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Stahnsdorf Kompromiss wackelt
Lokales Potsdam-Mittelmark Stahnsdorf Kompromiss wackelt
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21:16 10.03.2019
Für den Standort Annastraße hatten Stahnsdorfer schon einmal im Oktober 2017 demonstriert. Nun empfiehlt ihn auch die Untere Naturschutzbehörde. Quelle: Konstanze Kobel-Höller
Stahnsdorf

Mit der Stellungnahme der Unteren Naturschutzbehörde (UNB), in der sie als Alternative zum geplanten Feuerwehr-Standort an den Upstallwiesen die Annastraße befürwortet, wird Stahnsdorf im Wahlkampf auf eine Belastungsprobe gestellt. Der Kompromiss wackelt mehr denn je, die Befürworter einer Wache neben dem Gemeindezentrum fühlen sich gestärkt, die Unterstützer des Kompromissvorschlages hoffen auf die letzte mögliche Stellungnahme. Denn die UNB hat dazu aufgefordert, „die Sachlage in der Gemeinde erneut zu beraten“ und sie über Argumente, die übersehen wurden, zu informieren. Beraten werden soll nun am Dienstag nicht öffentlich, wenn sich Gemeindevertreter, Verwaltung und Feuerwehr treffen. Auf diesen Termin hofft auch Ortswehrführer Thomas Steinecker, der seit nunmehr rund neun Jahren auf eine Entscheidung wartet: „Die UNB hat den Ball zurückgespielt. Warten wir den nächsten Spielzug der Gemeindevertretung und der Verwaltung ab.“

Neun Jahre wartet der heutige Ortswehrführer von Stahnsdorf, Thomas Steinecker, schon auf eine verbindliche Entscheidung. Vom Treffen der Arbeitsgruppe am Dienstag erhofft er sich sehr viel. Quelle: Gemeinde Stahnsdorf

CDU-Chefin Ines Schröder-Blohm kann die Einschätzung der UNB nicht nachvollziehen. Das Grundstück sei von drei Straßen umgeben, sodass nicht davon auszugehen sei, dass die für die Feuerwehr geplante Fläche als zu schützendes Biotop zu sehen sei. Bereits Ende der 1990-er Jahre sei dieser Standort schon einmal in Betracht gezogen worden, weil damals schon erkannt worden sei, dass er der beste und zukunftsorientierteste sei. „Es gibt keine Alternative.“ Insgesamt waren acht Standorte für die UNB betrachtet worden.

Gemeinde sollte sich umorientieren

Thomas Michel (Bündnis 90/Grüne) betont, dass es sich zwar nicht um einen Bescheid, sondern nur eine Stellungnahme handelt, rät aber dazu, diese ernst zu nehmen. Natürlich könne die Gemeinde weiter planen, aber dann würde man sich sehenden Auges der Gefahr aussetzen, dass der Bebauungsplan mit hoher Wahrscheinlich nicht genehmigt werde, sagt der Vorsitzende des Bauausschusses, der schon immer für eine Wache an der Annastraße eintrat. „Es wäre ein sinnvolles Zeichen der Gemeinde, sich jetzt anders zu orientieren.“ Michel, der selbst für die UNB arbeitet und dort ähnliche Anträge bearbeitet, hält die Arbeit seines Kollegen für nachvollziehbar. „Ich weiß nicht, ob ich der Gemeinde die Chance zu noch einer weiteren Stellungnahme gegeben hätte.“

SPD will noch einmal nachverhandeln

Doch genau darauf baut Dietmar Otto (SPD). Er vermutet: „Es kann sein, dass die Behörde nicht alle Fakten zur Annastraße kennt, sie ist nicht auf alle Argumente eingegangen.“ So seien die Ausrückzeiten und die Anfahrt einiger Kameraden durch das Grashüpferviertel ungünstiger. „Solche Punkte wurden nicht berücksichtigt.“ Tatsächlich geht die UNB in erster Linie auf die mögliche Nutzung der Fläche für eine Schule sowie auf das Planungsrecht ein, nicht aber auf die angesprochenen Aspekte. „Es ist ein hohes Gut, dass wir uns mit einer Zweidrittel-Mehrheit auf den Standort verständigt haben. Da müssen wir vielleicht noch einmal nachlegen.“

Von Konstanze Kobel-Höller

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