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Teltow Teltower Bienen haben keine Probleme mit der Hitze
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00:25 05.07.2019
Ein Schwarm von Bodo Wackrow: Die Bienenkönigin  ist mit einem roten Punkt gekennzeichnet. Quelle: Gesine Michalsky
Teltow

Seit mehr als 30 Jahren imkert Bodo Wackrow – „und ich lerne immer noch etwas Neues dazu“, erzählt der stellvertretende Vorsitzende des Imkervereins „Region Teltow“. Am kommenden Wochenende öffnen er und drei weitere Imkerinnen und Imker ihre Höfe in Kleinmachnow, Teltow, Stahnsdorf und Michendorf.

Imker geben Wissen über Bienen weiter

„Die Honigbiene bekommt seit einiger Zeit viel Aufmerksamkeit, deswegen wollen wir zeigen, wie viel Kenntnis und Fürsorge hinter unserer Tätigkeit steckt“, sagt Wackrow und erklärt auch sein Ziel: „Viel von dem Wunder der kleinen Tiere weitergeben und Fragen rund um die Imkerei beantworten.“ Zum Beispiel, warum in diesem Jahr die Honigernte gut ausfiel, deutlich besser als im vergangenen Jahr.

Imkerverein der Region Teltow, Vize-Vorsitzender Bodo Wackrow. Quelle: Gesine Michalsky

Bei einem Besuch in dem zwischen Teltowkanal und der Bäke in der Nähe der Schleuse gelegenen Wackrowschen Garten besucht man acht Bienenvölker. Trotzdem summen dort nur wenige Bienen herum. Dabei mögen die Honiglieferanten die Vielfalt der Blütenpracht und den dauernd feuchten Boden in dem naturnahen Garten. Im Moment bevorzugen sie aber die Linden, in deren unzähligen Blüten sie fleißig Nektar sammeln. Imker nennen das Massentracht.

Gute Bedingungen sind sowieso das A und O. „So sollte man Wiesen und Rasen im Sinne der Bienen gar nicht so oft mähen“, sagt der Fachmann und zeigt erklärend auf den Klee, auf dem viele Bienen herumklettern – für Barfußläufer ist hier aufpassen angesagt. Lob verteilt der Imker auch an die Gemeinden. Sie würden zunehmend darauf verzichten, die grünen Seitenstreifen an den Straßenrändern immer kurz zu halten.

Beispiel für einen Wabenkasten. Quelle: Gesine Michalsky

Nachdem es im Frühjahr mit einem kalten April für die Nektarsammler schlecht anlief, blühte die Robinie überraschend üppig. „Deswegen haben wir in diesem Jahr wieder eine gute Ernte“, sagt der erfahrene Imker erfreut. Der vergangene Sommer war dagegen viel zu trocken. Mit der aktuellen Rekordhitze kommen Bienen gut klar. „Die kleinen Tiere klimatisieren ihren Stock bei extremen Temperaturen“, erklärt Wackrow, „darinnen gibt es keine Überhitzung oder Unterkühlung.“

Dürrefolge: Standorte an Rapsfeldern fehlen

Einige Auswirkungen des vergangenen Jahres spüren die Imker immer noch. Ihnen fehlt zum Beispiel der Standort an den Rapsfeldern, berichtet der Vereinsvorsitzende, wo man wegen der Trockenheitsschäden von 2018 in diesem Jahr keine Bienenstöcke aufstellt. Dies machen die Mitglieder des Imkervereins sonst in jedem Jahr auf ökologisch geprüften Feldern im Potsdamer Umland.

Wichtig für die Bienenhaltung ist auch, dass die Imker ihre Völker gesund halten und sich mit der Bekämpfung der Varroamilben auskennen, berichtet Wackrow. Ab September bietet der Verein zu diesen Thema wieder Informationsveranstaltungen an, bei denen aktuelle wissenschaftliche Forschungsergebnisse im Mittelpunkt stehen – eine gute Möglichkeit für Neueinsteiger, die Imkerei in der Region kennenzulernen.

Tag des offenen Bienenstandes

Alljährlichwird bundesweit der Tag der deutschen Imkerei begangen. Dazu öffnen Imker ihre Bienenstände und gewähren Besuchern Einblicke in die Imkerei.

Am Wochenende stehen folgende Termine (je von 10 bis 15 Uhr) in der Region zur Auswahl:

Sonnabend, 6. Juli: Bodo Wackrow in Kleinmachnow, Allee am Forsthaus/Nähe Schleuse

Sonntag, 7. Juli: Ullrich Schnell in Güterfelde/ Kienwerder, Stolper Weg 23, Armin Kunath in Michendorf, Jägerstraße 11, und Sigrid Karrasch in Teltow, Beethovenstraße 146.

Sich mit dem Metier auszukennen ist sowieso oft nützlich. So wurde Wackrow im Mai in der Stolper-Weg-Siedlung zum Helden in der Nachbarschaft, als er einen entflohenen Schwarm seines Nachbarn mit mehreren Tausend Tieren in einer Robinie wieder einfing. Viele Kinder schauten zu, als er nur mit einer Teleskopstange und einem Bienensack ausgerüstet die Insekten vom Baum schüttelte. „Wichtig ist, dass die Königin mit im Sack steckt. Wenn sie noch im Baum sitzt, fliegen alle sofort wieder zu ihr zurück“, erzählt Wackrow. Kein Imker möchte gern einen ganzen Schwarm verlieren.

Von Gesine Michalsky

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