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Potsdam-Mittelmark Straße zum Franzensberg wird saniert
Lokales Potsdam-Mittelmark Straße zum Franzensberg wird saniert
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22:22 23.10.2017
Der Weg zum Franzensberg von der Straße „Baumgartenbrück“ in Geltow aus hat unter den starken Regenfällen gelitten.
Der Weg zum Franzensberg von der Straße „Baumgartenbrück“ in Geltow aus hat unter den starken Regenfällen gelitten. Quelle: Luise Fröhlich
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Geltow

Für rund 110 000 Euro soll der Weg zum Franzensberg in Geltow saniert werden. Dafür haben sich die Gemeindevertreter bei ihrer jüngsten Sitzung mehrheitlich ausgesprochen. Mehr als zwei Jahre dauerte es, bis zu diesem Entschluss zu kommen. Ursprünglich sollten die Arbeiten 40 000 Euro günstiger sein, doch weil zum Zeitpunkt des ersten Sanierungskonzeptes noch ein entscheidendes Gutachten fehlte und in der Zwischenzeit das Baumaterial und die Leistung teurer geworden sind, muss die Gemeinde mehr Geld in die Hand nehmen. Außerdem besteht noch ein Risiko.

Hauptsächlich nutzen Kinder und Jugendliche den steilen Weg von der Straße Baumgartenbrück hinauf zum Franzensberg, wo sich die Evangelische Jugendhilfe Geltow mit ihrer Verwaltung und drei Wohngruppen sowie die Förderschule für Erziehungshilfe und die Oberschule „Karibu“ befinden. Direkt am Hang liegend, hat der Asphaltweg stark unter den Wassermassen gelitten, die bei Regenfällen vom Berg hinunterflossen. Risse ziehen sich über den kompletten Weg. Gefährdet ist auch die Böschung, von der bei Regen immer wieder Teile auf die Straße Baumgartenbrück und weiter in die Havel geschwemmt werden. Das Planungsbüro PST aus Werder spricht in seinem Sanierungskonzept von Brüchen und Bewegungen in der Böschung, die die Straße reißen lassen. Davon würden auch die schrägen Laternen zeugen.

Auch das Geländer hat schon bessere Tage erlebt. Quelle: Luise Fröhlich

Die Straße soll nun einen starken Unterbau und eine Regenentwässerung bekommen. In Abständen von etwa zehn Metern werden Straßenabläufe eingebaut, die das Wasser gezielt ableiten. Entlang der Stützwand, die nicht auf dem Gemeindegebiet liegt, sondern in Privatbesitz ist, soll es künftig eine weitere Rinne geben. Mit dieser Sanierungsvariante entschied sich die Gemeinde dafür, nur noch Fußgänger und Radfahrer auf dem Weg zuzulassen. Einige Gemeindevertreter sehen die marode Stützwand als Risiko. „Die Frage der Standfestigkeit bleibt. Dazu gab es verschiedene Aussagen, aber die Mehrheit war der Meinung, dass sie noch eine Weile hält“, sagte Heiko Hüller (CDU/FDP/UBS), Vorsitzender des Bauausschusses.

Verspätete Nachricht wirft Fragen auf – Verwaltung entschuldigt sich

Sollte die Mauer während der Bauarbeiten einstürzen oder beschädigt werden, würde die Baufirma haften, erklärte Bauamtsleiterin Kerstin Murin auf Nachfrage einer Gemeindevertreterin. „Sie müsste vorher ihre Bedenken anmelden und das hat sie bislang nicht getan“, so Murin. „Für die Geltower ist das ein wichtiger Weg und ich denke, dass es richtig ist, die zusätzlichen Mittel zu bewilligen und den Ausbau voranzubringen“, sagte Matthias Fannrich (Bürgerbündnis), Mitglied im Ortsbeirat Geltow und Vorsitzender des Finanzausschusses.

Die SPD-Fraktion kritisierte indes, dass die jüngste Änderung der Baumaßnahme nicht zuerst an den zuständigen Fachausschuss, sondern an den Finanzausschuss gegeben wurde. Dem Fachbereich in der Verwaltung soll sie schon seit Mitte August bekannt sein, so dass genügend Zeit geblieben wäre, den Bauausschuss zu involvieren, sagte die Fraktionsvorsitzende Heide-Marie Ladner. Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) entschuldigte sich im Namen der Verwaltung für die verspätete Nachricht. Beim Hauptausschuss am 4. Oktober stellte ein Mitarbeiter des Planungsbüros das Vorhaben vor. Auch dort wurde es mehrheitlich mit einer Gegenstimme angenommen.

Von Luise Fröhlich

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