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Stahnsdorf „Das Haus ist nur 20 Meter vom Ort der Sprengung entfernt“
Lokales Potsdam-Mittelmark Stahnsdorf „Das Haus ist nur 20 Meter vom Ort der Sprengung entfernt“
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16:01 08.02.2020
Sven Carow vor dem Büro des Ingenieurbüros, das direkt neben dem Fundort der Bombe liegt. Quelle: Friedrich Bungert
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Stahnsdorf

Die Detonation der Stahnsdorfer Fliegerbombe hat Jörg Carow am Samstagmorgen geweckt.

„Ich war mit dem Wissensstand ins Bett gegangen, dass die Bombe entschärft wird. Da war noch nicht abzusehen, dass kontrolliert gesprengt werden muss“, sagt der 47-Jährige, der in Kleinmachnow außerhalb des Bombensperrkreises wohnt. Das von ihm geleitete Ingenieurbüro für Gebäudetechnik liegt allerdings in der Stahnsdorfer Wilhelm-Külz-Straße.

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„Mein erster Eindruck: wie nach dem Krieg“

„Das Haus ist nur 20 Meter vom Ort der Sprengung entfernt“, sagt Carow. Als am Morgen gegen 7 Uhr der Sperrkreis aufgehoben wurde, war er mit dem Hauseigentümer sofort vor Ort.

„Mein erster Eindruck war tatsächlich, dass es wie nach dem Krieg aussieht. Die Haustüren wurden herausgerissen und lagen in Trümmern. Diverse Scheiben sind zu Bruch gegangen. Es ist kein schöner Anblick“, so Carow zur MAZ. Im Inneren hängen Einbauleuchten von den Decken, die es aus den Rigips-Wänden gerissen hat.

Das Ingenieurbüro liegt direkt neben der Baustelle, auf der die Bombe gefunden worden ist. Quelle: Friedrich Bungert

Im Vergleich zum Nachbarhaus hatte Carow aber noch Glück

Im Vergleich zum Nachbarhaus hat er allerdings Glück gehabt. „Direkt neben uns ist die Dachseite direkt zur Detonation ausgerichtet. Da hat es große Teile des Daches abgedeckt. Unser Haus stand mit dem Giebel zur Druckwelle. Da hat es nur ein paar Ziegel angehoben. Die Dachdecker sind schon dabei das zu reparieren“, sagt er.

Die Schäden im Inneren halten sich in Grenzen, findet Carow. Quelle: Friedrich Bungert

Das Haus wurde erst vor fünf Jahren kernsaniert. Ein Versicherungsvertreter hat die Schäden bereits am Samstag dokumentiert. „Die Alarmanlage funktioniert und der Wachschutz ist auch vor Ort“, sagt Sven Carow. Er hofft, dass er und seine vier Kollegen am Montag wieder die Arbeit aufnehmen können.

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Von Peter Degener

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