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Stahnsdorf Die feine Kunst der Blutorangen
Lokales Potsdam-Mittelmark Stahnsdorf Die feine Kunst der Blutorangen
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20:03 03.03.2019
Helma Hörath und Eberhard Trodler waren die Geburtshelfer der „Blutorangen“ vor 15 Jahren.  Quelle: Gesine Michalsky
Stahnsdorf

Blutorangen kommen im Netz auf den Markt – gemeinsam präsentiert sich auch eine Gruppe von sieben Künstlerinnen aus der Region: die „Blutorangen“. Noch bis 28. März zeigen die Frauen aus Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf und Zehlendorf Porträts von Politikerinnen und Wissenschaftlerinnen von der Reformation bis heute. Die 29. Brandenburgische Frauenwoche finanzierte ihre neueste Ausstellung im Stahnsdorfer Gemeindezentrum, der soziokulturelle „Verein 1a“ ermöglichte sie.

Theresa Pauli, Gleichstellungsbeauftragte von Potsdam Mittelmark, stellte zur Ausstellungseröffnung am Freitagabend klar, warum Kunst von Frauen gefördert werden muss: „Frauen waren lange Zeit nur auf den Leinwänden zu sehen, aber nicht an den Staffeleien“, und auch im Jahr 2019 seien Künstlerinnen am Markt noch unterrepräsentiert.

Bei der Ausstellung der Künstlerinnengruppe Blutorangen in Stahnsdorf: Feine Frauen aus Keramik von Gudrun Göhringer. Quelle: Gesine Michalsky

Außergewöhnliche Frauen im Blick

Blutorangen-Sprecherin Helma Hörath erklärte: „Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass es schon vor über fünf Jahrhunderten außergewöhnliche Frauen in unserer Kultur gegeben hat.“ Zu sehen sind unter anderem Porträts mit erklärenden Texten von Katharina von Siena, von Elisabeth, Kurfürstin von Brandenburg, von Elisabeth von Calenberg bis zu Regine Hildebrandt oder Seyran Ates. Auch die Palette der Ausdrucksmittel ist breit: Ölfaraben und Acryl, Aquarell, Collage, Fotografie, Skulptur, Grafik, Illustration, Keramik und Text. Die Kunstgruppe stellt an ihrem Geburtsort zum dritten Mal aus.

Ein Aufruf in der MAZ steht am Anfang der Künstlerinnengruppe

Zusammengebacht hat die „Blutorangen“ übrigens die MAZ – und zwar zur 14. Brandenburger Frauenwoche im Jahr 2004. „Ich habe im Namen des soziokulturellen Vereins 1a in der Märkischen Allgemeinen Interessierte aufgerufen, an einer Gemeinschaftsausstellung teilzunehmen“, erzählt der Stahnsdorfer Maler Eberhard Trodler. 31 Künstlerinnen meldeten sich damals und präsentierten ihre Arbeiten als Projekt „Blutorangen“. Die offene Malgruppe rückte zu einer Gemeinschaft zusammen, deren Mitwirkende miteinander ausstellen, aber nicht gemeinsam arbeiten. Ihr Anliegen ist es, sich künstlerisch mit dem Leben in der Region zu befassen.

Auch der unvergessenen Regine Hildebrandt wurde gedacht

Das Kulturprogramm am Freitagabend widmete sich zunächst der Vernissage und in deren Anschluss dem literarisch-poetischen Vortrag „Liedergeschichten mit Regine Hildebrandt“.

„Erinnern tut gut“ – hieß das Motto des Duos Carmen Orlet und Hugo Dietrich. Das Duo kannte Regine Hildebrandt und ihre Familie als Nachbarn sehr gut. Dort, wo sonst die Gemeindevertreter tagen, gaben die beiden Künstler aus Woltersdorf Liedergeschichten rund um das Leben der Brandenburger Politikerin zum Besten. Frauen und Männer im Publikum waren gleichermaßen berührt.

Von Gesine Michalsky

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