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Stahnsdorf Nach Tod von Hündin: Bürgermeister fordert Bogenjagd auf Wildschweine
Lokales Potsdam-Mittelmark Stahnsdorf Nach Tod von Hündin: Bürgermeister fordert Bogenjagd auf Wildschweine
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16:33 05.12.2019
Jagd auf Wildschweine Quelle: Friedrich Bungert
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Stahnsdorf

So schnell wie möglich sollen Jäger in Stahnsdorf mit Pfeil und Bogen auf Wildschweinjagd gehen. Bürgermeister Bernd Albers (BfB) bekräftigt diese Forderung in Reaktion auf den Tod der Hündin Kessy, die von Wildschweinen auf einem Privatgrundstück angegriffen wurde. Albers besuchte die betroffene Familie Gohl am Mittwoch und kondolierte.

Kessy starb bei einem Wildschweinangriff in Stahnsdorf. Quelle: Konstanze Kobel-Höller

In anderen Ländern ist die Bogenjagd erlaubt

Der Tod von Kessy mache deutlich, dass es gerade aus Gründen des Tierschutzes geboten ist, die Bogenjagd auf Wildschweine zuzulassen, sagt Albers: „Es kann nicht sein, dass unsere Haustiere gefährdet werden wenn Rotten von Schwarzwild unbehelligt durch Städte und Gemeinden ziehen, weil innerorts geeignete Jagdmethoden nicht eingesetzt werden dürfen.“ Länder, wie Spanien, Frankreich und Ungarn praktizierten die Bogenjagd seit Jahren erfolgreich.

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Was ist wenn Wildschweine auch Kinder und Jugendliche angreifen?

„Es ist mehr als überfällig, die Bogenjagd auch zum Wohle unserer Vierbeiner einzusetzen“, so Albers weiter und er warnt:, „Wer will verantworten, wenn künftig vielleicht Kinder oder Ältere mit einer Wildschweinrotte zusammenstoßen und dabei möglicherweise verletzt werden?“

>>> Mehr zum Thema: Hat Brandenburg eine Wildschweinplage?

Seine Forderung richtet der Bürgermeister, der schon einmal mit dem Vorstoß für die Bogenjagd am Umweltministerium gescheitert war, an Land und Bund. „Allein die im Jagdgebiet eingesetzten Lebendfallen reichen nicht aus, um die Population in Stahnsdorf und Kleinmachnow zu reduzieren“, sagt Albers. So hätte man zwar in den vergangenen drei Wochen sechs Tiere erlegt, jedoch seien mehr Jagdmethoden notwendig, um die Bestände nachhaltig zu dezimieren.

Bürgermeister Bernd Albers (BFB, l.) bekundet Mitgefühl gegenüber Hundehalter Hans-Joachim Gohl Quelle: Gemeinde Stahnsdorf

Gesprächsbedarf mit Agrarminister Vogel

„Es muss nun unverzüglich die Bogenjagd genutzt werden“, drängt Albers, „der brandenburgische Landwirtschaftsminister muss handeln.“ Diesbezüglich bat Albers den Minister in einem Schreiben vom 5. Dezember um einen persönlichen Gesprächstermin beim neuen Agrarminister Axel Vogel (Grüne).

Von MAZonline

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