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Teltow Familiendrama in Teltow? Frau stirbt nach Gewaltverbrechen
Lokales Potsdam-Mittelmark Teltow Familiendrama in Teltow? Frau stirbt nach Gewaltverbrechen
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13:48 25.10.2019
In Teltow ist eine Frau getötet worden. Quelle: Konstanze Kobel-Hoeller
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Teltow

In Teltow im Landkreis Potsdam-Mittelmark ist eine Frau bei einem Gewaltverbrechen tödlich verletzt worden. Das sagte eine Sprecherin der Polizeidirektion West am Freitag. Nachbarn hatten in der Nacht die Rettungskräfte alarmiert, sie fanden die schwer verletzte Frau, die noch vor Ort starb, so die Sprecherin. Auch ein schwer verletzter Mann wurde gefunden. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Dort musste er notoperiert werden. Die Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen.

In Teltow im Landkreis Potsdam-Mittelmark ist die Polizei in der Nacht zu Freitag zu einem Einsatz ausgerückt.

Mitten in der Nacht hatten Nachbarn in der Teltower Chopinstraße Schreie gehört und gegen 1.16 Uhr die Polizei verständig. Die Einsatzkräfte rückten an, sperrten die Straße in der idyllischen Wohngegend mit den gepflegten Vorgärten rund um das Einfamilienhaus weiträumig ab, nachdem sich hier tragische Szenen abgespielt hatten. Rettungskräfte versuchten noch, die schwerverletzte Frau, die vor dem Haus lag, zu reanimieren – vergebens. Die Hintergründe der Tat sind am Freitag zunächst noch unbekannt. Am Vormittag wurde der Leichnam der Frau von einem örtlichen Bestattungsunternehmen abgeholt.

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Anwohner berichteten der MAZ, dass es sich bei den beiden gefundenen Personen um ein Ehepaar handelt, dass schon seit mehr als 20 Jahren an der Chopinstraße lebt. Es gibt zwei Kinder, eine Tochter (20) und einen 18 Jahre alten Sohn, der nach der Tat von der Notfallseelsorge betreut worden sein soll.

Anwohner geschockt

Das Paar stand vor der Scheidung, heißt es auch. Und: Die Gewalttat in dieser Nacht soll nicht die erste gewesen sein: Vor einigen Wochen habe der Ehemann die Frau maskiert überfallen und mit Kabelbindern gefesselt, wie sie einem Nachbarn beim Hundespaziergang erzählt haben soll. Auch von einer richterlichen Anweisung, dass der Mann, der im Bundestag als Verwaltungsmitarbeiter arbeiten soll, sich seiner Ehefrau nicht nähern durfte, ist die Rede. Der Sohn habe sich ebenfalls von seinem Vater belästigt gefühlt, so ein anderer Nachbar.

Die Menschen in der Einfamilienhausgegend sind am Freitag geschockt: „In unserer friedlichen Gegend kann so etwas doch nicht passieren!” sagt ein Mann. Zwar sei die Familie in der Regel eher für sich, aber dennoch immer freundlich gewesen. Der Mann sei oft mit dem Hund spazieren gewesen. Doch in den letzten Wochen habe man ihn nicht mehr gesehen.

Von Konstanze Kobel-Hoeller/RND/iro/dpa

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