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Potsdam-Mittelmark Wie sich eine Kommune vor Einbrechern schützt
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21:01 23.11.2017
Dank der wachsamen Sicherheitspartner in Fichtenwalde gab es in diesem Jahr in dem Ort nur drei Einbrüche. Einer davon schlug fehl. Quelle: H. Helwig
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Fichtenwalde

„Sicherheit braucht Partner“. Mit diesem Slogan fördert das brandenburgische Innenministeriums die vorbeugende Abwehr von Kriminalität in den Kommunen. Einen Partner mehr hat jetzt die Sicherheitspartnerschaft (Sipa) in Fichtenwalde. Als eine der ersten Kommunen in Brandenburg wird die Stadt Beelitz die ehrenamtliche Arbeit ihrer Sicherheitspartner dauerhaft finanziell unterstützen. Nach einem neuen Erlass des Ministeriums können Kommunen die Ausrüstung und Fortbildung der Sicherheitspartner bezuschussen. Voraussetzung ist, die Verwaltungen teilen sich die Gesamtkosten mit dem Land je zur Hälfte.

„Wir werden ab den Haushaltsjahren 2019/2020 eine Position bei den Mitteln für das Ordnungsamt einrichten“, kündigte der Beelitzer Bürgermeister Bernhard Knuth (Bürgerbündnis) auf einer Veranstaltung am Donnerstag in Fichtenwalde an. Die genaue Summe muss Kämmerer Uwe Hensel noch berechnen. Sie werde aber „im höheren vierstelligen Bereich“ liegen, versprach Knuth. Der Bürgermeister hofft, dass dieses Signal auch auf andere Kommunen wirken wird.

Die Sicherheitspartner sollen die Arbeit der Polizei nicht ersetzen, sondern ergänzen, betonte noch einmal Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) in der Veranstaltung. Ein Gespräch über den Gartenzaun sei meist wichtiger als eine Streifenfahrt der Polizei durch den Ort. Anders als in Fichtenwalde, wo die „Sipas“ eng mit den übrigen Einwohnern zusammenarbeiten, stelle er in anderen Kommunen ein nachlassendes bürgerschaftliches Engagement fest. „Wir haben uns zu sehr an den Notruf gewöhnt und setzen meist die Hilfe anderer voraus“, beklagte der Minister. Dabei seien engagierte Bürger neben der Polizei und den Kommunalverwaltungen eine der drei wichtigen Säulen der inneren Sicherheit im Land. Schröter rief dazu auf, gelegentlich mal in sich zu gehen, an die ehrenamtlich tätigen Nachbarn zu denken und mit anderen Nachbarn über das Thema Sicherheit zu reden.

Die Prävention sei sehr wichtig, weil sich viele keine Gedanken über ihre Sicherheit machen würden, unterstrich auch Bürgermeister Knuth. Als Sichtschutz vor anderen hätten auch Fichtenwalder ihre Grundstücke mit hohen Hecken umzäunt. Sie würden aber zugleich die Einbrecher vor den wachsamen Blicken der Nachbarn verbergen. Ein Sperrmüllhaufen lange vor dem Abholtermin am Straßenrand sei ein Zeichen für potenzielle Diebe, dass im Haus neuwertige Ausstattungen zu holen seien.

Neben ihren Streifengängen würden die Fichtenwalder Sicherheitspartner außerdem auch den Schulweg der Kinder im Ort sichern, Familien in Not helfen und die Freiwillige Feuerwehr bei der Beseitigung der jüngsten Sturmschäden unterstützen, lobte Knuth.

Er nutzte die Anwesenheit des Innenministers zugleich, um diesen um mehr Unterstützung für die schwierige Arbeit der 180 Feuerwehrleute in Gesamt-Beelitz zu bitten. Bislang hätten die Kameraden in diesem Jahr bereits mehr als 360 Einsätze gefahren. Erst jüngst wurden sie zu drei schweren Verkehrsunfällen auf die Autobahn gerufen. „Die Feuerwehr hat große Probleme, die Tagesbereitsschaft abzusichern, weil viele Kameraden weit außerhalb arbeiten.“ Knuth appellierte an Innenminister Schröter, dafür vielleicht eine Berufsfeuerwehr zu bilden.

Von Heinz Helwig

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