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Potsdam-Mittelmark Tauziehen um Fredersdorfer Freibad
Lokales Potsdam-Mittelmark Tauziehen um Fredersdorfer Freibad
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10:20 17.12.2014
Die Diskussionen um die Zukunft des Freibads gehen weiter.
Die Diskussionen um die Zukunft des Freibads gehen weiter. Quelle: MAz-Archiv
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Mit der Summe soll – wie berichtet – die aus hygienischen Gründen beanstandete Förderung des nassen Elements aus dem örtlichen Brunnen ersetzt werden.

Obendrein kann sogar der ursprünglich für ein professionelles Sanierungskonzept vorgesehene Betrag von 8.000 Euro ebenfalls für die Instandsetzung der Anlage investiert werden. Bodo Sternberg hat jedenfalls schon Ideen. Die Auskleidung des Schwimmerbeckens mit Folie würde zur Vermeidung von Wasserverlusten und somit zur Kostenreduzierung beitragen, hat der Ortsvorsteher berichtet.

Die Anschaffung einer Pumpe, gezielter Einsatz von Flockungsmittel und Chlor könnten seiner Meinung nach zu verbesserter Badewasserqualität führen – nicht zuletzt nachweisbar bei den amtlichen Proben.

Kontra von den Linken

Das Volumen des Haushaltes der Stadt Bad Belzig überschreitet erstmals 20,3 Millionen Euro. Die laufenden Kosten sind – laut Plan – gedeckt, so dass es kein Konsolidierungskonzept braucht.
Durch Tilgung und Umschuldung soll sich die langfristige Belastung der Kommune von über 16 auf etwa 15,4 Millionen Euro reduzieren. Laut Kämmerin Birgit Bein gibt es aktuell dank einer guten Einnahmesituation durchaus Grund zu Optimismus.
Die Fraktion der Linken hat die Zustimmung zum Etat verweigert. Sie kritisierte, dass Geld für die Brandschutzsanierung im Jugendfreizeitzentrum Pogo nicht eingestellt worden ist, wohl aber noch umstrittene Vorhaben in dem Zahlenwerk bereits berücksichtigt seien.

Außerdem ist die Gründung eines Fördervereins zum Erhalt des Fredersdorfer Freibades in Vorbereitung. Wie sehr das Anliegen bei den Nachbarn unterstützt wird, haben Marion Bohn und Bärbel Schulze aus Lütte mit ihrem Auftritt in der Einwohnerfragestunde betont.

Doch ob sich Bad Belzig neben Stein-Therme, Freizeit- und Erlebnisbad und dem Naturbadeteich Dippmannsdorf die Anlage in Fredersdorf auf Dauer leisten kann und will, ist zweifelhaft. „Wohl kaum eine Kleinstadt hält so viel Wasserfläche zum Schwimmen im Sommer und Winter vor“, sagte Hannelore Klabunde (parteilos). Die Bürgermeisterin hat freilich einem Vorschlag von Hendrik Hänig zugestimmt. Er hat angeregt, einen Ortstermin mit den Experten des Gesundheitsamtes der Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark zu organisieren. „Angesichts der Anforderungen, die von der Behörde gestellt werden, bin ich nach vorübergehendem Optimismus einigermaßen ernüchtert, was die Perspektive für die Einrichtung in Fredersdorf angeht“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende.

Der von Wolfgang Terp (CDU) unterbreitete Vorschlag, die eingestellten 8.000 Euro für kleinere Investitionen mit einem Sperrvermerk zu versehen, war nicht mehrheitsfähig und ist deshalb von ihm selbst wieder zurückgezogen worden. Einmal mehr hatte sich Uta Hohlfeld dafür ausgesprochen, Wege für den Erhalt der Freizeitstätte nicht frühzeitig zu verbauen.

Von René Gaffron

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