Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Startschuss für den Powerbus
Lokales Potsdam-Mittelmark Startschuss für den Powerbus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:27 02.01.2017
Jürgen Roß (VBB), Kerstin Hoppe, Regiobus-Geschäftsführer Hans-Jürgen Hennig, Manuela Saß und Landrat Wolfgang Blasig (v.l.).
Jürgen Roß (VBB), Kerstin Hoppe, Regiobus-Geschäftsführer Hans-Jürgen Hennig, Manuela Saß und Landrat Wolfgang Blasig (v.l.). Quelle: Luise Fröhlich
Anzeige
Werder

Lange ist an dem neuen Fahrplan für den Powerbus gefeilt worden. Künftig soll er Werder und die Gemeinde Schwielowsee besser miteinander vernetzen und die Orte günstiger an Potsdam anbinden. Dafür sind die Busse seit 1. Januar häufiger, mit einheitlichen Linienwagen und klar getaktet unterwegs.

Am Montag ist das neue Konzept der Verkehrsgesellschaft Regiobus Potsdam-Mittelmark im Beisein des Landrates Wolfgang Blasig (SPD) und der Bürgermeisterinnen Kerstin Hoppe (CDU) und Manuela Saß (CDU) auf dem Marktplatz auf der Insel in Werder offiziell vorgestellt worden. Fünf zusätzliche Busse und zwölf neue Mitarbeiter sind nun im Einsatz, die 250 000 Fahrkilometer mehr im Jahr zurücklegen. Bestehende Linien sind erweitert oder umstrukturiert worden. Zu den größten Verbesserungen zählt ein komfortablerer Anschluss an den Regionalzug von nahezu allen Werderaner Ortsteilen. Töplitz zum Beispiel ist dank des Powerbusses nun besser an Werder angebunden und die Linie 631 zwischen Werder und Potsdam fährt im Berufsverkehr alle 15 Minuten.

Für manche Schüler sind die Anschlüsse nicht mehr optimal

Kerstin Hoppe, Bürgermeisterin der Gemeinde Schwielowsee, freute sich besonders über den direkten Anschluss von Ferch nach Werder. „Seit vielen Jahren wünschen wir uns das. Nun können unsere Kinder hier auch Schulen in Werder anwählen“, sagte sie. Nachdem die Werderaner und Schwielowseer per Post über die Veränderungen informiert worden sind, gab es einige Beschwerden und Hinweise, wie Regiobus-Geschäftsführer Hans-Jürgen Hennig bestätigte.

Eltern beklagten unter anderem, dass die Anschlüsse nach Potsdam nicht mehr optimal sind oder, dass die Abfahrtszeiten nicht zum Schulschluss passen. „Unsere Planer waren teilweise überrascht, welche Wege die Kinder fahren“, so Hennig. Einige Verbesserungen habe man bereits zum 1. Januar vorgenommen, weitere sollen zum 6. Februar folgen. „Gerade am Anfang können wir es nicht schaffen, allen Wünschen gerecht zu werden“, erklärte er. Insgesamt 30 Anfragen seien bisher eingegangen.

Landkreis übernimmt den Großteil der Kosten

Der Landkreis beteiligt sich an den zusätzlichen jährlichen Kosten mit etwa 400 000 Euro, die Stadt Werder mit rund 180 000 Euro und die Gemeinde Schwielowsee mit 4000 Euro. Die Bushaltestellen sollen in den kommenden Jahren sukzessive modernisiert und möglichst überall mit Wartehäuschen und Echtzeitanzeigen ausgestattet werden, kündigte Hennig an.

Alle neuen Fahrpläne sind unter www.regiobus-pm.de nachzulesen

Von Luise Fröhlich