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Stahnsdorf Alles bereit für die zehnte Stahnsdorfer Kunstmeile
Lokales Potsdam-Mittelmark Stahnsdorf Alles bereit für die zehnte Stahnsdorfer Kunstmeile
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16:47 15.08.2019
Das Organisationsteam ist bereit und erleichtert – die Jubiläumskunstmeile in Stahnsdorf kann kommen. Quelle: Konstanze Kobel-Höller
Stahnsdorf

Mit einer Lesung von Wladimir Kaminer in der Dorfkirche, freundlichen Lamas, den Titanen der Rennbahn und natürlich 49 Künstlern, die rund um den Dorfplatz ihre Arbeiten präsentieren, feiert die Stahnsdorfer Kunstmeile am Landtags-Wahlwochenende ihr zehntes Jubiläum. Doch nicht genug damit: „Zu diesem Anlass sollte etwas Besonderes passieren“, begründet Peter Bolz, zweiter Vorsitzender des Vereins, die Entscheidung, eine 80-seitige Festschrift zu drucken. Hier können nicht nur 19 Künstlerbiografien nachgelesen, sondern auch in der umfangreich bebilderten Chronik geschmökert werden, die dank des gut sortierten Archivs der „geistigen Mutter“ der Kunstmeile, Gudrun Angelika Hoffmann, problemlos gefüllt werden konnte. „Ich konnte aus dem Vollen schöpfen“, erzählte Bolz.

Zur Historie der Kunstmeile

Die erste Stahnsdorfer Kunstmeile fand am 4. und 5. September 2010 statt. Seit damals ist das erste Wochenende im September dafür der traditionelle Termin.

Die Erfinderin des Events ist die Künstlerin Gudrun Angelika Hoffmann, die lange auch Organisatorin der Kunstmeile war. Diese Aufgabe hat sie mittlerweile an Claudia Anschütz übergeben.

Die Idee hatte Hoffmann anlässlich ihrer ersten eigenen Ausstellung.

Am Freitag, 16. August, um 19.30 Uhr, hat sie wieder eine Vernissage: „10 Jahre Mixed Media“ wird bis 31. Oktober im Gemeindezentrum Stahnsdorf in der Annastraße 3 gezeigt.

„Ich habe mich auf das Wesentliche konzentriert. Alle gesammelten Anekdoten zu erzählen – das wäre zu viel.“ Viele der heute noch aktiven Künstler seien jedoch von Anfang mit dabei gewesen – wie auch Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger), was in der Politik eine Seltenheit sei. „Die Kunstmeile war der Grund für meine zweite Kandidatur“, so Albers bei der Präsentation des diesjährigen Programms. Er erinnerte sich daran, wie Hoffmann ihm 2010 in seinem Büro erklärt habe, sie „erwarte“, dass er die Kunst in der Gemeinde mehr fördere und dass sie die Idee für eine Veranstaltung habe, bei der Künstler aus der Region sowie Gäste ihre Arbeiten in Höfen auf dem Dorfplatz zeigen, die dafür ihre Tore öffnen. Auch in eigenen Ateliers sowie im Autohaus Breitenwischer gibt es Ausstellungen. Sein Eindruck sei, dass die Veranstaltung nicht nur den Bekanntheitsgrad der Gemeinde nach außen, sondern auch ihre Beliebtheit nach innen verbessert habe, so Albers, der sich bei allen bedankte, die schon so lange mit dabei sind. Die Gemeinde hat anlässlich des Jubiläums die Förderung verdoppelt. Mit den 6000 Euro von Stahnsdorf, der Unterstützung durch den Landkreis Potsdam-Mittelmark sowie private Spenden stehen dem Verein rund 11 000 Euro für das Event 2019 zur Verfügung.

In diesem Jahr fällt die Kunstmeile mit der Landtagswahl zusammen. Ein Grund für Organisatorin Claudia Anschütz, an alle kandidierenden Parteien und Wählergemeinschaften zu appellieren, sich an das ungeschriebene Gesetz zu halten, auf der „Meile“ nicht zu werben. Eine entsprechende Bitte sei auch an den Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Michael Grunwaldt (BfB), gegangen und sie hoffe, dass der Dorfplatz und die Zufahrtsstraße von Werbeständen und Ähnlichem frei bleiben werden. Zu sehen und erleben wird es sicher dennoch genug geben: 49 Künstler stellen am Samstag, 31. August ab 14 Uhr und am Sonntag, 1. September, ab 11 Uhr, in den Höfen, Ateliers sowie im Autohaus Breitenwischer ihre Bilder, Skulpturen, Fotografien, Holz-Schmuck- und Keramikkunst aus.

An den einzelnen Standorten wird auch die Festschrift für einen Druckkostenbeitrag von fünf Euro erhältlich sein. Zusätzlich gibt es Lesungen und Musik, etwa von Karina & Viktor aus Berlin, dem Duo Herzverloren aus Potsdam, den 4Friends oder Stephan Frank und Begleitung. Für Kinder gibt es einen Märchenerzähler, Lamas werden sich unter die Menschen mischen und wer möchte, kann das Shuttle zwischen dem oberen Dorfplatz und dem Autohaus nutzen: Eine kleine Kutsche wird von den Kaltblütern der Titanen der Rennbahn gezogen. Ein besonderes Highlight ist die Abschlusslesung: Der bekannte Autor Wladimir Kaminer wird am Sonntag um 18 Uhr in der Dorfkirche lesen. Am Samstag gibt es außerdem einen gemütlichen Ausklang auf dem Dorfplatz mit Lichteffekten.

Von Konstanze Kobel-Höller

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