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Potsdam-Mittelmark Stahlhändler ist auf Expansionskurs
Lokales Potsdam-Mittelmark Stahlhändler ist auf Expansionskurs
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00:19 28.07.2017
In der Halle der Huse & Philipp-GmbH werden Stahlprodukte für die Kunden in Betrieb und auf Baustellen bearbeitet. Quelle: René Gaffron
Wiesenburg

„Die Verkehrssituation ist echt prekär“, sagt Jeffrey Pahle. „Unsere Fahrer kennen noch Schleichwege in der Umgebung. Aber wir haben Lieferanten, die rufen an, dass sie zehn Kilometer vor dem Ziel sind. Nach zwei Stunden stehen sie dann endlich auf dem Hof“, sagt der Niederlassungsleiter der Huse & Philipp GmbH & Co KG. „Wäre nicht nur kurzfristig informiert, sondern besser kommuniziert worden, hätten sich die Unternehmen auf die Bedingungen einrichten können“, findet er.

Derzeit rollt der Verkehr zum Wiesenburger Gewerbegebiet nicht wie üblich über die Belziger Landstraße. Sie wird noch zwei Wochen lang im Rahmen der B-246-Sanierung instand gesetzt. Vielmehr zirkeln – nicht gerade zur Freude der Anwohner – die teils langen und schweren Gefährte durch den Borner Weg. Darunter die gelben Sattelzüge mit der Aufschrift „Schöpker & Dorgeist“. Unter dem Namen firmierte der Stahlhandel seit Anfang der 90er, bis er im vergangenen Jahr von der in Braunschweig ansässigen Unternehmensgruppe mit nunmehr insgesamt 130 Beschäftigten übernommen worden ist.

Mitglieder der CDU Bad Belzig/Wiesenburg bei einem Rundgang durch die heiligen Hallen. Quelle: René Gaffron

Das hat die Delegation des CDU-Ortsverbandes Bad Belzig/Wiesenburg dieser Tage beim Ortstermin erfahren. Das Quintett um Tobias Paul war innerhalb seiner Unternehmenstour erstmals außerhalb der Kur- und Kreisstadt verabredet. Der Betrieb sei gezielt ausgesucht worden wegen des Neustarts, so der Ortsparteichef.

Vierte Station der Veranstaltungsreihe

Der CDU-Ortsverband Bad Belzig/Wiesenburg zählt 16 Mitglieder. In den Parlamenten ist die Union mit drei – bzw. zweiköpfiger Fraktion vertreten.

Seit Beginn des Jahres 2016 findet in loser Folge die Unternehmenstour statt. Mitunter mit Gästen aus Landes- oder Europapolitik, um ihnen Probleme vor Ort näher zu bringen. Aber auch um sich ein Bild von der lokalen Wirtschaft zu machen, wie Ortsvorsitzender Tobias Paul sagt.

Bisherige Stationen waren Belziger Fahrzeugbau, Burgbräuhaus und Victoria-Einrichtungen in Bad Belzig.

Schon früher seien zwar laut Jeffrey Pahle schon gute Umsätze erzielt worden. Unter dem Strich stimmte das Ergebnis aber nicht. Allein der Erweiterung des Sortiments dürfte jedoch schon Wirkung zeigen, ist sich der 33-Jährige gewiss. Als Kaufmann hat er nach der Lehre sowohl bei einem Mittelständler in Brandenburg an der Havel als auch bei Arcelor/Mittal in Berlin, einem Riesen der Branche, seine Erfahrungen gesammelt hat.

Nun pendelt er seit anderthalb Jahren aus Brandenburg an der Havel zur Firma. „Der Standort ist zukunftsfähig“, erklärt der Niederlassungsleiter. Auch weil schon zuletzt reichlich investiert worden ist und nötigenfalls noch eine Erweiterungsfläche zur Verfügung stünde, wenn noch eine Marktlücke zu schließen ist

Derzeit können die Kunden aus Walz-, Profil-, Bewehrungs- und Edelstahl, sowie Flachprodukten wählen. Wobei das Grundieren, Bohren und Sägen von Profilen, das Sandstrahlen von Profilen und Blechen, sowie das Schneiden und Biegen von Betonstahl von den Arbeitern im Lager erledigt werden. Abnehmer sind Baustellen im Umkreis von bis zu 100 Kilometern oder aber auch Unternehmen wie Metallbauer Jörg Stoof in Schwanebeck und die Belziger Fahrzeugbau GmbH.

Gehen die Pläne bei Huse & Philipp auf, werden dieses Jahr wohl 19 000 Tonnen an Stahlprodukten verkauft. Qualität ist Voraussetzung. Wobei sich Reklamationen halten. Die Quote liegt bei unter drei Prozent, wie beim Betriebsrundgang zu erfahren war.

Im besten Fall übermitteln die Kunden für die Abarbeitung von Profilen heutzutage ihre Anforderungen per Datenträger. Nach wie vor werden auch Zeichnungen bereitgestellt, welche dann für die Maschinen aufbereitet und programmiert werden. Sie werden dann auf die Säge-Bohranlage überspielt und hergestellt.

21 Mitarbeiter sowie sechs polnische Zeitarbeiter sind aktuell im Unternehmen beschäftigt. Fachkräftemangel beklagt Jeffrey Pahle wie alle Arbeitgeber. Deshalb sind derzeit zwei geduldete iranische Flüchtlinge seit Mitte Juli im Praktikum, um sich für die Ausbildung zu qualifizieren.

Wie sehr sie sich mühen, zeigt, dass auch sie aus Brandenburg an der Havel pendeln und das ist dieser Tage wegen der Ferien mit den Öffentlichen ebenfalls eine Herausforderung.

Von René Gaffron

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