Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Stahnsdorf Neues Bäke-Quartier in einem Jahr bezugsfertig
Lokales Potsdam-Mittelmark Stahnsdorf Neues Bäke-Quartier in einem Jahr bezugsfertig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:27 31.10.2019
An der Wilhelm-Külz-Straße in Stahnsdorf entsteht in den nächsten zwei Jahren das neue Bäke-Quartier. Quelle: Foto: Bonava
Stahnsdorf

Als Stahnsdorfs Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger) und Bonava-Projektleiter Christopher Haak am Mittwoch zur Grundsteinlegung für das neue Bäke-Quartier in Stahnsdorf die Schatulle mit einigen Münzen, einem Werbeflyer und der aktuellen Ausgabe der Märkischen Allgemeinen Zeitung im sandigen Boden vergruben, waren 62 der insgesamt 66 künftigen Eigentumswohnungen des neuen Viertels bereits verkauft oder reserviert. Der deutsch-schwedische Projektentwickler Bonava hatte das etwa 10 000 Quadratmeter große Grundstück an der Wilhelm-Külz-Straße 2017 von einer Erbengemeinschaft erworben. Wo zu DDR-Zeiten ein Backwarenkombinat Brötchen buk und nach der Wende Küchen verkauft wurden, sollen in den kommenden zwei Jahren sechs jeweils viergeschossige Stadtvillen mit viel Grün im Umfeld entstehen.

Stahnsdorfs Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger, l.) und Bonova-Projektleiter Christopher Haak legen in Stahnsdorf den Grundstein für das neue Bäke-Quartier. Quelle: Heinz Helwig

Ein Vorteil für den Projektentwickler: Für die Fläche gab es bereits einen Bauvorbescheid. Doch Bonava wollte sein Projekt nach eigenen Vorstellungen verwirklichen. „Das Quartier soll sich in die Umgebung einfügen. Wir haben uns bei den Planungen am gegenüber liegenden Bäketal orientiert und unserem Quartier deshalb auch dessen Namen gegeben“, sagt Haak. Die Häuser nehmen die Flucht des dahinter liegenden Hanges auf, dessen Kamm zu einem Grünzug mit verschiedenen Spielmöglichkeiten für Kinder, Sitzinseln und einem Boule-Platz umgestaltet wird.

Komplette Fertigstellung Ende 2021

Die ersten Bauarbeiten hatten im August dieses Jahres begonnen. Die ersten Eigentümer sollen ihre Wohnungen Ende 2020 übernehmen können, kündigt Haak an. Ein Jahr später soll die gesamte Anlage fertig sein. „Wir liegen gut im Zeitplan. Die Baugrube ist zum großen Teil ausgehoben und das Kellergeschoss des ersten Hauses mit dem dazugehörigen Teil an der Tiefgarage im Rohbau fertig. Jetzt folgt der Keller des zweiten Hauses, bevor es anschließend in die Höhe geht“, ist der Projektleiter zuversichtlich. Die Hälfte der Eigentümer würde ihre Wohnungen selbst nutzen, die anderen wollen vermieten, meint er. Die Käufer kämen unter anderem aus Berlin, aber auch aus der Region Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf oder sogar aus dem Hamburger Großraum.

Mit dem Bauablauf liegt der Projektentrwickler nach eigenen Angaben gut im Zeitplan. Im Hintergrund links ist schon ein Teil des Rohbaus der Tiefgarage zu sehen. Quelle: Heinz Helwig

Preise zwischen zwischen 200 000 und 450 000 Euro

Die Zwei- bis Vierraumwohnungen werden eine Nutzfläche zwischen 55 und 114 Quadratmeter haben. Sie sind barrierefrei und mit einem Balkon beziehungsweise einer Terrasse – teilweise mit einem Gartenzugang – angelegt. Je nach Größe und Lage der Wohnungen kosten diese nach Angaben von Bonava zwischen 200 000 Euro und 450 000 Euro. In der Tiefgarage richten die Bauleute 74 Stellplätze für die Autos der Anwohner ein. Weitere 45 Parkflächen stehen oberhalb vor den Häusern zur Verfügung.

Projektentwickler baut auch in Teltow und Zossen

Bonavaist 2016 aus dem skandinavischen Bau-und Immobilienkonzern NCC entstanden. Das Unternehmen baut allerdings schon seit den 1930-er Jahren in Schweden Häuser und Wohnungen.

Mit dem Verkauf der Wohnungen in Stahnsdorf war im Juni des vergangenen Jahres begonnen worden.

Ein regionales Ingenieurbüro hat die Fläche ür die Bebauung vermessen.

Der Projektentwickler baute auch in Teltow 136 Mietwohnungen. In Zossen entstehen 171 neue Wohnungen.

Ein nächstes Projekt soll in der Teltower Ritterstraße starten. Dort sind vier Doppelhäuser geplant.

Alte Baracken waren verseucht mit Asbest

Nachbarin Gudrun Hoffmann hat den Abriss der alten Baracken von ihrem Fenster aus beobachten können. „Das sah ein bisschen gruselig aus, als Männer in weißen Schutzanzügen die Asbestdächer abdeckten“, schildert sie. Als sie mit ihrer Familie vor 42 Jahren nach Stahnsdorf kam, hatten ihr alte Einwohner erzählt, dass auf dem Gelände früher einmal Sand abgebaut worden war. Danach hieß das Gebiet lange Zeit Am Sandeberg.

Renate Wippel aus Norderstedt in Schleswig-Holstein freut sich schon auf ihre neue Wohnung, die ebenerdig liegt und einen Zugang zu einem kleinen Garten hat. Ihr Mann ist in Berlin-Zehlendorf aufgewachsen, und auch die Tochter wohnt in Berlin. Jetzt haben sich Enkel eingestellt, weshalb es das Ehepaar wieder ins Berliner Umland zieht. „Da haben wir dann kurze Wege, wenn wir unsere Kinder und Enkel einmal besuchen wollen“, sagt Renate Wippel.

Von Heinz Helwig

Stahnsdorf Stahnsdorf ehrt engagierte Mitbürger „Tausendsassa“ im Ehrenamt

Mit einer silbernen Ehrennadel zeichnet die Gemeinde Stahnsdorf seit sechs Jahren Mitbürger aus, die sich überdurchschnittlich in ihren Ehrenämtern engagieren. In diesem Jahr verlieh sie drei Anstecker an Reinhold Krause, Jürgen Böhm und Gerhard Kleinke.

27.10.2019

An der Heinrich-Zille-Grundschule in Stahnsdorf wurden Legionellen im Trinkwasser entdeckt. Die Gemeinde ließ das Wassersystem desinfizieren. Die Duschen in der Sporthalle sind vorläufig gesperrt.

25.10.2019
Kleinmachnow Neuer Kunstrasenplatz in Kleinmachnow Rettung aus größter Not

Der Fußballnachwuchs des RSV Eintracht 1949 Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf trainiert ab dem 4. November auf dem neuen Kunstrasenplatz in Kleinmachnow. Der Platz wird dringend gebraucht, weil andere Sportstätten in der Wintersaison nicht bespielbar sind, sagt RSV-Präsident Michael Grunwaldt.

25.10.2019