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Stahnsdorf Gymnasium verzehnfacht Schülerzahl
Lokales Potsdam-Mittelmark Stahnsdorf Gymnasium verzehnfacht Schülerzahl
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01:16 07.03.2019
Zum Einzug ins Schulhaus und zur Namensgebung am 5. August 2013 kam auch Susanne von Bülow (vorn) nach Stahnsdorf. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Stahnsdorf

In den ersten zehn Jahren seines Bestehens hat das Vicco-von-Bülow-Gymnasium in Stahnsdorf seine Schülerzahl fast verzehnfachen können. Ihr Jubiläum wollen Schüler, Lehrer und Eltern am 30. August dieses Jahres mit einem Fest feiern. Ein Festkomitee, dem die Schulleitung, die beiden Jahrgangsleiter Michael Bellmann und Oliver Limbach sowie einige Eltern angehören, arbeitet seit etwa acht Wochen am Festprogramm. Die Sport- und Geographielehrerin Christin Schulz koordiniert alle Ideen und Festlegungen.

Festveranstaltung wird live übertragen

Zu Beginn des Festes wollen sich die Schüler auf dem Schulhof zur Zahl „10“ aufstellen und ihren Jahrestag im Foto verewigen. Die offizielle Festveranstaltung, zu der auch ehemalige Schüler sowie prominente Gäste erwartet werden, beginnt um 14 Uhr in der Aula der Schule und wird dank des Schulfernsehens in alle Klassenräume live übertragen. Mit kleinen Darbietungen beteiligen sich die jeweiligen Klassen anschließend am Gesamtprogramm des Tages.

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Schulleiterin Annett Reissing und ihr Stellvertreter Sven Jentzen blättern im ersten Jahrbuch des späteren Vicco-von-Bülow-Gymnasiums. Quelle: Heinz Helwig

Zur Eröffnung des Schulhauses in Stahnsdorf und zur Namensgebung des Gymnasiums im August 2013 war Susanne von Bülow, die Tochter des bekannten Humoristen, gekommen. Ob sie auch diesmal das Jubiläum mit den Schülern feiern wird, ist ungewiss.

Start mit acht Lehrern und 84 Schülern

Das Vicco-von-Bülow-Gymnasium nahm am 31. August 2009 seinen Betrieb unter dem Namen Gymnasium Stahnsdorf auf.

Die Schule war anfangs im früheren Oberstufenzentrum (OSZ) in der Teltower Warthestraße untergebracht. Aus Platznot ließ der Landkreis als Schulträger das Haus in der Stahnsdorfer Heinrich-Zille-Straße 30 errichten.

Seinen Namen erhielt das Vicco-von-Bülow-Gymnasium mit dem Umzug nach Stahnsdorf am 5. August 2013.

Im ersten Schuljahr unterrichteten acht Lehrer 84 Schüler. Derzeit werden in Stahnsdorf etwa 700 Schüler von 53 Lehrern unterrichtet.

Das Logo des Gymnasiums ist ein angedeuteter Pirol. Der Pirol ist das Wappentier der Familie von Bülow. Ins Französische übersetzt heißt Pirol „Loriot“.

„Der damalige Schulentwicklungsplan des Landkreises stellte einen hohen Bedarf an Gymnasiumplätzen in der Region Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf fest. Das veranlasste die Kreisverwaltung, eine weitere weiterführende Schule in der Region zu etablieren“, erinnern sich Schulleiterin Annett Reissing und ihr Stellvertreter Sven Jentzen an die Bildung ihrer Schule. Beide gehören zu den „Gründungslehrern“ des Gymnasiums, das seinerzeit zwar den Namenszusatz Stahnsdorf hatte, aber im früheren Haus des Oberstufenzentrums (OSZ) in Teltow untergebracht war. Noch heute liege die sogenannte Übergangsquote, die den Wechsel von Grundschülern in weiterführende Schulen anzeigt, in der Region bei 70 Prozent, sagt Jentzen.

Sprung in einen neuen Lebensabschnitt

Erster Schulleiter des neuen Gymnasiums war Ulrich Klatt, der inzwischen seinen Ruhestand genießt. Sein Leitspruch „Lernen ist täglich gelebtes Leben“ wurde zum Titel des Schulprogramms des Gymnasiums. Zehn selbst aufgestellte Thesen regeln das faire Miteinander der Schüler.

Ulrich Klatt war der erste Schulleiter des Gymnasiums Stahnsdorf, das später den Namen Vicco von Bülow erhielt. Inzwischen genießt der Rektor seinen Ruhestand. Quelle: Archiv/Olaf Möldner

Neben vielen organisatorischen und logistischen Herausforderungen musste das Gymnasium anfangs erst einmal sein eigenes Profil finden. Schließlich kristallisierten sich die Sprache, der Sport sowie eine musikalisch-ästhetische Orientierung als die drei Grundsäulen des Gymnasiums heraus.

Früher mussten alle Schüler nach ihrer Aufnahme ein gespanntes Seil überspringen. Das sollte den Sprung in den nächsthöheren Lebensabschnitt symbolisieren. Wie erfolgreich diese Sprünge für die Schüler mitunter waren, belegen unter anderem die mehrmalige Teilnahme am Bundesfinale Basketball oder die schon mehrjährige Qualifikation der achten Klassen zum Finale des Wettbewerbs „Mission Energiesparen“ des märkischen Energieversorgers.

Von Heinz Helwig

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