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Potsdam-Mittelmark Stahnsdorf gegen Windräder bei Sputendorf
Lokales Potsdam-Mittelmark Stahnsdorf gegen Windräder bei Sputendorf
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09:01 17.01.2015
Quelle: Karl-Josef Hildenbrand
Stahnsdorf

Ein Unternehmen, das Windenergieanlagen produziert und betreibt, hat den Antrag gestellt, die beiden Rotoren im künftigen Windpark "Genshagener Heide" in der Nähe des Ortsteils Sputendorf aufstellen zu dürfen. Die beiden jeweils 196 Meter hohen Masten, die beispielsweise den Berliner Funkturm (146 Meter) um 50 Meter überragen, beeinträchtigen die Eigenart und den Erholungswert der Landschaft, die Stahnsdorfer, Berliner und auch Potsdamer als Naherholungsgebiet nutzen, heißt es in dem Widerspruch. Neben den Touristen seien aber vor allem die Sputendorfer betroffen, die täglich mit dem Anblick der Windräder und nachts mit der Leuchtmarkierung an den Riesen leben müssen.

Doch nicht allein um sich selbst, auch um die Tiere sorgen sich die Stahnsdorfer. Die Gemeinde hatte im Herbst des vorigen Jahres eine Untersuchung der Rast- und Zugvögel in dem betreffenden Gebiet um Sputendorf durchgeführt. Dabei waren neben dem Rotmilan auch der Schwarzmilan, Habicht, Mäusebussart, Sperber und Turmfalke gesichtet worden. In dem Gebiet wird seit vielen Jahren Mais angebaut. Jeweils nach der Mais-Ernte seien die Brutvögel in großen Schwärmen auf den Feldern aufgetreten. "Niemand käme auf die Idee, vor seinem Vogelhäuschen einen Ventilator aufzustellen", kommentiert der Sputendorfer Ortsvorsteher Rolf-Denis Kupsch (Wählergruppe "Wir Vier") das Vorhaben des Windparkbetreibers.

In der Nähe von Sputendorf sind bereits zu einem früheren Zeitpunkt Windenergieanlagen aufgestellt worden. Die Gemeinde fordert, im Falle einer Genehmigung des Projekts, die neuen Windräder auf die Höhe der vorhandenen Anlagen zu reduzieren. Auch sei der Abstand von 1000 Metern zu den nächsten Wohnsiedlungen für Rotoren dieser Größe unzureichend.

Die Regionalversammlung Havelland-Fläming hatte Ende des vorigen Jahres mit dem Regionalplan 2020 die betreffenden Flächen als Vorranggebiet für Windenergieanlagen beschlossen.

Von Heinz Helwig

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