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Stahnsdorf Netflix-Serie Dark in Stahnsdorf gedreht: Düstere Stimmung zwischen künstlichen Gräbern
Lokales Potsdam-Mittelmark Stahnsdorf Netflix-Serie Dark in Stahnsdorf gedreht: Düstere Stimmung zwischen künstlichen Gräbern
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19:05 30.11.2019
Mystisches Stahnsdorf: In der Netflix-Serie Dark kommt die Kapelle des Südwestkirchhofs immer wieder als Kulisse vor. Quelle: fotos: Instagram/Baran bo Odar
Stahnsdorf

Vier Tage lang wurde Mitte November auf dem Stahnsdorfer Südwestkirchhof für die Netflix-Erfolgsserie „Dark“ gedreht – damit wird der Friedhof auch in der dritten Staffel der erfolgreichen Produktion eine Rolle spielen.

In den finalen Folgen „sollen die Fragen und Knoten in den Köpfen der Zuschaue langsam durch alle Zeitebenen entworren werden“, sagt Drehbuchautorin Jantje Fiese. Regisseur ist Baran bo Odar. Die acht Episoden, die je eine Stunde dauern, werden noch bis Dezember in Berlin und Umgebung gedreht – unter anderem eben in Stahnsdorf.

Nicht immer einfach für Filmteams

Dort mit dabei war natürlich auch Olaf Ihlefeldt, Verwalter des Südwestkirchhofs: „Es ist schon beeindruckend, so etwas mit zu begleiten“, sagt er. Nicht nur die Neugierde trieb ihn an diesen vier Drehtagen an das Set, sondern auch die Verantwortung.

Denn seine Aufgabe war es, darauf zu achten, ob auch wirklich alle Auflagen des Denkmalschutzes eingehalten werden. „Die Kapelle darf ja nicht angerührt werden.“ Das sei nicht immer einfach für Filmteams – doch für die Crew um Regisseur Baran bo Odar hat er nur Lob. „Filmleute haben ja immer den Ruf, wie die Axt im Walde zu agieren. Das war hier überhaupt nicht so, das Dark-Team war hochsensibel. Es gab keine Pleiten oder Pannen, sie waren immer dort, wo sie sein sollten.“

Viel Aufwand hinter den Kulissen

Ihlefeldt erzählt auch von den großen Nebelmaschinen, die die passende Stimmung am Set erzeugen sollten – eben dem Motiv der düsteren Serie entsprechend. Besonders habe ihn der Aufwand beeindruckte, der hinter den Kulissen betrieben wird – vor allem, wenn man dann im Vergleich dazu die fertigen Szenen sieht, sagt er. Ihlefeldt betont, dass die Gräber, die zu sehen sind, natürlich nicht echt, sondern extra aufgesetzt seien.

Das sei auch wichtig, schließlich müsse alles pietätsgerecht sein. „Dann kann man auch einen Friedhof ruhig einmal für Dreharbeiten zur Verfügung stellen“, findet Ihlefeldt, der auch bei allen Anfragen darauf achtet, dass keine Dreharbeiten stattfinden, wenn gerade Trauerfeiern angesetzt sind. Für die Besucher des Südwestkirchhofes sei es aber sicher trotzdem sehr verwunderlich gewesen, als die viele Technik und die Lastwagen herumstanden – natürlich eben mit möglichst viel Abstand zu den noch genutzten Gräbern.

Motivjäger aus der ganzen Welt reisen an

Trotz dieser Erlebnisse gehört Ihlefeldt nicht zu den großen Fans der Serie, die vor allem in Übersee und in Südeuropa für Begeisterung sorgt. „Ich habe mir ‚unsere‘ Teile angeschaut, aber mir ist Dark einfach zu kompliziert“, gesteht er. Er habe aber Mitarbeiter, die totale Fans seien und auch alles über die beteiligten Schauspieler wüssten. Und er kommt auch in Kontakt mit Motivjägern, die aus der ganzen Welt anreisen und dann vor der Kapelle Selfies mit sich machen. „Aber das ist sehr überschaubar, kein Megahype“, beruhigt er.

Bei Führungen sei er jedoch schon angesprochen worden, sagt der Kirchhof-Verwalter, vor allem von jungen Leuten, die die Kapelle wiedererkennen. „Das finde ich dann schon schön. Dass das ein Motiv bei Dark ist, ist dann so ein kleiner Bonuspunkt“, sagt er. Man merke aber auch, dass die Leute damit sehr respektvoll umgingen.

Von Konstanze Kobel-Höller

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