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Potsdam-Mittelmark Studenten gestalten das Caputher Gemünde
Lokales Potsdam-Mittelmark Studenten gestalten das Caputher Gemünde
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15:41 21.02.2018
Lea Knorr zeigt die einzelnen Komponenten ihres Entwurfs für die Gestaltung der beiden Havel-Ufer in Geltow und Caputh. Quelle: Luise Fröhlich
Caputh

Wenn es nach Architekturstudentin Lea Knorr geht, wird sich das Caputher Gemünde von Grund auf verändern. Die 21-Jährige aus Schönwalde stellt sich an den beiden Seiten des Havel-Ufers ein neues Empfangshaus mit Touristeninformation, Fahrradverleih und Veranstaltungssaal, einen Musikpavillon, ein Märchenhaus, eine Galerie und den Ausbau des Cafés mit Bootsanleger vor. Mit ihren Plänen hat sie die Jury, die aus Vertretern der Gemeinde und dem Professor Ludger Brands von der Fachhochschule Potsdam bestand, überzeugt und bei der gestrigen Preisverleihung den ersten Platz geholt.

Insgesamt acht Potsdamer Studenten im fünften und siebten Semester des Bachelorstudiengangs Architektur und Städtebau haben sich Gedanken über eine zeitgemäße Gestaltung des Gemündes gemacht. „Wir wollten uns eben kein Architekturbüro dafür holen, sondern einen Studentenwettbewerb daraus machen“, erklärte Roland Büchner (Bürgerbündnis), Vorsitzender der Gemeindevertretung und Jurymitglied. Das sei für die Gemeinde Neuland gewesen. „Wir sind dafür kritisiert worden, dass wir das Gemünde überhaupt umgestalten wollen, aber es ist in die Jahre gekommen und wir haben uns neue Ideen und Anregungen gewünscht“, sagte Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU). Vor einem Jahr sei man mit Brands ins Gespräch gekommen, der daraufhin eine Aufgabenstellung für seine Studenten erarbeitet hat. „Jetzt ist es uns wirklich schwergefallen, zu entscheiden, wer auf welchem Platz landet“, sagte Hoppe weiter.

Gestaltung soll etappenweise geschehen

Ob der Gewinner-Plan der Studentin so realisiert wird, ist allerdings noch völlig unklar. Da den Studenten für ihre Planung erstmal kein finanzielles Limit gesetzt worden ist, müssen die Fachausschüsse zunächst entscheiden, was die Gemeinde überhaupt umsetzen kann und wo der Anfang gemacht wird, sagte Hoppe. Im März wird die Gemeinde zunächst den Haushalt für das laufende Jahr beschließen. Dort wird die Gestaltung des Caputher Gemündes, die in Etappen stattfinden soll, noch keine Rolle spielen.

Dennoch wolle die Gemeinde mit den Studenten in Verbindung bleiben. Während Ina Knorr auf Holzbauten und Liegestufen zum Wasser an der Westspitze der Promenade setzt, plant die Zweitplatzierte, Ina Bröckel aus Stuttgart, mit Glas und Stahl. Die ebenfalls 21 Jahre alte Studentin hat in ihren Entwurf auch den Sumpf auf der Geltower Seite des Ufers eingeplant. Dieser müsste wiederbelebt werden. Wie die Siegerin stellt auch sie sich einen Konzertpavillon und ein Haupthaus mit Gastronomie und Touristenangeboten am Geltower Ufer vor. An ihrer Westspitze steht eine Stahl-Skulptur. „Wir wollten auch den vielen Künstlern aus dem Ort, die Möglichkeit geben, sich zu verwirklichen“, sagte Bröckel.

Von Luise Fröhlich

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