelt weiter. „Die Solidarität ist schon jetzt gut.“

Familienvater vor Ort verstorben

Im Haus der Familie im Rabener Weg war am Mittwochvormittag ein Feuer im ersten Obergeschoss ausgebrochen. Während sich die Kinder über ein Fenster ins Freie retten konnten, kam für den Familienvater jede Hilfe zu spät.

Bei dem Einsatz waren neben Kameraden der Feuerwehren des Amtes Niemegk auch Brandschützer aus Treuenbrietzen, Bad Belzig Wiesenburg und Cobbelsdorf (Sachsen-Anhalt) vor Ort. Ferner Mitarbeiter des Niemegker Ordnungsamts, Mario Lindenborn vom Tierheim „Hoher Fläming“, Notfallseelsorger sowie Kreisbrandmeister Jens Heinze.

Brandursache weiter unklar

„Während des Einsatzes sind drei Hunde gerettet und an den Tierschutz übergeben worden“, sagt Jan-Rainer Winkelhaus, Niemegks stellvertretender Amtswehrführer. Mehrere Trupps seien unter Atemschutz zur Brandbekämpfung und Rettung in das Einfamilienhaus vorgedrungen.

Die Brandursache bleibt indes weiter unklar. Die Ermittlungen und Zeugenbefragungen der Kriminalpolizei dazu dauerten auch am Freitag an. In einem ersten Polizeibericht vom Mittwoch hieß es, dass es vermutlich beim Befeuern eines Kachelofens zu einer Verpuffung kam. In dieser Folge habe sich das Feuer auf mehrere Räume des Obergeschosses und den Flur ausgebreitet. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten jedoch verhindern, dass sich das Feuer auf das gesamte Haus ausbreitete.

Info: Wer die Familie unterstützen möchte, kann sich bei Ralf Rafelt unter 033848/60019.

Von Josephine Mühln