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Teltow Biohofladen ausgezeichnet: Wenn das Essen frisch vom Acker kommt
Lokales Potsdam-Mittelmark Teltow Biohofladen ausgezeichnet: Wenn das Essen frisch vom Acker kommt
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18:08 09.10.2019
Die Teltowerin Monique Henschel hat für ihren neuen Biohofladen den Gründerinnenpreis von Bündnis’90/Die Grünen erhalten. Quelle: Friedrich Bungert
Teltow

„Frisch vom Acker weg verkaufen“, dachte sich Monique Henschel, „das muss doch gehen, wenn die Produkte direkt vor dem Hofladen wachsen.“ Diese Idee hat die 28-Jährige in Teltow Wirklichkeit werden lassen. Monis Biohofladen eröffnete in diesem Sommer und bietet mittwochs von 14 bis 18 und samstags von 8 bis 15 Uhr neben Obst- und Gemüse auch Backwaren, Milchprodukte, Eier und Honig an. Am Mittwoch zeichnete der Landesverband der Grünen die junge Frau als „Grüne Gründerin“ aus.

Gemüse aus der Region. Quelle: Friedrich Bungert

Die Biologin Monique Henschel hat den leerstehenden kleinen Hofladen direkt auf dem Acker des Bio-Bauern Axel Szilleweit gegenüber von Pflanzen-Kölle renoviert und bietet dort nur Waren von Landwirten an, die in der Region ansässig sind und in Bio-Qualität arbeiten.

Früchte kann man „von der Pflanze weg essen“

Axel Szilleweit erklärt den ganz praktischen alltäglichen Vorteil: „Unsere Früchte kann man von der Pflanze weg essen, die sind nicht gespritzt mit Pestiziden oder synthetisch gedüngt.“ Gut 100 essbare Pflanzen von Blumen über Salate und Kohl bis hin zu vielen Kräutern wachsen auf seinen 4,4 Hektar lehmigem Sandboden, eingeteilt nach Fein- und Grobgemüse. Auch Pflanzen mit mediterraner oder asiatischer Herkunft baue er an oder fast vergessene Sorten wie die Zicchorie, erläuterte der Bio-Bauer bei der Preisverleihung für die Ladenchefin. Die Ertragsmenge und das Aussehen seien dabei nicht das Wichtigste, sondern die Inhaltsstoffe.

Bio-Ware aus der Umgebung

Der Geschäftsraum von Monique wirkt nicht so vollgestellt wie ein Supermarkt, aber es gibt immer Leckeres für Zuhause zu entdecken. Zum Beispiel Bio-Eier aus Werder vom einzigartigen Hühnermobil auf der Kirschplantage oder Milchprodukte aus Blankenfelde-Mahlow, wo die Bäuerin drei Kühe hält, die ihre Kälber noch selber großziehen.

Grüne-Abgeordnete Alexandra Pichel übergab den Preis. Quelle: Friedrich Bungert

„Saisonale und regionale Produkte in Bioqualität anzubieten, das entspricht unserem Wahlprogramm in Reinkultur“, mit diesen Worten übergab die frauenpolitische Sprecherin von Bündnis’90/Die Grünen, Alexandra Pichl, die Urkunde – und zwar im abgeernteten Rosenkohlbeet von Biobauer Axel Szilleweit. „Frischer kann man Gemüse nicht bekommen. Ruccola, Mangold, Rote Beete oder Hokkaido-Kürbisse kann ich jederzeit nach Bedarf direkt vom Feld nach ernten“. sagt sie. Absoluter Renner seien zurzeit die Tomaten „Campari“, die allerdings im Gewächshaus stehen.

Experimentieren mit den Öffnungszeiten

In Henschels Wunsch-Projekt steckt allerdings auch viel Idealismus. „Ich freue mich über jeden Tag, den ich im Hofladen stehe. Jetzt probiere ich ein Jahr lang aus, ob sich das Geschäft rentiert“, sagt sie. Der Bedarf ist vorhanden und die Öffnungszeiten von anfänglich einmal wöchentlich hat sie bereits ausgebaut. Nicht jeder könne im eigenen Garten Obst und Gemüse anbauen, so die Teltowerin. Henschel ist die 27. „Grüne Gründerin“ in Brandenburg unddie zweite in Potsdam-Mittelmark. Den Preis vergibt der Landesverband der Grünen seit 2016.

Von Gesine Michalsky

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