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Potsdam-Mittelmark Spender ermöglichen Konzert in Teltow
Lokales Potsdam-Mittelmark Spender ermöglichen Konzert in Teltow
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17:18 22.08.2017
Von links: Miriam Darchiashvili (Klavier), Tinatin Koberidze (Violine), Giorgi Oikashvili (Klarinette), Tata Makharadze (Klavier) und Tamar Tkabladze (Violine) freuen sich bereits auf das Konzert in Teltow. Quelle: Privat
Teltow

Was lange währt, wird endlich gut : Das Konzert von fünf jungen Musikern aus Georgien kann nun doch am 17. September ab 17 Uhr in der Teltower Andreaskirche stattfinden. In einem MAZ-Artikel vom 21. Mai dieses Jahres wurde beschrieben, dass die Reisekosten für die Musiker nicht aufgebracht werden konnten, weil ein Förderantrag an das georgische Kulturministerium abgelehnt worden war. Der Verein „Kammerton“, der die Konzerte bereits in den vergangenen Jahren organisiert hatte, und Teltows Kantor Christopher Sosnick hatten sich deshalb hilfesuchend an die Öffentlichkeit gewandt.

Die Ablehnung des Ministeriums schien kurios, denn das laufende Jahr ist offiziell den deutsch-georgischen Beziehungen gewidmet. Auch deshalb hatte der Verein „Kammerton“ fest mit einer Zusage der Mittel gerechnet. Doch weil die Georgier sich auf wenige, große Veranstaltungen in Deutschland konzentrieren wollten, fiel ausgerechnet die Reise der jungen Musiker durch den Rost.

Nach dem MAZ-Artikel taten sich innerhalb kurzer Zeit die Stadt Teltow, Musikliebhaber und Firmen aus der Region zusammen und brachten gemeinsam das Geld für die Reise der jungen Musiker auf. Es ging insgesamt um 3000 Euro. Kammerton-Vereinschefin Ljudmila von Berg zeigte sich nach der erfolgreichen Spendensammlung gerührt: „Ich bin ganz überwältigt von dieser Hilfsbereitschaft. Das Konzert in Teltow kann nun stattfinden und wird für die Musiker und die Zuhörer bestimmt ein unvergessliches Erlebnis werden.“

Auf dem Programm der georgischen Gruppe stehen nun Werke von Mozart, Schubert, Weber, Prokofjev, Merabishvili, Chopin, Saint-Saens und Tsindtsadze. Es sind dabei: Tinatin Koberidze (Violine), Giorgi Oikashvili (Klarinette), Tata Makharadze (Klavier), Miriam Darchiashvili (Klavier) und Tamar Tkabladze (Violine).

Der Verein „Kammerton“ ist ein Projekt des in Berlin ansässigen Vereins „Eurocon“. Ljudmila von Berg, die seit 35 Jahren in Deutschland lebt, koordiniert seit 2008 die finanzielle Unterstützung für acht bis zwölf junge armenische Musiker, die mit einem Budget von jeweils rund 20 Euro im Monat in ihrem Heimatland Musik studieren können. Seit 2012 hat der Verein sein Engagement auf Georgien ausgedehnt. Mit im Boot sind regelmäßig die Goethe-Institute, das Auswärtige Amt, die deutschen Botschaften in Georgien und Armenien sowie die dort ansässigen Kulturministerien.

„Unser Ziel ist es, musikalisch begabte Kinder und Jugendliche zu fördern“, sagt Ljudmila von Berg. „Dazu gehören auch die Konzertreisen nach Deutschland und die Teilnahme an internationalen Wettbewerben.“ Gerade die Begegnung junger deutscher und georgischer Musiker fördere dabei das gegenseitige Verständnis und den europäischen Gedanken. „Das Konzert in der Andreaskirche“, ergänzt Kantor Sosnick, „ist eine wunderbare Gelegenheit für die Stadt Teltow, eine Plattform für den musikalischen Austausch zu sein.“

Sosnick hatte das Amt des Kantors in der Nachfolge von Bernd Metzner Anfang des Jahres übernommen. Bereits 2016 fand ein Konzert georgischer Musiker in der Andreaskirche statt – es war ein großer Erfolg. Zunächst schien deshalb auch für den neuen Kantor der Termin am 17. September gesetzt zu sein. Als dieser dann auszufallen drohte, setzte auch Christopher Sosnisck alle Hebel in Bewegung, um den musikalischen Leckerbissen für die Stadt zu retten. Am Ende haben sich die Bemühungen gelohnt.

Von Jürgen Stich

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