Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Stahnsdorf Güterfelder See sitzt bald auf dem Trockenen
Lokales Potsdam-Mittelmark Stahnsdorf Güterfelder See sitzt bald auf dem Trockenen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:26 19.05.2019
Der Güterfelder Haussee ist ein durchaus idyllisches Naherholungsgebiet – doch er muss regelmäßig „nachgefüllt“ werden. Quelle: Heinz Helwig
Güterfelde

Jeden Sommer sinkt der Wasserstand des Güterfeldes Haussees, ein Fünftel seines Wassers geht laut Experten jährlich verloren, sodass sich seine Seeoberfläche auch verringert. Um das Verlanden des auch als Naherholungsgebietes beliebten Gewässers zu verhindern, muss aktiv Wasser zugepumpt werden. Bis 2010 hatte Stahnsdorf eine Genehmigung dafür – nun liegt der Gemeinde ein Gutachten vor, das einen neuen Antrag unterstützt.

Pumpbetrieb wiederholt außer Betrieb

Vor rund 16 Jahren hatte die Gemeinde Stahnsdorf die Reißleine gezogen und den See um 1,2 Millionen Euro saniert, Schlamm ausgebaggert und 3000 Kubikmeter Wasser nachgefüllt, um seinen Erhalt sicherzustellen. Dauerhaft konnte der Wasserspiegel aber nur gehalten werden, indem regelmäßig Wasser zugeführt wurde. So wurde 2004 im Anschluss eine Genehmigung für die regelmäßige Zufuhr von Grundwasser über einen eigens errichteten Förderbrunnen beantragt. 2010 lief diese jedoch aus, ein neuer Antrag wurde nicht gestellt. „In den vergangenen Jahren trat der Pumpbetrieb wiederholt für längere Zeiträume außer Betrieb. Die Ausfälle liegen im regional sinkenden Grundwasserspiegel und dem damit einhergehenden höheren Anteil an Schwebstoffen im Grundwasser begründet“, kommentiert Stahnsdorfs Sprecher Stephan Reitzig die darauffolgende Zeit.

Gutachter sagt: Wasser, Wasser nochmals Wasser

Als im Vorjahr der Ruhlsdorfer Röthepfuhl mit dem gleichen Problem in die Schlagzeilen geriet, entschied sich Stahnsdorf nach einer Anfrage des Landkreises dazu, bei der Unteren Wasserbehörde doch um eine neue Bewilligung anzufragen.

Nun liegt das dafür benötigte Gutachten dafür vor: Das Berliner Büro GuD Consult empfiehlt darin, auch weiterhin und unbefristet Grundwasser einzupumpen, da die bisherige Einleitung keine Auswirkung auf den Wasserhaushalt und die Natur des Sees gezeigt habe. Auch auf das Strömungsverhalten des Grundwassers habe sie keinen messbaren Einfluss gehabt. Dabei könne der bestehende Förderbrunnen genutzt werden, der laut einer Kamerabegutachtung vor drei Jahren noch voll funktionsfähig ist. Das Wasser wird dabei mit einer maximalen Förderrate von 25 bis 30 Kubikmeter pro Stunde in den See geleitet. Durch diese Maßnahme soll der Seewasserspiegel durchgehend auf 36 Meter (Über Null) gehalten werden.

Ohne eigenen Zufluss

Der Güterfelder Haussee hat keinen eigenen Zufluss, bis zur Wende war er von den Rieselfeldern gespeist worden, über die jedoch auch eine große Menge an Verschmutzung zugeführt wurde. Mit Stilllegung der Felder im Jahr 1989 wurde das Regenwasser die einzige Quelle für neues Wasser für den See, der Wasserspiegel nahm in der Folge jährlich um rund 15 Zentimeter ab. Auch der Ruhlsdorfer Röthepfuhl bekommt jährlich Hilfe von außen, hier wurde im Vorjahr beantragt, jährlich weiterhin bis zu 20 000 Kubikmeter Wasser zuführen zu dürfen.

Von Konstanze Kobel-Höller

Kleinmachnow Kreisvolkshochschule klärt auf - Die Regenbogenfamilien

Wenn mindestens ein Elternteil nicht heterosexuell und cis-sexuell ist, sich also dem eigenen Geschlecht zugehörig fühlt, spricht man von einer Regenbogenfamilie. Mehr darüber erfahren Neugierige in der Kreisvolkshochschule Potsdam-Mittelmark.

14.05.2019
Kleinmachnow Basketballer suchen Geldgeber - Sprung in die Bundesliga

Sportlich hat die Basketballmannschaft des RSV Eintracht Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf den Aufstieg in die 2. Bundesliga bereits geschafft. Jetzt kommen die finanzielle Zwänge. Der Sportverein tingelt auf Sponsorensuche durch die Region.

14.05.2019

Die Nutzung eines kommunalen Wappens ist streng geregelt. Gerade für Wahlwerbung darf es nicht verwendet werden. Darauf hatte die Gruppe Wir Vier in Stahnsdorf nicht geachtet. Das wurde ihr nun zum Verhängnis.

11.05.2019