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Teltow Ausschuss stellt sich bei Lidl quer
Lokales Potsdam-Mittelmark Teltow Ausschuss stellt sich bei Lidl quer
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19:21 19.09.2019
Der Lidl-Markt in der Teltower Oderstraße. Quelle: Konstanze Kobel-Höller
Teltow

Eine nachträgliche Baugenehmigung für eine Vergrößerung der Verkaufsfläche auf Kosten des Lagers des neuen Lidl-Marktes in der Teltower Oderstraße möchte die Stadtverwaltung zumindest vorerst nicht bewilligt haben. Der Bauausschuss hat sich diese Woche dieser Empfehlung angeschlossen.

Der Lebensmittel-Discounter verfügt derzeit lediglich über eine Genehmigung über die Errichtung eines Marktes mit einer Verkaufsfläche von unter 799,98 Quadratmetern. Durch Umbaumaßnahmen im Inneren des Gebäudes soll diese aber auf mehr als 1400 Quadratmeter vergrößert werden – was aber gegen das aktuelle Bauplanungsrecht verstößt.

Nur im Sondergebiet erlaubt

Einzelhandelsgeschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche sind nur in einem entsprechend festgesetzten Sondergebiet erlaubt. Um diese Voraussetzung zu schaffen, wird von der Verwaltung aber aktuell der Teilbereich des entsprechenden Bebauungsplanes geändert – der entsprechende Entwurfs- und Auslegungsbeschluss wurde diese Woche in derselben Bauausschusssitzung behandelt.

Dadurch soll ein großflächiges Einzelhandelsgeschäft in diesem Gebiet zulässig werden. Da diese Voraussetzung aber noch nicht gegeben ist, muss der Bauantrag zum jetzigen Zeitpunkt abgelehnt werden, kann aber später erneut eingereicht und dann bewilligt werden.

Eröffnung verzögert sich

Lidl hatte eigentlich vorgehabt, seinen neuen Markt bereits im August zu eröffnen, hatte jedoch bereits bei seinem Richtfest im Mai eine Verlegung des Termins auf Dezember angekündigt, weil noch auf die Änderung des Bebauungsplanes gewartet werden müsse.

Man wolle aber auf jeden Fall noch das Weihnachtsgeschäft mitnehmen und auch eine Versorgungslücke verhindern: Der bereits bestehende Markt in der Elbestraße muss auf jeden Fall mit Ende des Jahres schließen, da das Gebäude nur gemietet ist. Die mehr als drei Millionen Euro teure neue Filiale soll technisch modern und CO2-neutral sein sowie große Bereiche mit eigenen frischen Backwaren, Obst, Gemüse und Molkereiprodukten bieten. Breite Gänge sollen das Passieren für Rollstühle und Kinderwägen unproblematisch machen.

Neben dem neuen Markt in Teltow plant Lidl nicht nur 110 Parkplätze, sondern auch ein viergeschossiges Parkhaus mit offenem Deck, in dem die umliegenden Unternehmen bereits Stellplätze reserviert haben. Ebenerdig sollen zwei weitere Ladeneinheiten mit je 800 Quadratmetern Nahversorgern Platz bieten.

Von Konstanze Kobel-Höller

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