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Stahnsdorf Atempause für Familien
Lokales Potsdam-Mittelmark Stahnsdorf Atempause für Familien
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00:19 22.05.2019
Als „familienfreundlich in PM“ zeichnet Vize-Landrat Christian Stein (CDU) das Unternehmen „Atemzug – Intensivpflege Stahnsdorf“ von Martina Burkart (M.) aus. Quelle: Landkreis
Stahnsdorf

Beim jüngsten „Treffpunkt Wirtschaft“ des Landkreises Potsdam-Mittelmark dieser Tage in der Ländlichen Heimvolkshochschule am Seddiner See wurden diesmal drei gleichberechtigte erste Preise für die familienfreundlichsten Unternehmen im Landkreis vergeben. Mit einem dieser Preise wurde die „Atemzug – Intensivpflege Burkart“ aus Stahnsdorf ausgezeichnet. „Es ist doch das simpelste der Welt, freundlich zu sein“, erklärte Unternehmenschefin Martina Burkart nach der Verleihung.

Ein familiäres Umfeld auch im Team

Ein familiäres Umfeld, in dem sich alle wohlfühlen, dafür schafft der Betrieb auch ehrenamtlich die Voraussetzungen – innerhalb des Mitarbeiterteams genauso wie bei den Familien, die auf die Hilfe von „Atemzug“ rund um die Uhr angewiesen sind. Die emotionale Betroffenheit, die in der Intensivpflege oft nicht ausbleibt, kommt noch hinzu. „Wir betreuen Fälle wie den von Michael Schumacher“, sagt die Unternehmerin, „da brauchen uns die Familienangehörigen“.

Seit drei Jahren bietet „Atemzug“ die Intensivpflege im Raum Potsdam sowie in der Teltower Region an. Betreut werden inzwischen auch sieben Kinder. Sieben Pflegefachkräfte begleiten derzeit die Kleinsten beim Kita- und Schulbesuch. Finanziert wird das Projekt zu 100 Prozent von den Krankenkassen.

Das Ziel: Ein normales Leben trotz schlimmer Diagnose

Ein großes Glück bedeutet das nicht nur für die Eltern der betroffenen Kinder, sondern auch für Pflegekraft Madeleine Bastian. „Das ist beidseitige Resozialisierung“, sagt die alleinerziehende Mutter eines neunjährigen Sohnes. Die ausgebildete Krankenschwester kehrte dank der familienfreundlichen Arbeitszeit wieder in den Job zurück und begleitet jetzt ein an Epilepsie erkranktes Kind in die Kita. Ein normales Leben für die Familie trotz der Diagnose ist das Ziel der Betreuung.

„Ich möchte meinen Job nicht mehr tauschen“, sagt Madeleine Bastian. „Mitzuerleben, wie sich das Kind angenommen fühlt, das ist wunderschön.“ Auch die Eltern von schwer kranken Kindern könnten erleichtert wieder ins Berufsleben zurückkehren. Die Kinder entscheiden übrigens selbst, mit welcher Pflegerin sie sich am wohlsten fühlen.

Das Homeoffice wird auch für den Spezial-Pflegedienst immer wichtiger

Dass die benötigte Verordnung der Krankenkasse am Ende fehlt, gehört leider auch zum Alltag. Bis vor Gericht kämpfte Martina Burkart bereits für Pflegefälle – am Ende habe sie immer Recht bekommen.

Zwei Mitarbeiterinnen mit Neugeborenen arbeiten gegenwärtig von Zuhause aus im Homeoffice. Fluktuation und Krankheitsausfälle im Team seien sehr gering, sagt Martina Burkart. Sogar aus dem Pflegeberuf Ausgestiegene seien wieder zurückgekommen – und zwar wegen des persönlichen Miteinanders bei „Atemzug“. Frauen, Männer, Behinderte oder ältere Routinierte und Schulabgänger genauso wie ausländische Fachkräfte – sie alle pflegen, als würden sie sich um eigene Angehörige kümmern. Hilfsmittel seinen alle vorhanden und Weiterbildungen selbstverständlich.

„Geld ist eben nicht alles“, sagt die Firmenchefin und nimmt sich die Zeit, im Hof ihrer Firma Familienfeste für Patienten, Angehörige und Mitarbeiter samt Familien zu veranstalten oder Firmenausflüge zu organisieren.

Von Gesine Michalsky

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