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Potsdam-Mittelmark Immer mehr Skulpturen in Potsdam-Mittelmark
Lokales Potsdam-Mittelmark Immer mehr Skulpturen in Potsdam-Mittelmark
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20:00 05.05.2014
Die 4,50 Meter hohe Stahlskulptur Christian Roehls schlug dessen Ehefrau Alice Bahra für das Schul-Entree vor. Quelle: MAZ/Archiv
Potsdam-Land

Sie gehört bereits zum vertrauten Erscheinungsbild des im vergangenen Sommer eröffneten Vicco-von-Bülow-Gymnasiums in Stahnsdorf: Seit Anfang August 2013 zieht die elegante Stahlskulptur vor dem Entree des neuen Kreis-Gymnasiums in der Heinrich-Zille-Straße die Blicke von Schülern, Lehrern und Gästen auf sich.

Jetzt will die Gemeinde Stahnsdorf das Werk "Aufstehen Einfallen" des Künstlers Christian Roehl kaufen, bislang gab es einen Mietvertrag. Finanziell unterstützt wird sie, so ist es geplant, von den Nachbarkommunen Teltow und Kleinmachnow.

Im April des vorigen Jahres starb Christian Roehl - einer der wichtigsten Stahlplastiker Deutschlands, der seine Werkstatt und Schmiede auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf hatte - an den Folgen eines Herzinfarkts. "Roehl hatte seinerzeit den Auftrag, ein Kunstwerk für den Eingangsbereich des Gymnasiums zu gestalten. Zum Zeitpunkt seines Todes waren Skizzen vorhanden. Die Skulptur "Aufstehen Einfallen" wurde zwei Tage vor der Eröffnung des Neubaus mit Erlaubnis der Erben aufgestellt", sagt Stephan Reitzig, Sprecher der Gemeinde. Die 4,50 Meter hohe Edelstahlskulptur nach dem überraschenden Tod des Künstlers zu mieten, sei immer als Zwischenlösung gedacht gewesen. "Teltow möchte sich mit 10000 Euro an den Gesamtkosten von etwa 35000 Euro beteiligen, da ja Schüler aus der ganzen Region Teltow das Kreis-Gymnasium besuchen", erklärt Michael Belkner, Leiter des Fachbereichs Schule und Kultur. Den Stadtverordneten liegt der Beschlussvorschlag bereits vor. Auch Kleinmachnow strebt einen Zuschuss in gleicher Höhe an, bestätigte Fachbereichsleiterin für Kultur und Soziales, Bettina Konrad, auf Anfrage.

Das Werk Roehls erinnert an die Schwingenbewegung eines fliegenden Vogels und bietet Raum für Assoziationen. Der Schule gilt es auch als Sinnbild für Schüler, die sich auf ihrem Lebensweg in der Schule niederlassen, um anschließend in alle Himmelsrichtungen weiterzuziehen.

In Wilhelmshorst werden künftig zwei große Holzskulpturen des Bildhauers Hans-Ulrich Kittelmann den zentral gelegenen Goetheplatz zieren. Wie von Ortsvorsteher Gerd Sommerlatte zu erfahren war, hat der Ortsbeirat seinen Segen gegeben. Demnach wird jeweils eine Skulptur in den Sichtachsen platziert, so dass Autofahrer aus Richtung Langerwisch und Potsdam am Goetheplatz dann zuerst die Kunstwerke erblicken. Sommerlatte geht davon aus, dass sie Ende Mai, Anfang Juni aufgestellt werden. Kittelmanns Spezialstrecke ist es, Bäumen, die gefällt werden mussten, einen neuen Auftritt zu geben. Genau solche Bäume verarbeitete der Holzbildhauer auch bei den beiden Werken für Wilhelmshorst. Er nutzte für die abstrakten Skulpturen eine 220 Jahre alte Kiefer, die aus Sicherheitsgründen am Friedensplatz im Ort abgesägt wurde, und eine Linde, die dem Bau eines Radwegs in Fresdorf zum Opfer fiel. "Für mich ist es eine ausgesprochene Ehre, in meinem Heimatort und dann noch an diesem besonderen Platz, Skulpturen aufstellen zu können", sagte er.

KUNST SETZT ZEICHEN

  • Christian Roehl (1940–2013) gilt als einer der wichtigsten Stahlplastiker Deutschlands. Seine zur Wendezeit geschaffene acht Meter empor strebende Stahlplastik „Aufrecht“ vor dem Stahnsdorfer Rathaus ist längst eine Art Logo für den Ort. Auch mit „vis a vis“ am Südwestkirchhof und der Plastik „Dialog 2000“ (Kleinmachnow) hat er in der Region Zeichen gesetzt.
  • Hans-Ulrich Kittelmann aus Wilhelmshorst nutzt als Holzbildhauer gern gefällte Bäume für sein künstlerisches Werk; etwa die alten Flatterulmen in Stücken, die vor einiger Zeit abgesägt werden mussten.

Von Konstanze Wild und Jens Steglich

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