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Teltow Pentahotel in Teltow macht dicht
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21:00 09.08.2019
Das Pentahotel Berlin-Potsdam in Teltow will seinen Betrieb schließen. Das Hotelmanagement äußert sich nicht dazu. Quelle: Dirk Pagels
Teltow

Das Pentahotel Berlin-Potsdam in der Teltower Warthestraße will offenbar seinen Betrieb einstellen und soll seinen Mitarbeitern bereits gekündigt haben. Das erfuhr die MAZ aus zuverlässiger Quelle. Betroffen davon sollen etwa 30 Angestellte sein. Das Hotel selbst will sich auf Nachfrage bei der Geschäftsführung aber weder zum Zeitpunkt einer Schließung, noch zu einem Grund oder zur Zukunft der Belegschaft äußern. „Die Pächterin des Hotels (die CTF-Gruppe – d. Red.) hat sich dazu entschieden, den Pachtvertrag nach Ablauf nicht zu verlängern, so dass der Vertrag mit Penta aufgekündigt wurde und der Betrieb vor Ort seitens Penta Hotels eingestellt werden muss. Der zukünftige Betrieb des Hotels fällt nicht in den Einfluss- und Entscheidungsbereich von Penta Hotels“, teilt die Penta Hotels Worldwide GmbH in Frankfurt am Main mit.

Verband und Gewerkschaft nicht informiert

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Brandenburg zeigte sich auf MAZ-Nachfrage überrascht. Er berät und unterstützt die Betriebe im Hotellerie- und Gastgewerbe und vertritt ihre Interessen nach außen. Bislang habe der Verband keine Hinweise darauf erhalten, dass das Teltower Hotel schließen will, teilt die Geschäftsstelle mit.

Auch die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in der Region Berlin-Brandenburg hat keine offizielle Information erhalten, dass das Pentahotel in Teltow seinen Betrieb aufgeben will. Nach Angaben ihres Geschäftsführers Sebastian Riesner gehören zwei Hotelangestellte seiner Interessenvertretung an. Einen Betriebsrat konnte die NGG in dem Hotel nicht bilden. „Wir erfahren so etwas für gewöhnlich erst immer dann, wenn es bereits passiert ist“, sagt Riesner. Für die Gewerkschaft ist das Hotel allerdings keineswegs ein unbekannter Betrieb.

Sehr hohe Fluktuation

So würden die Beschäftigten in Teltow nicht nach Tarif bezahlt, sagt Riesner. Beim Ausscheiden von Mitarbeitern aus dem Unternehmen gäbe es oft Streitigkeiten beispielsweise über die Verrechnung noch ausstehender Urlaubstage oder Überstunden, die zuweilen schon zu juristischen Auseinandersetzungen geführt haben sollen. Aufgrund der Arbeitsbedingungen gäbe es in Teltow eine sehr hohe Fluktuation.

Noch hätten sich Mitarbeiter des Pentahotels nicht in der Agentur für Arbeit in Potsdam gemeldet, teilt deren Pressestelle mit. Das sei auch kaum zu erwarten, weil es im Gastronomiebereich derzeit einen sehr guten Arbeitsmarkt gäbe. Jobsuchende würden sich direkt an die Gastronomiebetriebe wenden.

Seit 2011 unter diesem Namen

Das Hotel am Teltowkanal war nach der Wende erbaut und zunächst unter dem Namen „Ramada“ eröffnet worden. 1994 wurde daraus das „Courtyard by Marriott“. Nachdem die chinesische Familie Cheng aus Hongkong und die HPI Germany Hotelbesitz GmbH die Pentahotels GmbH wiederbelebt hatten, startete das Hotel ab dem 1. Juni 2011 bei gleichzeitigem Umbau für mehrere Millionen Euro unter seinem heutigen Namen.

Von Heinz Helwig

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