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Stahnsdorf Bastelbogen Angela Merkel
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21:06 23.04.2019
„Text Ex“ heißt eines der hintersinnigen Fotos von Mario Kacner. Quelle: Mario Kacner
Stahnsdorf

Hundert Fotografien, die dem Betrachter ganz unterschiedliche Geschichten erzählen – dieses Erlebnis bietet noch bis zum 31. Mai das Gemeindezentrum Stahnsdorf in der Annastraße 3 mit der Ausstellung „Lichtblicke – kreative Fotografie und Fotokunst“ von Mario Kacner. Auch für Fotoliebhaber und Photoshop-Freunde, die vor allem sehenswerte Kompositionen genießen wollen, ist der Besuch in der Annastraße ein Muss. „Es ist eine Freude, die Ausstellung zu besichtigen“, kann man im Gästebuch nachlesen.

Unter dem Titel „Lichtblicke – kreative Fotografie und Fotokunst“ stellt der Fotograf Mario Kacner eine Auswahl seiner Arbeiten im Stahnsdorfer Gemeindezentrum aus. Quelle: Gesine Michalsky

Die Motive der von Kacner aufwendig bearbeiteten Fotos in eine Schublade zu stecken ist unmöglich: Er zeigt Stahnsdorf, Leipzig, Barcelona oder Venedig genauso wie die eigene Familie, die Hauskatze oder Angela Merkel und zwar so bearbeitet, dass surrealistische Züge im Vordergrund stehen. So verwandelt Kacner zum Beispiel das Stahnsdorfer Rathaus oder die Kirche auf dem Südwestkirchhof zum Treffpunkt von Fabelwesen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht als Bastelbogen-Modell bestens aus – gut ein Dutzend Mal hat Kacner die Kanzlerin dafür am Bildschirm ausgeschnitten und neu platziert, so dass nur noch das bekannte Jackett und ihre Rautengeste übrig geblieben sind, unterschiedlich bunt eingefärbt und durch eine Kinderschere ergänzt. Die Arbeit des Stahnsdorfer Fotografen beginnt mit dem geübten Blick für ein gutes Motiv. Doch aus der Sicht von Mario Kacner beginnt seine Arbeit damit erst.

Bastelbogen Angela Merkel: Gut ein Dutzend Mal hat Mario Kacner die Kanzlerin dafür am Bildschirm ausgeschnitten und neu platziert. Quelle: Mario Kacner

Der Künstler greift mit Computer, Grafiktablet und professioneller Grafiksoftware so wirkungsvoll in die Bilder ein, dass neue Inhalte entstehen. Oft braucht er tagelang, bis die Bilder seinen und den Ansprüchen seiner Ehefrau genügen. Dann werden sie jeweils einmal auf hochwertigem Ultra-HD-Fineprint-Papier ausgedruckt.

Der Ruhestand macht seine Arbeit erst möglich. Sich die Zeit nehmen für clevere Veränderungen am Computer, das kann sich der gebürtige Berliner erst seit 2015 leisten. „Ich möchte aus den Fotos, die ich mache, etwas rausholen. Das Resultat darf zum Schmunzeln anregen, manchmal auch kritische Töne beinhalten, aber es muss immer die Fantasie des Betrachters anregen und soll den Blick möglichst lange auf sich ziehen", erklärt Mario Kacner seine Arbeit.

„Die Unsichtbaren" hat Mario Kacner diese Arbeit betitelt. Quelle: Mario Kacner

Die Geduld dazu hat der gelernte Porzellanmaler bereits bei der Königlichen Porzellan Manufaktur (KPM) unter Beweis gestellt. „Manchmal wollte man schon eine Vase an die Wand werfen“, erzählt der vielseitige Fotograf und Grafiker, der die feinsten Haarpinsel gegen Pixel-Werkzeuge von Photoshop eingetauscht hat, aber noch genauso exakt arbeitet und seine Werke als „digitale Bildkompositionen“ bezeichnet. Aber auch das digitale Handwerk hat der Stahnsdorfer gelernt: Bis zum Ruhestand verantwortete Kacner als Grafiker im Berliner Museum für Vor- und Frühgeschichte die Wiederverwendbarkeit historischer Fotografie – als Programmierer, als Multimedia- und Screendesigner, als Grafiker und als digitaler Bildbearbeiter.

Von Gesine Michalsky

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