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Stahnsdorf Wilmersdorf wird Waldfriedhöfe in Stahnsdorf nicht los
Lokales Potsdam-Mittelmark Stahnsdorf Wilmersdorf wird Waldfriedhöfe in Stahnsdorf nicht los
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07:01 26.09.2019
Waldfriedhof Wilmersdorf in Stahnsdorf. Quelle: Konstanze Kobel-Höller
Stahnsdorf

Zwei Waldfriedhöfe hat Wilmersdorf in Stahnsdorf, die dem Berliner Bezirk schon lange Kopfzerbrechen bereiten. Mehrmals hat die Bezirksverwaltung schon versucht, die Areale zu verkaufen oder für neue Projekten zu nutzen. Nun scheint es einen weiteren Versuch zu geben, die Flächen loszuwerden – doch so richtig möchte sich ihrer niemand annehmen.

Bezirk will Friedhöfe an Berliner Immobilienmanagement abgeben

„Der Stadtrat hat die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) kontaktiert, damit diese die beiden Friedhöfe übernimmt“, sagt Dagmar Elbrandt, Leiterin Grünflächen im Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf. Das bestätigt auch Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger (Bündnis’90/Grüne)­: „Wir müssen uns überlegen, ob wir sie behalten oder übertragen.“ Vor mehreren Monaten habe er mit BIM-Vorstand Birgit Möhring gesprochen, nun sei die Sache im Prozess.

Kapelle auf dem Waldfriedhof Wilmersdorf in Stahnsdorf. Quelle: Konstanze Kobel-Höller

Noch ist das Grünflächenamt in der Verantwortung. Das Ziel sei jedoch, die Zuständigkeit aus der bezirklichen Verwaltung herauszulösen, sagt Elbrandt: „Solange wir sie behalten müssen, streben wir aber die Schließung an.“ Denn Wilmersdorf hat schon in Berlin zu viele Friedhofsflächen. „Der Friedhofsabwicklungsplan ergab, dass nach der Wende sehr viele Flächen entbehrlich waren, zumal auch noch viele Vorratsflächen auf beiden Seiten zur Verfügung standen. Also gab es Schließungen.“

Friedhöfe sind auch Denkmale

Derzeit würde an den Details gearbeitet, die BIM sei offensichtlich aber nicht sehr begeistert, räumt Elbrandt ein. „Denn Verkaufen dürfte sehr schwierig sein.“ Allein die nötigste Pflege kostet den Bezirk derzeit bis zu 60.000 Euro im Jahr, und die beiden Friedhöfe sind auch denkmalbelastet. „Damit ist schwierig umzugehen – mit einem Friedhof, der gleichzeitig als Parkanlage gilt“, so die Grünflächenamtsleiterin weiter. Die BIM müsse aber die Friedhöfe übernehmen, zeigt sie sich überzeugt: „Weil die Flächen für das Land Berlin nicht mehr von Nöten sind.“

BIM: Keine Friedhöfe im Portfolio

Das sieht die BIM-Sprecherin Johanna Steinke anders: „Es ist nicht so, dass wir sie nehmen müssen. Es gibt höchstens längerfristige politische Entscheidungen.“ Überhaupt sei sie von der MAZ-Anfrage überrascht. Möhring und Schruoffenegger hätten am Rande eines anderen Termins darüber gesprochen, dass der Bezirk einen Friedhof außerhalb der Stadtgrenze loswerden möchte. „Danach haben wir nichts mehr davon gehört“, sagt sie. Generell habe man auch keine Friedhöfe im Portfolio, man unterstütze aber das Land bei allen Immobilienverwaltungen. „Wir streben jedoch in keinster Weise die Übernahme an, solange er noch als Friedhof in Betrieb ist.“ In Stahnsdorf steht ein Ankauf nicht zur Debatte, so Sprecher Stephan Reitzig. „Wir haben ausreichend Friedhofsfläche.“

Von Konstanze Kobel-Höller

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