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Teltow Querung der Teltower Kanalaue ist realistisch
Lokales Potsdam-Mittelmark Teltow Querung der Teltower Kanalaue ist realistisch
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19:50 08.01.2020
Der Berliner Mauerweg (l.) wird in Teltow von der Zehlendorfer Straße unterbrochen. Die Grünen fordern eine Querung. Quelle: Konstanze Kobel-Höller
Teltow

Eine Querungsmöglichkeit für die Teltowkanalaue wünscht sich die Teltower Grüne/Linke-Fraktion für die Zehlendorfer Straße. Bei dem Wander- und Radweg handle es sich um eine wichtige Ost-West-Verbindung für den Fuß- und Radverkehr im Stadtgebiet, Planungen und Ideen zum weiteren Ausbau der Strecke wie etwa die Marina-Brücke, die Teltow-Werft-Brücke oder die Erschließung des Einzelhandelsgebietes von der Oderstraße von der Kanalseite her würden zudem eine zunehmende Bedeutung dieser Verbindung erwarten lassen, so die Fraktion.

Bisher ist diese Strecke, die von Seehof bis an diese Stelle auch mit dem Berliner Mauerweg zusammenfällt, an der Zehlendorfer Straße vor der Knesebeckbrücke unterbrochen – Überquerung gibt es keine und ist aktuell auch nicht geplant. Die Grüne/Linke möchten nun eine solche anstoßen, damit die Umsetzung gleichzeitig mit der geplanten Sanierung der Brücke stattfinden kann. Diese soll im Anschluss nach Fertigstellung der Rammrathbrücke erfolgen, hieß es zuletzt. „Bis dahin wollen wir die Planung fertig haben“, so Anna Sophie Emmendörffer (Bündnis 90/Grüne). „Damit zeigt man auch, dass der Radweg erhalten bleibt – auch wenn gebaut wird.“ In einem ersten Schritt soll eine Machbarkeitsstudie die Möglichkeiten und ihre Kosten aufzeigen. Die Ergebnisse wären realistischerweise bis zu November zu erwarten, so Lars Müller, Teltower Fachbereichsleiter für Tiefbau/Grün, der die Studie empfahl. Vorerst sollen dafür 30 000 Euro bereitgestellt werden.

Unterführung kollidiert mit Naturschutzrecht

„Die erste Idee vom ADFC war eine Unterführung. Das ist aber eventuell auch naturschutzrechtlich schwierig.“ Zudem sei es die teuerste der Varianten, so Emmendörffer. Ein Schwenker des Weges mit einer Führung unterhalb der Brücke entlang des alten Treidelpfades wäre eine andere Option, die auch von Dirk Krumeich (CDU) bevorzugt würde. Er habe auch bereits mit dem Wasserstraßenneubauamt gesprochen, das sich ebenfalls interessiert gezeigt habe, sagte er im Bauausschuss, gestern Abend. Dieses wolle auch die „Grün Berlin“, die für die Pflege des Mauerweges verantwortlich zeichne, kontaktieren. „So bekommen wir vielleicht für relativ kleines Geld eine recht gute Lösung.“ Müller gab zu bedenken, dass ein Höhenunterschied von zweieinhalb Metern zu überwinden sei, was bei einer Neigung von maximal sechs Prozent eine Rampenlänge von 50 bis 60 Metern bedeute. „Der Eingriff in das Landschaftsschutzgebiet mit den Ausgleichsleistungen fällt auf jeden Fall allein zu unseren Lasten.“ Dies sei jedoch bei einer Unterführung noch massiver, wandte Krumeich ein. Als dritte und kostengünstigste Möglichkeit schlägt Emmendörffer einen Zebrastreifen über die Zehlendorfer Straße vor, eine Ampelquerung hält sie an dieser Stelle jedoch nicht für realistisch.

Toller Weg, schwierige Umsetzung

Der Wander- und Radweg Teltowkanalaue soll es ermöglichen, den Teltowkanal durchgängig zwischen Berlin und Potsdam zu begehen und mit dem Fahrrad zu befahren.

Dabei werden verschiedene Landmarken wie die Gartenstadt Seehof, die Altstadt Teltow, Kleinmachnows Seeberg, die Schleuse, der Dorfanger und der Südwestkirchhof Stahnsdorfs verbunden.

Derzeit wird der Vorschlag in den politischen Gremien behandelt. Im Umweltausschuss stimmte nur die einreichende Fraktion mit zwei Ja dafür, die anderen Gemeindevertreter enthielten sich. Im Bauausschuss gab es vier Ja und drei Enthaltungen.

An der Rammrathbrücke geht’s voran

Während also bereits Pläne für die Zeit der Sanierung der Knesebeckbrücke zwischen Teltow und Berlin gemacht werden, schreiten die Bauarbeiten an der Rammrathbrücke zwischen der Stadt und Kleinmachnow voran. Hier steht die Ersatzbrücke vor der Fertigstellung, als Arbeitstermin für ihre Freigabe ist der sechste Februar geplant, sofern alles klappt und das Wetter mitspielt. Aktuell fehlen unter anderem noch die Zufahrten und die Geländer. Die Ersatzbrücke steht künftig Fußgängern und Radfahrern zur Verfügung, errichtet wurde sie für die Kabellage. Nach ihrer Freigabe wird die Hauptbrücke abgerissen und der Neubau errichtet.

Von Konstanze Kobel-Höller

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