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Potsdam-Mittelmark Stau im Rheintal
Lokales Potsdam-Mittelmark Stau im Rheintal
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16:32 05.04.2013

MAZ: Herr Rudolph, wo bleiben Lerchen und Schwalben?

Bodo Rudolph: Es ist einfach zu kalt. Einzelne Exemplare sind schon da. Doch die Rückkehrer haben ihre Erkundungstrupps. Und die melden ihren Schwärmen: Lieber südlich bleiben – im wärmeren Rheintal zum Beispiel, wo es zu einem regelrechten Zugstau kommt. Deshalb liegt noch kein jubilierender Lerchengesang über unseren Feldern. Und die Rauchschwalben würden ja noch nicht einmal Fluginsekten als Nahrung finden.

Was hat es mit den Kranichen auf sich, die unsere Region noch immer nicht verlassen haben?

Rudolph: Ein Teil der Kraniche ist bereits in die nördlichen und östlichen Brutgebiete aufgebrochen. Doch dort haben sie es bei immer noch geschlossenen Schneedecken schwer. Es fehlen früh laichende Amphibien als Futter. Deshalb bleiben andere hier. Auf Nahrungssuche grasen die Kraniche immer wieder die Maisstoppelfelder ab oder suchen nach Eicheln. Die kennen sie von den spanischen Korkeichenwäldern. Auch brauchen Kraniche wärmere Südwinde, um nach Norden vorstoßen zu können. Wenn die Thermik fehlt, bleiben sie am Boden.

Die ersten Störche sind im Anflug. Finden sie Nahrung auf den gefrorenen Böden?

Rudolph: Störche sind sehr flexibel, was die Nahrung anbelangt. Weil Amphibien fehlen, werden sie auf Mäusejagd gehen. Störche können sich auch Fische schnappen.

Soll der Mensch jetzt noch mit Futter helfen?

Rudolph: Für die ersten Zugvögel kann Weichfutter mit Haferflocken und Trockenfrüchten nicht schaden. Zu empfehlen sind auch Futterbälle mit getrockneten Insekten. Ein schrumpliger Apfel für die Drossel tut es auch.

Werden viele Vögel den langen Winter nicht überleben?

Rudolph: Bei Standvögeln sind höhere Verluste denkbar. Doch wenn zum Beispiel die Zahl der Meisen sinkt, gibt es für Zugvögel wie den Trauerschnäpper mehr Brutmöglichkeiten. Möglicherweise profitieren in diesem Jahr die ausgehungerten Zugvögel sogar vom langen Winter. Ihre spätere Rückkehr könnte genau mit der Massenvermehrung der Insekten zusammenfallen. Sonst haben sie zu der Zeit bereits mit dem Brutgeschäft zu tun.

Brutvögel auf Wiesen und Felder werden weniger. Gibt es größere Feinde als den langen Winter?

Rudolph: Ja. Kiebitz, Uferschnepfe und Feldlerche sind gefährdet. Beim Walzen und Schleppen auf Wiesen gehen die Gelege futsch. Wo große Maschinen im Einsatz sind, kommt nix mehr hoch. Deshalb ist es gut, wenn die EU Fördermittel für Landwirte mit Naturschutzleistungen verknüpft.

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