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Stahnsdorf Entscheidung: Annastraße ist der neue Standort der Feuerwache Stahnsdorf
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14:53 29.11.2019
Stahnsdorf Gemeindewehrführerin Steffi Pietzner. Quelle: Konstanze Kobel-Höller
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Stahnsdorf

Acht Jahre, nachdem der Standort Annastraße für ein neues Stahnsdorfer Feuerwehrdepot das erste Mal in der Gemeindevertretung aufgebracht wurde, soll es nun tatsächlich mit der Umsetzung losgehen: Am Donnerstagabend wurde mehrheitlich die dafür nötige Änderung des Bebauungsplans beschlossen, noch vor Weihnachten soll die EU-weite Architektenausschreibung veröffentlicht werden.

„Zur Erarbeitung dieser haben wir bereits Vorarbeit geleistet“, sagt Gemeindesprecher Stephan Reitzig. „Die Entscheidung für die neue Feuerwache an der Annastraße ist ein wunderbares vorzeitiges Weihnachtsgeschenk für unsere Kameraden“, ergänzt Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger), der von Anfang an für die Annastraße eingetreten ist. Kritiker werfen ihm vor, er habe die Umsetzung der Beschlüsse, die andere Standorte betrafen, verschleppt.

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Auch Gegner sehen die Standortdebatte als beendet an

Mit der Eröffnung des neuen Baus rechnet Dietmar Otto (SPD) „irgendwann im Jahr 2022“, wenn es schnell geht, niemand klagt oder andere Hindernisse auftauchen. Er geht davon aus, dass die Standortdebatte jetzt vorbei ist. „Es gab eine eindeutige Mehrheit für den Bau an der Annastraße. BfB, Grüne, AfD und FDP werden ihre Meinung nicht mehr ändern. Das müssen auch diejenigen akzeptieren, die – wie ich – die Entscheidung für falsch halten.“

Der Weg zur Feuerwache in der Annastraße war ein steiniger, der fast ein Jahrzehnt gedauert hat. Mehrmals gab es Beschlüsse für Standorte, die am Ende nicht hielten. Zuletzt waren die Upstallwiesen als Kompromissgrundstück im Gespräch – abe sie liegen in einem Landschaftsschutzgebiet. Die Gemeindevertretung hatte sich in den vergangenen Jahren über das Thema zerstritten, auch am Donnerstag gab es noch heftige Debatten.

Alte Feuerwache in Stahnsdorf am Dorfplatz. Quelle: Konstanze Kobel-Höller

Die denkmalgeschützte Feuerwehrwache auf dem Dorfplatz ist nicht nur zu klein geworden, sondern sie zerfällt auch zunehmend. Die Feuerwehrfahrzeuge haben tiefe Spuren in die Ausfahrten gegraben und laufen Gefahr, bei Einsätzen aufzusetzen. Schimmel und Ungeziefer beschädigen Räume und Ausrüstung. Seit Jahren hielten sich die Kameraden nun schon aus der eigentlichen Standortdiskussion heraus – egal wo, Hauptsache bald, hieß es. Zwischenzeitlich verweigerten sie ihre Unterstützung bei Osterfeuer oder Festen – und erhielten dabei volles Verständnis von der Bevölkerung.

Feuerwehr hofft auf schnelle Umsetzung

Gemeindewehrführerin Steffi Pietzner reagiert verhalten auf die neueste Entwicklung: „Wir waren schon mal fast an diesem Punkt und sind jetzt vorsichtig. Es gab schon so viele Enttäuschungen für die Kameraden. Für mich hat sich heute innerlich jedenfalls keine Flasche Sekt geöffnet. Die Gemeindevertretung ist immer wieder für Überraschungen gut.“

Auf die Frage, ob die bisherigen Planungen und die Größe des Grundstückes noch ausreichend wären, sagt sie: „Ich hoffe es! Die Ansprüche wachsen wahnsinnig schnell, etwa im Bereich der Hygiene.“ Die Gemeinde ist mit ihrer Brandschutzbedarfsplanung überfällig, hier kann man also keine Erkenntnisse darüber erwarten, was tatsächlich benötigt wird. Pietzner möchte sie extern vergeben. „Intern ist man mit Wünschen so angreifbar.“ Aktuell wartet sie nun auf die tatsächliche Baugenehmigung und den Spatenstich. „Vielleicht tritt dann Euphorie ein.“

Von Konstanze Kobel-Höller

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