Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Stahnsdorf Rollende Kommandozentrale
Lokales Potsdam-Mittelmark Stahnsdorf Rollende Kommandozentrale
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:30 30.04.2019
Den Schlüssel für den Einsatzleitwagen übergab Bürgermeister Bernd Albers (BfB, M.) an Gemeindewehrführerin Steffi Pietzner (2. v. r.). Quelle: Gemeinde Stahnsdorf
Stahnsdorf

Einen neuen Einsatzleitwagen für die Stahnsdorfer Gemeindefeuerwehr übergab Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger) zu Beginn dieser Woche stellvertretend an die Gemeindewehrführerin Steffi Pietzner. Der neue Opel Movano löst den Vorgänger Vivaro ab, der im August 2010 in den Dienst gestellt worden war. Mittlerweile entspricht das alte Fahrzeug weder vom Platzangebot, noch von der technischen Ausstattung her den modernen Anforderungen an ein leistungsfähiges Leitfahrzeug. Komplett ausgemustert wird das alte Feuerwehrauto allerdings nicht. Die Wehrführung will den Vivaro weiter als Kommandowagen nutzen.

Hundert Stunden Eigenleistung

Durch etwa einhundert Stunden Arbeit in Eigenleistungen beim Umbau und bei der Ausrüstung des neuen Feuerwehrautos hatten die Stahnsdorfer Feuerwehrleute den Kaufpreis etwa auf die Hälfte senken können. Außerdem konnten sie dadurch das neue Fahrzeug gleich individuell auf ihre ganz konkreten Anforderungen und Bedürfnisse ausrichten. Nach Angaben der Gemeinde ist ein neues Komplettfahrzeug nicht unter 160 000 Euro zu haben. Dank der Eigeninitiative der Feuerwehr muss die Gemeinde nun nur knapp 90 000 Euro dafür ausgeben. Im Gemeindehaushalt waren etwa 100 000 Euro für das neue Feuerwehrauto vorgesehen gewesen. Das Fahrzeug soll in der der Feuerwache in Güterfelde stationiert werden. Ortswehrführer Marcel Petri hatte federführend den Kauf des Autos und den Aufbau der Leitstelle organisiert.

Feuerwehr lässt Drohne aufsteigen

Im neuen Einsatzleitfahrzeug wurden zwei feste und ein mobiler Computerarbeitsplatz eingerichtet. Es verfügt weiterhin über einen Funkarbeitsplatz mit bis zu vier Funkgruppen. Im Fahrzeugfond ermöglicht eine sogenannte Besprechungsecke Beratungen der Einsatzleitung. Eine Netzanlage garantiert stabile Telefon-, Fax- und Internetverbindungen, auch dank neuester Software für die Einsatzführung. Zur Lageerkundung kann die Einsatzführung jetzt eine elektronische Drohne aufsteigen lassen. Mit Hilfe einer ausfahrbaren Markise können die Besprechungen an heißen Tagen auch außerhalb des Fahrzeugs durchgeführt werden.

Seine Jungfernfahrt hat der Einsatzleitwagen mittlerweile mit seinen ersten Einsätzen längst hinter sich. Die „rollende Kommandozentrale“ soll allerdings nicht nur in der TKS-Region eingesetzt werden, sondern in besonderen Fällen auch vom Landkreis Potsdam-Mittelmark abgerufen werden können. Dies könnten beispielsweise Hilfeleistungen bei Unfällen mit gefährlichen Stoffen und Substanzen sein.

Streit um Feuerwehrneubau hält an

Auf den Schlüssel zu ihrem neuen Gerätehaus werden die Stahnsdorfer Feuerwehrleute dagegen weiterhin einige Zeit warten müssen. Noch streiten sich Stahnsdorfs Gemeindevertreter über den geeigneten Standort dafür. Mit zwei unterschiedlichen Anträgen zum Feuerwehrneubau setzen sie diesen Streit in ihrer Sitzung heute Abend womöglich fort. Während CDU, SPD, Wir Vier und Linke auf der Freifläche in der Annastraße einen Bildungscampus anlegen wollen, um ihr favorisiertes Grundstück am Güterfelder Damm alternativlos zu machen, schlagen Bürger für Bürger, die Bündnisgrünen und der FDP-Abgeordnete Christian Kümpel neben dem Gemeindezentrum eine Kombination von Feuerwehr und Schulgebäude vor, für die die Fläche groß genug sei. Die Untere Naturschutzbehörde hatte die Freifläche als genehmigungsfähige Alternative zur ungewissen Lösung im Landschaftsschutzgebiet am Güterfelder Damm eingestuft.

Von Heinz Helwig

Stahnsdorf Projektentwickler war Fluchthelfer - Er grub den Tunnel nach Ost-Berlin

Wolfhardt Schroedter ist der Mann, der mit seinen Kindern den Mehrgenerationencampus auf dem Areal des früheren Elisabeth-Sanatoriums in Güterfelde errichten möchte – doch der 78-Jährige hat eine Vergangenheit als Fluchthelfer. Er grub den bekannten „Tunnel 29“.

30.04.2019

Die Gemeinde Stahnsdorf will zur Bekämpfung der Wildschweinpopulation einen Dorfjäger einsetzen. Sie findet allerdings niemanden, der diesen Job übernehmen will, und streitet über Details.

26.04.2019

Unter dem neuen Namen „dimension 14“ laden die regionalen Künstler der Gruppe „Art Event“ zur alljährlichen Werkschau in die verlassene Pardemann-Villa in Stahnsdorf ein. „Schweben“ haben die Künstler ihre Ausstellung hintersinnig betitelt.

25.04.2019