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Stahnsdorf Stahnsdorfs Kinder tollen über einen neuen Spielplatz
Lokales Potsdam-Mittelmark Stahnsdorf Stahnsdorfs Kinder tollen über einen neuen Spielplatz
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16:04 11.07.2019
In Stahnsdorf wurde am Donnerstag der Waldspielplatz eröffnet. Quelle: Konstanze Kobel-Höller
Stahnsdorf

Balancierstrecken, Seilkombinationen, eine Reckstangeneinheit, eine Hangelleiter und Hüpfplatten überwiegend aus Douglasienholz sollen künftig auf dem Waldspielplatz im Stahnsdorfer Beethovenwäldchen Groß und Klein Spaß an Bewegung bieten. Nach einem „etwas längeren Weg“, wie Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger) zurückblickte, fand nun am Donnerstag die Eröffnung des Platzes und gleichzeitig auch die Enthüllung des letzten Spiel- und Sportgerätes statt.

Gemeinde investiert 75 000 Euro

Insgesamt stehen Kindern und Erwachsenen 1050 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Die Gemeinde hat in die bauliche Errichtung 75 000 Euro investiert.

Begonnen hatte alles schon vor zehn Jahren, als 2009 durch die Gemeindevertretung zum Schutz des Waldareals eine Veränderungssperre sowie ein Grünordnungsplan für die Fläche beschlossen wurden. Darin war auch ein Spielplatz vorgesehen. Grundstücksbesitzer klagten zwar im April 2011 wegen angeblicher Verfahrensfehler dagegen, blieben jedoch ohne Erfolg: Das Oberverwaltungsgericht entschied drei Jahre später zugunsten der Gemeinde und erkannte in seinem Urteil den Waldspielplatz als wesentliches Element an, so Albers.

Bäume und Wurzeln mussten erst beseitigt werden

Nach der Entscheidung folgten langwierige Verhandlungen wegen der notwendigen Fällungen von Bäumen, um Platz für die Spielgeräte zu schaffen, sowie der Ersatzmaßnahmen. Horst Heinisch vom Landschaftsarchitekten-Büro „aterlier 8“ aus Baruth (Teltow-Fläming) hatte noch mit weiteren Schwierigkeiten zu kämpfen, etwa mit den Wurzeln, die es beim Auskoffern des Grundes für das Aufstellen der Sportgeräte nicht zu verletzen galt, oder mit den Abwasser- und Wasserleitungen. Diese müssen im Bereich des Spielplatzes auch mithilfe von Fahrzeugen gewartet werden können.

Platz zum Verweilen

„Die Geräte hätten keine zehn Zentimeter weiter nach innen können“, sagt Heinisch. Lieferzeiten von fünf und mehr Monaten hätten die Wartezeit zudem verlängert. In der ersten Hälfte dieses Jahres wurden schließlich die Bauarbeiten durch das Unternehmen Baum und Park Potsdam aus Nuthetal durchgeführt.

Schon 1973, als die Potsdamer Allee vierspurig ausgebaut wurde, sei diese Verbindung zur Friedensallee als Straße abgebunden worden, so Albers. Jetzt soll der Bereich trotz der angrenzenden Sammelstraße zum Verweilen einladen, hofft er. Dem schließt sich auch Thomas Michel (Bündnis ’90/Grüne) an, der darauf hinweist, dass die Geräte, die überwiegend aus Holz bestehen und auch im Sommer natürlich beschattet werden, „nicht total heiß werden.“ Der Spielplatz sei daher bei jedem Klima gut nutzbar.

Von Konstanze Kobel-Höller

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