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Potsdam-Mittelmark Stein-Therme verzeichnet Besucherzuwachs
Lokales Potsdam-Mittelmark Stein-Therme verzeichnet Besucherzuwachs
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07:43 10.01.2017
Christian Kirchner Quelle: Mischa Karth
Bad Belzig

Die Stein-Therme ist in ihre 15. Saison gestartet. Anlass genug, mit Christian Kirchner, Geschäftsführer der Kurgesellschaft, auf das vergangene Jahr zurückzublicken und eine Vorschau zu wagen.

Wie viele Besucher wurden 2016 im Gesundheitsfindling gezählt?

Es waren 147 863 Gäste. Das sind 600 Besucher mehr als im Jahr davor, und 3000 mehr als geplant, welche die hiesige Bade- und Sauna-Welt besucht haben. Hinzu kommen die Nutzer von Wellnessbereich und Gastronomie. Die Konsolidierung setzt sich offenkundig fort. Zum zweiten Mal in Folge wird es – vorbehaltlich der Prüfungen – ein gutes Jahresergebnis geben.

Die Preiserhöhung um einen Euro im vergangenen Jahr zahlt sich also aus?

Sie wirkt ebenfalls, das ist keine Frage. Vor allem aber mit dem Eigenbetrieb des Blockheizkraftwerkes und der Wärmeversorgung hat sich das Thema Energie vom Kostenpunkt zur Einnahmequelle gewandelt, denn nebenan werden noch 300 Wohnungen in der Kurparksiedlung mitversorgt.

Diese Ersparnis ist damit im Grunde ausgereizt. Wie können Einnahmen und Ausgaben weiter beeinflusst werden?

Die Gäste geben heutzutage durchschnittlich 20 Euro pro Kopf bei einem Aufenthalt aus, den doppelten Betrag von 2002. Das ist nicht nur auf Preiserhöhungen zurückzuführen, sondern Beleg für die Gestaltung attraktiver Offerten. Sie werden obendrein offensiver, zum Beispiel am Beckenrand, vermarktet. Die Menschen sind mehr bereit, Geld für Gesundheit und Erholung auszugeben, erst recht wenn teilweise eine Refinanzierung bei der Krankenkasse möglich ist.

Was spricht die Gäste am meisten an?

Nach wie vor Präventionskurse im Wasser. Aqua-Gymnastik mit Kleingeräten und ohne, -Jogging, -Spinnig sind gefragt. Mitunter werden Kapazitätsgrenzen erreicht. Selbst die Gastronomie ist nach Optimierung auf gutem Wege, das Märkische Schwarzbiersteak ein Renner.

Immer mehr Gäste kommen aus Sachsen-Anhalt.

Ja, das stimmt. Dort können inzwischen erfolgreiche Aktivitäten bei der Akquise verzeichnet werden. Jeder weiß, dass der Wettbewerb in Berlin und Brandenburg bald noch umkämpfter sein wird. Gleichwohl die Stein-Therme ja ihr eigenes Profil mit der speziellen Sole als Heilmittel hat und dies beispielsweise auch wieder Internationaler Tourismusbörse in der Hauptstadt präsentieren wird.

Was passiert mit dem erwirtschafteten Überschuss?

Ein Teil wird in kleinere Modernisierungen investiert, ein Teil dient als Rücklage für schlechtere Zeiten und nicht zuletzt ist eine Tarifanpassung in Kraft getreten. Mit 52 Beschäftigten ist die Stein-Therme ein wichtiger Arbeitgeber.im Hohen Fläming geworden.

Sie sind mittlerweile seit dem Jahr 2012 Chef und haben einen unbefristeten Vertrag. Mit 67 Jahren könnten Sie in Rente gehen. Wie ist Ihr persönlicher Plan?

Mit Aufsichtsrat ist jetzt abgesprochen, dass ich dieses Jahr auf jeden Fall noch bleibe und die Stelle wohl 2018 ausgeschrieben wird. Neben dem Jubiläum, das mit einem noch im Detail zu planenden Festakt am 10. Juni über die Bühne gehen wird, zeichnen sich mit dem Hotelprojekt und einigen Angebotserweiterungen für mich noch Herausforderungen ab.

Was hat es zu bedeuten, dass Ihre Assistentin Ina Fink von den Gremien jetzt mit Prokura ausgestattet worden ist?

Sie ist im Fall meiner längeren Abwesenheit unterzeichnungsberechtigt. Als Betriebswirtin ist sie bestens qualifiziert dafür. Die Festlegung dient der Absicherung der Geschäftsfähigkeit, ist bei den Stadtwerken ähnlich geregelt, wo Doreen Wassermann mit dieser Vollmacht ausgestattet ist. Und bei der Belziger Wohnungsgesellschaft (Bewog) wird es wohl bald eine ähnliche Regelung geben.


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